Umzugsstreß im Norden
Montag, 07. Juli 2003, 18:44 Uhr
Nordhausen (nnz). In Nordhausen Nord werden derzeit die Koffer gepackt, Umzug ist angesagt. Vielleicht mit etwas Wehmut, doch aber mit vielen Ideen sind jetzt schon Lehrer, Mitarbeiter und Schüler der Regelschule auf Achse. Dazu eine Betrachtung von Beate Kirchner in Ihrer nnz.
Nun ist es soweit. Nach 23 Jahren zieht die Regelschule Nord in das Gebäude der Grundschule Käthe Kollwitz um. Die Umzugskisten sind gefüllt. Im Gepäck sind viele gute Ideen für das neue Schuljahr und darüber hinaus. Die hervorragende Arbeit der Grundschule auf dem Gebiet der Gesundheitsförderung wird von der Regelschule weitergeführt. Ganz neu für die 5.Klassen wird es ein Präventionsprogramm zum Drogenkonsum und zur Vermittlung besserer Lebensqualitäten geben, welches von der UNI in Jena begleitet wird.
Der Schulalltag wird neu organisiert und die in der Grundschule vor Jahren begonnene Rhythmisierung übernommen, d.h. der Unterricht beginnt zwar 8.00 Uhr, ab 7.45 Uhr sind die Lehrer aber schon in den Klassenräumen, um ankommende Schüler zu empfangen, mit ihnen ins Gespräch zu kommen und manches kleine Problem schon vor Unterrichtsbeginn zu klären. Es werden künftig 2 Bewegungspausen angeboten und es wird mehrere Möglichkeiten geben Mittag zu essen.
Der Unterricht wird vormittags geblockt. 2 Unterrichtsstunden können die Lehrer bedarfsgerecht zu einer Einheit zusammenfassen und die Pause pädagogisch sinnvoll einfügen. So kann der Schulalltag stressärmer gestaltet werden. Im Hinblick auf weiterführende Bildungseinrichtungen und die Berufsausbildung ist ein solches Unterrichtsmodell ein gutes Training.
Natürlich kommen auch die Hauptschüler nicht zu kurz. Sie werden die Möglichkeit erhalten, je einen Tag in der Woche außerhalb der Schule zu lernen und Einblicke in mögliche Ausbildungsberufe zu bekommen. Das AFZ Nordhausen wird uns hierbei unterstützen und diese Maßnahme gemeinsam mit dem Arbeitsamt und den Lehrern für Wirtschaft und Technik durchführen. Unabhängig davon finden Betriebspraktika, Berufsberatung und Schullaufbahnberatungen in gewohnter Art und Weise statt.
Regelschüler des Förderzentrums am Geiersberg absolvieren auch weiterhin die 8. und 9. Klasse in unserer Schule. Nach erfolgreicher Förderung werden diese Schüler in den Schulalltag integriert und dies bekommt ihnen außerordentlich gut. Die teilweise sehr guten Abschlüsse der vergangenen Wochen zeigen, dass dieses Konzept erfolgreich ist.
Wie bisher wird auch die bewährte Kooperation mit dem Krankenhaus fortgeführt. In jedem Schuljahr besuchen Schüler aller Jahrgangsstufen unsere Schule, die Probleme wie Schulangst, Schulverweigerung o.ä. haben, um nach erfolgter Therapie wieder mit dem Schulalltag zurechtzukommen. So verstehen sich Grund- und Regelschule dem sozialpädagogischen Betreuungsprofil verpflichtet.
Attraktiv wird das neue Schulzentrum sicher durch 2 nagelneue Fachkabinette, um wie bisher mit gewohnt hoher Qualität Fachunterricht absichern zu können. Die Schulverwaltung der Stadt Nordhausen hat zugesichert, dass zu Beginn des neuen Schuljahres diese Fachkabinette einsatzbereit sind. Wir bedanken uns jetzt schon für die Unterstützung und das Interesse an dieser neuen Schulform bei Ihnen.
Kernstück neben der rhythmisierten Arbeit am Vormittag und neu im Gepäck wird der Bereich der Nachmittagsbetreuung sein. Die Kollegen der Regelschule werden Hausaufgabenbetreuung anbieten und absichern. Förderunterricht in den Hauptfächern Deutsch, Mathematik und Englisch ist möglich, wenn auch die Plätze hierfür begrenzt sind
Bewährte und beliebte Nachmittagsbeschäftigungen wie die Mitarbeit im Chor, der Instrumentalgruppe, der Laienspielgruppe und zahlreichen Sportgruppen sind natürlich auch weiterhin im Programm. Wem das sportliche Angebot nicht reicht, der kann in den 2 Bewegungspausen auf dem Schulhof sportlich aktiv sein. Unterstützt wird die Arbeit im Nachmittagsbereich durch das Familienzentrum und den Horizont. e.V.
Hier wird es nach Unterrichtsschluss, also zwischen 13.45 Uhr und 15.15 Uhr, bei Bedarf vielleicht auch länger, viele interessante Angebote geben, die im Einzelnen den Schülern in den 1. Unterrichtstagen des neuen Schuljahres vorgestellt werden. Somit verfolgen wir konsequent den Gedanken der ganztägigen Betreuung der uns anvertrauten Schüler.
Im Sinne der folgenden Worte Wir wollen aufstehen, aufeinander zugehen, voneinander lernen miteinander umzugehen…sollen sich Grund- und Regelschüler schnell kennen lernen und gut miteinander auskommen. Dazu ist angedacht, das Ältere Betreuer und Kontaktpersonen für Jüngere werden, gemeinsam Arbeitsgemeinschaften besuchen und Ältere Beschäftigungsangebote für Jüngere machen.
Nach dem Umzug wird die Käthe Kollwitzschule bis auf den letzten Raum gefüllt sein. Einige Räume werden gemeinsam von Grund- und Regelschule benutzt, so auch das Lehrerzimmer. Was für die Schüler gilt, soll auch für die Lehrer beider Schulen möglich sein. Gerade beim Übergang von der Grundschule in weiterführende Bildungseinrichtungen ergeben sich häufig Diskrepanzen darüber, was ein Schüler am Ende der 4. Klasse gelernt haben sollte und was er zu Beginn der 5. Klasse kann. Es gibt nun an dieser Schule die einmalige Chance, im Vorfeld die Anforderungen und Erwartungen zu besprechen. Die Grundschüler der Käthe Kollwitz Schule bleiben in ihrer gewohnten Umgebung, sicher ein Vorteil. Schwierige Schüler aus der Grundschule können länger pädagogisch begleitet werden. Die Kollegen der Regelschule bekommen wertvolle Tipps für den Umgang mit diesen Kindern schnell und unkompliziert.
Damit sich jedes Kind in der neuen Schule wohl fühlen kann, wird es Klassenräume geben, in denen der größte Teil des Unterrichts stattfindet und die individuell gestaltet und verwaltet werden. Die Worte von Clemens Bittlinger enden aufstehen, aufeinander zugehen und uns nicht entfernen, wenn wir etwas nicht verstehen. Sie mögen uns auch zukünftig bei unserer gemeinsamen Arbeit begleiten. In diesem Sinne allen Schülern sowie Eltern und Lehrern der Regelschule Nord und der Grundschule Käthe Kollwitz erholsame und erlebnisreiche Ferien.
Beate Kirchner
Autor: nnzNun ist es soweit. Nach 23 Jahren zieht die Regelschule Nord in das Gebäude der Grundschule Käthe Kollwitz um. Die Umzugskisten sind gefüllt. Im Gepäck sind viele gute Ideen für das neue Schuljahr und darüber hinaus. Die hervorragende Arbeit der Grundschule auf dem Gebiet der Gesundheitsförderung wird von der Regelschule weitergeführt. Ganz neu für die 5.Klassen wird es ein Präventionsprogramm zum Drogenkonsum und zur Vermittlung besserer Lebensqualitäten geben, welches von der UNI in Jena begleitet wird.
Der Schulalltag wird neu organisiert und die in der Grundschule vor Jahren begonnene Rhythmisierung übernommen, d.h. der Unterricht beginnt zwar 8.00 Uhr, ab 7.45 Uhr sind die Lehrer aber schon in den Klassenräumen, um ankommende Schüler zu empfangen, mit ihnen ins Gespräch zu kommen und manches kleine Problem schon vor Unterrichtsbeginn zu klären. Es werden künftig 2 Bewegungspausen angeboten und es wird mehrere Möglichkeiten geben Mittag zu essen.
Der Unterricht wird vormittags geblockt. 2 Unterrichtsstunden können die Lehrer bedarfsgerecht zu einer Einheit zusammenfassen und die Pause pädagogisch sinnvoll einfügen. So kann der Schulalltag stressärmer gestaltet werden. Im Hinblick auf weiterführende Bildungseinrichtungen und die Berufsausbildung ist ein solches Unterrichtsmodell ein gutes Training.
Natürlich kommen auch die Hauptschüler nicht zu kurz. Sie werden die Möglichkeit erhalten, je einen Tag in der Woche außerhalb der Schule zu lernen und Einblicke in mögliche Ausbildungsberufe zu bekommen. Das AFZ Nordhausen wird uns hierbei unterstützen und diese Maßnahme gemeinsam mit dem Arbeitsamt und den Lehrern für Wirtschaft und Technik durchführen. Unabhängig davon finden Betriebspraktika, Berufsberatung und Schullaufbahnberatungen in gewohnter Art und Weise statt.
Regelschüler des Förderzentrums am Geiersberg absolvieren auch weiterhin die 8. und 9. Klasse in unserer Schule. Nach erfolgreicher Förderung werden diese Schüler in den Schulalltag integriert und dies bekommt ihnen außerordentlich gut. Die teilweise sehr guten Abschlüsse der vergangenen Wochen zeigen, dass dieses Konzept erfolgreich ist.
Wie bisher wird auch die bewährte Kooperation mit dem Krankenhaus fortgeführt. In jedem Schuljahr besuchen Schüler aller Jahrgangsstufen unsere Schule, die Probleme wie Schulangst, Schulverweigerung o.ä. haben, um nach erfolgter Therapie wieder mit dem Schulalltag zurechtzukommen. So verstehen sich Grund- und Regelschule dem sozialpädagogischen Betreuungsprofil verpflichtet.
Attraktiv wird das neue Schulzentrum sicher durch 2 nagelneue Fachkabinette, um wie bisher mit gewohnt hoher Qualität Fachunterricht absichern zu können. Die Schulverwaltung der Stadt Nordhausen hat zugesichert, dass zu Beginn des neuen Schuljahres diese Fachkabinette einsatzbereit sind. Wir bedanken uns jetzt schon für die Unterstützung und das Interesse an dieser neuen Schulform bei Ihnen.
Kernstück neben der rhythmisierten Arbeit am Vormittag und neu im Gepäck wird der Bereich der Nachmittagsbetreuung sein. Die Kollegen der Regelschule werden Hausaufgabenbetreuung anbieten und absichern. Förderunterricht in den Hauptfächern Deutsch, Mathematik und Englisch ist möglich, wenn auch die Plätze hierfür begrenzt sind
Bewährte und beliebte Nachmittagsbeschäftigungen wie die Mitarbeit im Chor, der Instrumentalgruppe, der Laienspielgruppe und zahlreichen Sportgruppen sind natürlich auch weiterhin im Programm. Wem das sportliche Angebot nicht reicht, der kann in den 2 Bewegungspausen auf dem Schulhof sportlich aktiv sein. Unterstützt wird die Arbeit im Nachmittagsbereich durch das Familienzentrum und den Horizont. e.V.
Hier wird es nach Unterrichtsschluss, also zwischen 13.45 Uhr und 15.15 Uhr, bei Bedarf vielleicht auch länger, viele interessante Angebote geben, die im Einzelnen den Schülern in den 1. Unterrichtstagen des neuen Schuljahres vorgestellt werden. Somit verfolgen wir konsequent den Gedanken der ganztägigen Betreuung der uns anvertrauten Schüler.
Im Sinne der folgenden Worte Wir wollen aufstehen, aufeinander zugehen, voneinander lernen miteinander umzugehen…sollen sich Grund- und Regelschüler schnell kennen lernen und gut miteinander auskommen. Dazu ist angedacht, das Ältere Betreuer und Kontaktpersonen für Jüngere werden, gemeinsam Arbeitsgemeinschaften besuchen und Ältere Beschäftigungsangebote für Jüngere machen.
Nach dem Umzug wird die Käthe Kollwitzschule bis auf den letzten Raum gefüllt sein. Einige Räume werden gemeinsam von Grund- und Regelschule benutzt, so auch das Lehrerzimmer. Was für die Schüler gilt, soll auch für die Lehrer beider Schulen möglich sein. Gerade beim Übergang von der Grundschule in weiterführende Bildungseinrichtungen ergeben sich häufig Diskrepanzen darüber, was ein Schüler am Ende der 4. Klasse gelernt haben sollte und was er zu Beginn der 5. Klasse kann. Es gibt nun an dieser Schule die einmalige Chance, im Vorfeld die Anforderungen und Erwartungen zu besprechen. Die Grundschüler der Käthe Kollwitz Schule bleiben in ihrer gewohnten Umgebung, sicher ein Vorteil. Schwierige Schüler aus der Grundschule können länger pädagogisch begleitet werden. Die Kollegen der Regelschule bekommen wertvolle Tipps für den Umgang mit diesen Kindern schnell und unkompliziert.
Damit sich jedes Kind in der neuen Schule wohl fühlen kann, wird es Klassenräume geben, in denen der größte Teil des Unterrichts stattfindet und die individuell gestaltet und verwaltet werden. Die Worte von Clemens Bittlinger enden aufstehen, aufeinander zugehen und uns nicht entfernen, wenn wir etwas nicht verstehen. Sie mögen uns auch zukünftig bei unserer gemeinsamen Arbeit begleiten. In diesem Sinne allen Schülern sowie Eltern und Lehrern der Regelschule Nord und der Grundschule Käthe Kollwitz erholsame und erlebnisreiche Ferien.
Beate Kirchner
