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Und weg damit!

Mittwoch, 09. Juli 2003, 13:13 Uhr
Baum-Geschichte Nordhausen (nnz). Wenn Bäume sterben, dann ist das immer so ein Ding. Manchmal ist das „Entfernen“ auch eine Notwendigkeit. Einen solchen Fall schildert die nnz.

Als unter dem königlichen Landrat von Davier 1867/68 der Bau des Kreisständehauses mit Zugang von der Grimmelallee als Amtssitz der Verwaltung beendet war, wurde um das imposante Haus ein kleiner Park angelegt, der auch seltene Gehölze beheimatete.

Erhalten ist davon wenig, denn die Ereignisse des II. Weltkrieges und die holzarme Nachkriegszeit ließen nicht viel davon übrig. Aber ein Ginkgo, eine Stieleiche und eine Kastanie legen Zeugnis von damals ab.

Leider besitzt die ca. 20 m hohe Kastanie seit zwei Jahren keine Vitalität mehr. Ohne jedes Blattwerk ragte sie in den Himmel. So sah sich Landrat Joachim Claus nach Absprache mit dem FB Umwelt- und Naturschutz des Landratsamtes veranlasst, bei der Stadt Nordhausen die Fällung dieses alten Baumes zu beantragen. Die Äste drohten bei starkem Wind oder Sturm abzubrechen und die Gefährdung für die im Landratsamt Arbeitenden und für die Bürgerinnen und Bürger war zu groß geworden.

Das Amt für Umwelt und Gründordnung der Stadt Nordhausen erteilte mit Schreiben vom 02. Juni 2003 die „Ausnahmegenehmigung zur Fällung von einer Kastanie auf dem Grundstück Grimmelallee 23 ... nach erfolgter Ortsbesichtigung.“ Heute wurde der um 1868 gepflanzte Baum gefällt. Die geforderte Ersatzpflanzung eines hochstämmigen Laubbaumes (möglichst Kastanie) mit einem Stammumfang von 14 bis 16 cm wird bis zum Frühjahr 2004 erfolgen.
Autor: nnz

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