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Gymnasien im Landkreis - 1, 2, oder 3?

Montag, 12. Februar 2001, 11:59 Uhr
Nordhausen (nnz). "Herr Jendricke hätte sich vor einer derartigen Stellungnahme vielleicht über die aktuellen Zahlen in unserem Amt informieren sollen", bewertet der Leiter des Schulverwaltungsamtes der Kreisverwaltung, Gunter Brandt, die Aussagen des SPD-Mannes. Selbstverständlich werde es einen Rückgang der Schülerzahlen auch an den Gymnasien geben, Von den derzeit 3.200 Gymnasiasten werde im Schuljahr 2007/2008 noch mit mehr als 2.000 geplant, so die statistische Prognose des Schulverwaltungsamtes. Konkret werde mit 600 Schülern am Humboldt-Gymnasium, mit 900 am Herder-Gymnasium und mit rund 500 am Schiller-Gymnasium in Bleicherode gearbeitet. Dabei werde Bleicherode vor allem den Südwesten des Landkreises abdecken und 1.500 Schüler werden auf zwei Standorte in Nordhausen aufgeteilt. Die Schließung des Humboldt-Gymnasiums wäre auch unter finanzieller Sicht töricht, so Brandt. In den zurückliegenden Jahren (1995 bis 1997) habe der Landkreis rund acht Millionen Mark in den Standort Domstraße investiert. Gegenwärtig gebe es Überlegungen, den Standort Blasiistraße "auf Vordermann zu bringen".
Auch die von Jendricke angeführten verschärften Zugangsbedingungen in Feld zu führen, sei schlichtweg falsch. Hier gebe es große verfassungsrechtliche Bedenken, denn für jeden Schüler müssen die gleichen Bedingungen gewährleistet werden, sich für eine Schulart zu entscheiden. Bereits jetzt gebe es unter den Grundschülern mehr potentielle Kandidaten für den anschließenden Besuch eines Gymnasiums, als sich tatsächlich dafür entscheiden würden. Vielmehr, meinte Gunter Brandt zur nnz, müsse das Niveau der Regelschulausbildung nach oben gebracht werden. Auch hier sei der Landkreis Nordhausen mit seinem Sanierungsprogramm auf dem richtigen Weg.
Autor: nnz

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