Verantwortlich sind andere
Montag, 07. Juli 2003, 10:29 Uhr
Nordhausen (nnz). Ab dem kommenden Schuljahr wird es in Thüringen 44 Schulen weniger geben. Hintergrund sind zurückgehende Schülerzahlen. Die SPD-Landtagsfraktion und der Thüringer Elternverband machen die Landesregierung verantwortlich. Die sieht sich jedoch nicht in der Verantwortung.
Der anhaltende Schülerrückgang – von leichter Zunahme bei den Grundschülern abgesehen – hat im nächsten Schuljahr die Schließung von 25 Regelschulen, 17 Grundschulen, einem Gymnasium und einer Förderschule zur Folge. Für das Schulnetz, also auch für politische Diskussionen über Schulschließungen, sind in Thüringen die Schulträger zuständig - bei staatlichen Schulen also Landkreise und kreisfreie Städte. Danach ist die Zustimmung des Kultusministeriums auf Basis einer Schulnetzvereinbarung mit den kommunalen Spitzenverbänden erforderlich.
Das Thüringer Kultusministerium prüft die Anträge neuer Schulnetzplanung auf Übereinstimmung mit den Schulgesetzen und vor allem auch nach pädagogischen Aspekten. Ein ausreichendes Angebot ist an gewisse Mindestgrößen von Schulen gebunden. Als Antwort auf den Schülerrückgang bestätigt das Kultusministeriums seit dem letzten Jahr auch kleinere Grundschulen oder kleinere Regelschulen, wenn dort in absehbarer Zeit wieder ein Schüleranstieg prognostiziert wird.
Im laufenden Schuljahr liegt die Klassengröße an Thüringer Grundschulen bei 18,2 Schüler, das ist der zweitbeste Wert in Deutschland. In den Thüringer Regelschulen sind lediglich 20 Schüler durchschnittlich in einer Klasse, das ist bundesweit der beste Wert. Im Bundesdurchschnitt sind es 22,4 Schüler.
Wenn Opposition und Thüringer Elternverband e.V. nicht einsehen wollen, dass ein dramatischer Geburtenrückgang Auswirkungen auf die Zahl der Schulen haben muss, ändert das nichts an den Fakten. Fast 18 000 Schüler weniger im kommenden Schuljahr, das sind die Fakten, auf die die kommunalen Schulträger reagieren müssen. Trotz Schulschließungen hat Thüringen bundesweit mit die beste Schüler-Lehrer-Quote und konnte ein möglichst wohnortnahes Bildungsangebot erhalten. Das bleibt auch künftig unser Ziel, erklärte Kultusminister Michael Krapp.
Autor: nnzDer anhaltende Schülerrückgang – von leichter Zunahme bei den Grundschülern abgesehen – hat im nächsten Schuljahr die Schließung von 25 Regelschulen, 17 Grundschulen, einem Gymnasium und einer Förderschule zur Folge. Für das Schulnetz, also auch für politische Diskussionen über Schulschließungen, sind in Thüringen die Schulträger zuständig - bei staatlichen Schulen also Landkreise und kreisfreie Städte. Danach ist die Zustimmung des Kultusministeriums auf Basis einer Schulnetzvereinbarung mit den kommunalen Spitzenverbänden erforderlich.
Das Thüringer Kultusministerium prüft die Anträge neuer Schulnetzplanung auf Übereinstimmung mit den Schulgesetzen und vor allem auch nach pädagogischen Aspekten. Ein ausreichendes Angebot ist an gewisse Mindestgrößen von Schulen gebunden. Als Antwort auf den Schülerrückgang bestätigt das Kultusministeriums seit dem letzten Jahr auch kleinere Grundschulen oder kleinere Regelschulen, wenn dort in absehbarer Zeit wieder ein Schüleranstieg prognostiziert wird.
Im laufenden Schuljahr liegt die Klassengröße an Thüringer Grundschulen bei 18,2 Schüler, das ist der zweitbeste Wert in Deutschland. In den Thüringer Regelschulen sind lediglich 20 Schüler durchschnittlich in einer Klasse, das ist bundesweit der beste Wert. Im Bundesdurchschnitt sind es 22,4 Schüler.
Wenn Opposition und Thüringer Elternverband e.V. nicht einsehen wollen, dass ein dramatischer Geburtenrückgang Auswirkungen auf die Zahl der Schulen haben muss, ändert das nichts an den Fakten. Fast 18 000 Schüler weniger im kommenden Schuljahr, das sind die Fakten, auf die die kommunalen Schulträger reagieren müssen. Trotz Schulschließungen hat Thüringen bundesweit mit die beste Schüler-Lehrer-Quote und konnte ein möglichst wohnortnahes Bildungsangebot erhalten. Das bleibt auch künftig unser Ziel, erklärte Kultusminister Michael Krapp.
