Für mehr als 2000 noch keine Lehrstelle
Dienstag, 08. Juli 2003, 11:07 Uhr
Nordhausen (nnz). In Nordthüringen wird die Lehrstellen-Situation immer bedrohlicher. Über 2.000 Mädchen und Jungen waren Ende Juni immer noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Die Einzelheiten wie immer in Ihrer nnz.
Die Bewerberzahl für eine betriebliche Ausbildungsstelle betrug Ende Juni 4.314, das waren 96 weniger als vor einem Jahr. Insgesamt gab es 2.310 männliche Bewerber, genau 47 weniger als vor einem Jahr. Weiterhin suchten 2.004 Mädchen eine Vermittlungshilfe in der Berufsberatung, ebenfalls 47 weniger als Ende Juni 2002.
Die Schulabgänger suchten wie im vorangegangenen Jahr zu einem großen Anteil Ausbildungsstellen für Metallberufe. 716 Bewerber interessierten sich für diese Berufsgruppe, 26 mehr als im Vorjahr. Fast so hoch wie vor Jahresfrist war auch die Nachfrage nach einer Ausbildung als Elektriker, über 200, vorwiegend Jungen, wurden hier registriert.
Berufe des Bauhaupt- und Baunebengewerbes stehen seit Jahren hoch im Kurs. Mit der Entwicklung des Baugewerbes in den letzten Jahren ist aber von Jahr zu Jahr eine geringere Zahl an Lehrstellensuchenden hier zu verzeichnen. Ende Juni standen 513 Bewerber für Bauberufe in der Berufsberatung an, vor einem Jahr waren das noch 140 mehr. Leicht abfallend gegenüber 2002 ist auch das Interesse an Ausbildungen als Waren- und Dienstleistungskaufleute sowie an Organisations-, Verwaltungs- und Büroberufen. Insgesamt hatten sich 1.380 Mädchen und Jungen für eine dieser Ausbildungen entschieden.
Bewerber nach Schulausbildung
Über die Hälfte der Bewerber um eine betriebliche Ausbildung haben wie auch in den Vorjahren den Abschluss einer mittleren Reife. Einen Hauptschulabschluss weisen 1.070 Schulabgänger nach, ein Viertel der registrierten Ausbildungsplatzsuchenden. Gegenüber dem Vorjahr haben sich die Bewerber mit Fachhochschul- oder Hochschulreife sowie die Bewerber, die keinen Schulabschluss erlangt haben, zahlenmäßig nicht verändert.
Weniger Ausbildungsstellen
Die angespannte Situation auf dem Arbeitsmarkt hat auch den Ausbildungsmarkt in diesem Jahr stark beeinflusst. Seit Oktober 2002 wurden den Berufsberatern 1.468 Ausbildungsstellen aus Unternehmen der Region gemeldet. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren das 15 Prozent, rund 250 Stellen, weniger.
276 Ausbildungsstellen für Metallberufe wurden bereit gestellt, 23 weniger als vor einem Jahr. Für den Beruf des Elektrikers gab es 85 Angebote gegenüber 95 im Vorjahreszeitraum. Das Baugewerbe meldete 180 Lehrstellen, fast 100 weniger als im Vorjahr. Die Ausbildungsangebote für Waren- und Dienstleistungskaufleute sind mit 254 unverändert hoch. Für Organisations-, Verwaltungs- und Büroberufe wurden 184 Ausbildungsmöglichkeiten registriert, bis Juni 2002 waren das noch 289. Aus Unternehmen der Landwirtschaft konnten 83 Lehrstellen gewonnen werden, fast 10 mehr als vor einem Jahr.
Von den Ausbildungsangeboten wurden 791 aus Unternehmen der Industrie- und Handelskammer gemeldet, das sind 157 weniger als vor Jahresfrist. Um 111 verringerten sich die Stellen aus Handwerksunternehmen. Die Landwirtschaftsbetriebe gaben für 100 Mädchen und Jungen Ausbildungsangebote ab, gegenüber 81 im Vorjahr.
2.163 Schulabgänger noch unversorgt
Ende Juni suchten noch 2.163 Jugendliche einen Ausbildungsplatz, vor einem Jahr waren 364 Interessenten mehr versorgt. Von diesen noch nicht vermittelten Bewerbern sind 930 Realschüler, 593 haben einen Hauptschulabschluss und fast 370 haben keinen Schulabschluss oder einen Abschluss der Sonderschule.
Die Ausbildungsplatzsuchenden haben in 351 Fällen den Wunsch für eine Ausbildung als Warendienstleistungskaufmann/-frau, für 69 Stellen ist hier noch keine Vermittlung gemeldet. Für eine Ausbildung für Organisations-, Verwaltungs- und Büroberufe interessieren sich noch 305 Bewerber, 72 Angebote sind hier noch frei. Ebenfalls besteht mit 324 eine hohe Zahl an Lehrstellensuchenden für Metallberufe, die sich noch für 91 Lehrstellen bewerben können. Für die noch 36 nicht besetzten Ausbildungsplätze in der Landwirtschaft interessieren sich noch 95 Schulabgänger. Stellen für Ernährungsberufe suchen noch 148 Mädchen und Jungen, in der Region waren Ende Juni noch 60 unbesetzt. Von den Bewerbern für die Berufe des Baugewerbes ist noch nicht die Hälfte versorgt, den 327 hier noch nicht vermittelten jungen Leuten stehen zurzeit noch 80 offene Stellen gegenüber.
Insgesamt waren Ende Juni 559 Stellen noch nicht besetzt, vor einem Jahr waren noch 617 frei. Die Situation stellt sich damit gegenüber dem Vorjahr angespannter dar. Vor einem Jahr stand Ende Juni noch drei Bewerbern ein Ausbildungsplatz offen, in diesem Jahr sind es vier Bewerber auf einen noch nicht besetzten Ausbildungsplatz.
Autor: nnzDie Bewerberzahl für eine betriebliche Ausbildungsstelle betrug Ende Juni 4.314, das waren 96 weniger als vor einem Jahr. Insgesamt gab es 2.310 männliche Bewerber, genau 47 weniger als vor einem Jahr. Weiterhin suchten 2.004 Mädchen eine Vermittlungshilfe in der Berufsberatung, ebenfalls 47 weniger als Ende Juni 2002.
Die Schulabgänger suchten wie im vorangegangenen Jahr zu einem großen Anteil Ausbildungsstellen für Metallberufe. 716 Bewerber interessierten sich für diese Berufsgruppe, 26 mehr als im Vorjahr. Fast so hoch wie vor Jahresfrist war auch die Nachfrage nach einer Ausbildung als Elektriker, über 200, vorwiegend Jungen, wurden hier registriert.
Berufe des Bauhaupt- und Baunebengewerbes stehen seit Jahren hoch im Kurs. Mit der Entwicklung des Baugewerbes in den letzten Jahren ist aber von Jahr zu Jahr eine geringere Zahl an Lehrstellensuchenden hier zu verzeichnen. Ende Juni standen 513 Bewerber für Bauberufe in der Berufsberatung an, vor einem Jahr waren das noch 140 mehr. Leicht abfallend gegenüber 2002 ist auch das Interesse an Ausbildungen als Waren- und Dienstleistungskaufleute sowie an Organisations-, Verwaltungs- und Büroberufen. Insgesamt hatten sich 1.380 Mädchen und Jungen für eine dieser Ausbildungen entschieden.
Bewerber nach Schulausbildung
Über die Hälfte der Bewerber um eine betriebliche Ausbildung haben wie auch in den Vorjahren den Abschluss einer mittleren Reife. Einen Hauptschulabschluss weisen 1.070 Schulabgänger nach, ein Viertel der registrierten Ausbildungsplatzsuchenden. Gegenüber dem Vorjahr haben sich die Bewerber mit Fachhochschul- oder Hochschulreife sowie die Bewerber, die keinen Schulabschluss erlangt haben, zahlenmäßig nicht verändert.
Weniger Ausbildungsstellen
Die angespannte Situation auf dem Arbeitsmarkt hat auch den Ausbildungsmarkt in diesem Jahr stark beeinflusst. Seit Oktober 2002 wurden den Berufsberatern 1.468 Ausbildungsstellen aus Unternehmen der Region gemeldet. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren das 15 Prozent, rund 250 Stellen, weniger.
276 Ausbildungsstellen für Metallberufe wurden bereit gestellt, 23 weniger als vor einem Jahr. Für den Beruf des Elektrikers gab es 85 Angebote gegenüber 95 im Vorjahreszeitraum. Das Baugewerbe meldete 180 Lehrstellen, fast 100 weniger als im Vorjahr. Die Ausbildungsangebote für Waren- und Dienstleistungskaufleute sind mit 254 unverändert hoch. Für Organisations-, Verwaltungs- und Büroberufe wurden 184 Ausbildungsmöglichkeiten registriert, bis Juni 2002 waren das noch 289. Aus Unternehmen der Landwirtschaft konnten 83 Lehrstellen gewonnen werden, fast 10 mehr als vor einem Jahr.
Von den Ausbildungsangeboten wurden 791 aus Unternehmen der Industrie- und Handelskammer gemeldet, das sind 157 weniger als vor Jahresfrist. Um 111 verringerten sich die Stellen aus Handwerksunternehmen. Die Landwirtschaftsbetriebe gaben für 100 Mädchen und Jungen Ausbildungsangebote ab, gegenüber 81 im Vorjahr.
2.163 Schulabgänger noch unversorgt
Ende Juni suchten noch 2.163 Jugendliche einen Ausbildungsplatz, vor einem Jahr waren 364 Interessenten mehr versorgt. Von diesen noch nicht vermittelten Bewerbern sind 930 Realschüler, 593 haben einen Hauptschulabschluss und fast 370 haben keinen Schulabschluss oder einen Abschluss der Sonderschule.
Die Ausbildungsplatzsuchenden haben in 351 Fällen den Wunsch für eine Ausbildung als Warendienstleistungskaufmann/-frau, für 69 Stellen ist hier noch keine Vermittlung gemeldet. Für eine Ausbildung für Organisations-, Verwaltungs- und Büroberufe interessieren sich noch 305 Bewerber, 72 Angebote sind hier noch frei. Ebenfalls besteht mit 324 eine hohe Zahl an Lehrstellensuchenden für Metallberufe, die sich noch für 91 Lehrstellen bewerben können. Für die noch 36 nicht besetzten Ausbildungsplätze in der Landwirtschaft interessieren sich noch 95 Schulabgänger. Stellen für Ernährungsberufe suchen noch 148 Mädchen und Jungen, in der Region waren Ende Juni noch 60 unbesetzt. Von den Bewerbern für die Berufe des Baugewerbes ist noch nicht die Hälfte versorgt, den 327 hier noch nicht vermittelten jungen Leuten stehen zurzeit noch 80 offene Stellen gegenüber.
Insgesamt waren Ende Juni 559 Stellen noch nicht besetzt, vor einem Jahr waren noch 617 frei. Die Situation stellt sich damit gegenüber dem Vorjahr angespannter dar. Vor einem Jahr stand Ende Juni noch drei Bewerbern ein Ausbildungsplatz offen, in diesem Jahr sind es vier Bewerber auf einen noch nicht besetzten Ausbildungsplatz.
