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nnz-Forum: Fordern statt Fördern

Dienstag, 31. Mai 2011, 17:08 Uhr
Die Albrechttochter von der Leyen versagt auf ganzer Linie. Schon wieder verordnet sie Kürzungen bei den so genannten Förderprogrammen und das ganze nennt die Sauberfrau dann auch noch „Reform“. Was nnz-Leser Harald Buntfuß noch zu sagen hat, das wie immer mit einem Klick...


Ich weiß bis heute noch nicht, was diese Politiker eigentlich unter Reform verstehen. Wenn ich mir diese Reform aber einmal genau ansehe, dann muss ich zugeben, dass sie für Politiker und Wirtschaftsbosse sehr etwas gutes bringen. Das Geld, welches man bei den Hartz-IV-Empfängern einbehält, fließt in ihre Taschen.

Nachdem der Deutsche Markt nun für alle Arbeitnehmer offensteht, braucht man diese Förderprogramme nicht mehr, denn jetzt bekommt man die billigen ARBEITER aus den Armenhäusern Europas. Die Polen, Esten, Slowenen und so weiter, warten schon darauf, dass sie in Deutschland ausgebeutet werden.

Ich muss neidvoll zugeben, in dieser Hinsicht hat Frau von der Leyen sehr gute Arbeit geleistet. Den hier Ansässigen Personen werden die Mittel gestrichen und die Sanktionen drastisch erhöht. Um die Sanktionen auch mit viel Erfolg anwenden zu können wird jetzt sogar die Ärzteschaft bemüht im speziellen Psychiater, Psychologen und wie sie sich sonst noch nennen.

Ein Beispiel, möchte jemand eine Umschulung oder Ausbildung über das Jobcenter machen, muss er einen, wie ich meine, Menschenunwürdigen Test durchlaufen. Es ist nichts dagegen einzuwenden, wenn ein Eignungstest durchgeführt wird. Nur darf so ein Test den Menschen nicht das Gefühl geben, er sei Irgendwie minderwertig. Es sieht fast so aus, dass man in Zukunft jeden Hartz-IV Empfänger für seelisch krank erklären möchte.

Hier noch eine Nachricht aus Halle/Saale. „Im Eingangsbereich des dortigen Jobcenters werden durch die Behörde Aushänge gemacht, dass HilfeempfängerInnen keine Empfangsbestätigungen mehr für abgegebene Unterlagen bekommen würden. Dazu gab es den Vorschlag, dass man gemeinsam mit einem Rechtsanwalt zur Entfernung der Aushänge auffordern könnte, gegebenenfalls auch entsprechende Vorgesetzte mit dieser Aufforderung konfrontieren sollte, um dieses rechtswidrige Verhalten aus der Welt zu schaffen.“

In Nordhausen soll es ähnlich zugehen, hier wird die Eingangbestätigung nicht mit einer Unterschrift quittiert, nein man schreibt ein paar Zahlen auf das Dokument. Auf Anfrage warum, heißt das ist jetzt so üblich, dass sei eine Art „Identitätsbezogene Nummer.Jeder weiß, dass so etwas vor Gericht keinen Bestand hat, die Zahlen kann jeder auf das Dokument schreiben, dann kann man auch gleich drei Kreuze machen. Namensschilder sind auch nicht mehr vorhanden, warum?

Es stellt sich die Frage, was will man mit solchen Aktionen erreichen? Will man den Kunden Gerichtstaugliche Beweise vorenthalten, hat ein Kunden keine Eingangbestätigung, ist es schwer etwas zu beweisen, wenn die erforderlichen Papiere wie durch Zufall beim Jobcenter nicht mehr aufzufinden sind. So etwas gab es zu DDR-Zeiten, dass bezeichnete man dann als Rechtsbeugung, aber ich möchte niemandem etwas unterstellen.

Zum Schluss noch eine Haarsträubende Nachricht, eine bekannte Zeitung aus Frankfurt schreibt: „Die Pflegekraft muss sich mit 7,67 Euro begnügen, die Kassiererin einer Fast-Food-Kette mit 5,80 Euro, der Koch in Dresden wird mit 5,50 Euro abgespeist, fürs Auffüllen der Regale im Düsseldorfer Supermarkt gibt es 1,86 Euro die Stunde. Einzelfälle? Von wegen.” Der Tag, an dem heute noch gut bezahlte Facharbeiter,Ingenieure, usw als Aufstocker arbeiten, ist nicht mehr allzu fern.

Heute wieder einmal ein Zitat: „Aus grober Wolle, wird nie ein feines Tuch.....“ (Phil Bosmans)
Harald Buntfuß, Nordhausen
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Autor: nnz

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