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Wald im Wandel

Sonntag, 29. Mai 2011, 08:25 Uhr
Der Quitschenberg, über den der Goetheweg und damit auch der Harzer Hexen-Stieg auf den Brocken verläuft, war schon immer etwas Besonderes. Bereits Goethe wanderte hier...

Wald im Wandel (Foto: Knolle) Wald im Wandel (Foto: Knolle)

Seinerzeit war der Berg wahrscheinlich noch mit viel mehr „Quitschen“, d. h. Ebereschen, bestanden als heute. Im Februar 1992 fegte ein Sturm über den Harz, der den Fichtenforst hier auf kleiner Fläche umwarf. Da zu diesem Zeitpunkt die Ausweisung des Nationalparks Harz schon geplant war, entschloss man sich, an dieser Stelle den Wald nicht mehr „aufzuräumen“. Dies begünstigte die Vermehrung des Borkenkäfers, der bei massenhaftem Auftreten auch augenscheinlich gesunde, stehende Fichten befallen kann.

Schon nach wenigen Jahren war das stehende Fichtenaltholz durch Borkenkäferfraß abgestorben. Warum tat man hier nichts und wie sieht der Wald hier heute aus? Muss man sich Sorgen machen oder ist es ein
Hoffnungswald?

Wald im Wandel (Foto: Knolle) Wald im Wandel (Foto: Knolle)

Wegen dieser Fragen, die uns immer noch zahlreich gestellt werden, hatte sich der Nationalpark Harz auf Anregung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt in Verbindung mit dem Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus entschlossen, hier einen neuen Informationspunkt einzurichten. Denn über 100.000 Menschen kommen an diesem Wegabschnitt jährlich vorbei und sehen die abgestorbenen Bäume auf dem Quitschenberg, aber auch das neue Leben, das allenthalben sprießt.

Mit Unterstützung unseres Förderers, der Kristall-Saunatherme Heißer Brocken in Altenau, hat unsere Nationalpark-Werkstatt Oderhaus hier einen Informationspunkt gebaut, der sich wirklich sehen lassen kann. Er wurde jüngst von Nationalparkleiter Andreas Pusch, Heike Albrecht, der Leiterin des Nationalpark-Besucherzentrums TorfHaus, Ulrich Schulze, dem Leiter der Nationalparkwerkstatt Oderhaus, und Julia Schiller von der Kristall-Saunatherme Heißer Brocken in Altenau der Öffentlichkeit übergeben.

Wir danken der Kristall-Saunatherme Heißer Brocken in Altenau für die freundliche Förderung dieses publikumswirksamen Informationspunktes.
Dr. Friedhart Knolle
Autor: nnz

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