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Montag, 07. Juli 2003, 10:28 Uhr
Nordhausen (nnz). Seit der Neueröffnung des Kunsthauses Meyenburg im September 2002 gehören die Vernissagen zu den gesellschaftlichen Ereignisen für alle kunst- und kulturellinteressierten Bürger in Nordhausen. Als besonderer Höhepunkt des diesjährigen Nordhäuser Kultursommers, ist deshalb die Ausstellungseröffnung und Preisvergabe des 3. Nordhäuser Grafikpreises zu sehen.


Glock-Grabe, Gassmann/Foto: I. Bergmann Klaus Wahlbuhl (SPD), Bürgermeister der Stadt Nordhausen, eröffnete die Ausstellung und die Preisvergabe mit einem Zitat von Franz Marc: „Künstler sind nicht von den Ausstellungen abhängig, sondern die Ausstellungen ganz und gar von den Künstlern.“ Davon konnten sich Gäste und Künstler an diesem Abend im Nordhäuser Kunsthaus überzeugen.

Im Beisein der Nordhäuser Ehrenbürgerin Ilsetraut Glock wurde der Nordhäuser Grafikpreis der Ilsetraut-Glock-Grabe-Stiftung an die in Sondershausen geborene Erfurter Konzeptkünstlerin Katrin Gaßmann vergeben. Der Förderpreis der Kreissparkasse wurde von Sparkassendirektor Wolfgang Asche an den Geraer Grafiker Erik Buchholz überreicht. Den erstmals vergebenen Sonderpreis für Grafik der Stadt Nordhausen erhielt Prof. Fritz Dommel aus Betheln bei Hannover.

Neben den Werken der drei Preisträger sind in der Ausstellung auch Werke von sieben weiteren Künstlern zu sehen, die von der Jury aus 114 Künstlern aus Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Hessen als die 10 Besten ausgewählt worden.

Durch die verschiedenen grafischen Techniken - vom farbigen Holzschnitt über Radierungen und Aquatinta bis hin zu Zeichnungen mit Kohle, Bleistift oder Mischtechniken - sowie die unterschiedlichen künstlerischen Handschriften biete diese Ausstellung dem Besucher einen Einblick in die Möglichkeiten des zeitgenössischen grafischen Kunstschaffens, führte die Nordhäuser Kunsthistorikerin Susanne Hinsching in die Ausstellung ein.

Besonders die Gäste und Künstler aus Nah und Fern - wie Berlin, Hannover, Erfurt und Gera -, die das Kunsthaus zum ersten Mal besuchten, sollen begeistert von den neugestalteten Räumlichkeiten und den Möglichkeiten gewesen sein, die sich durch das Kunsthaus der Stadt Nordhausen und seinen Bewohnern regelmäßig biete.

Die ansprechende Präsentation der Kunstwerke animiere nicht nur zum intensiveren Betrachten der Arbeiten. Die vielen roten Punkte unter den ausgestellten Werken bewiesen, dass das Kaufinteresse bereits am Eröffnungsabend sehr groß war. Immerhin biete sich die Gelegenheit nicht alle Tage, so verschiedene Werke namhafter Künstler in Nordhausen zu erwerben. Die Ausstellung ist noch bis zum 29. August, Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr im Kunsthaus Meyenburg, Alexander-Puschkin-Straße 31, zu sehen.

Weitere Informtionen zum „nordhäuser kultursommer '03“ erhalten Sie in der Stadtinformation Nordhausen am Rathaus, Telefon (03631) 696-797 oder im Internet www.nordhausen.de.
Autor: nnz

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