nnz-Rückspiegel: 5. Juli 2003
Samstag, 05. Juli 2003, 07:06 Uhr
Nordhausen (nnz). Wenn Sie wissen wollen was vor einem Jahr im Landkreis Nordhausen los war, dann ist das kein Problem. Die nnz hat für Sie in ihrem Archiv gestöbert. Heute:
Anhörung, Grünwald und Prozeßpleite
Anhörung statt Gründung?
Erfreulich viele Teilnehmer hatten bei Beginn der gestrigen Agenda 21-Veranstaltung im großen Plenarsaal des Landratsamtes Platz genommen. Vorgesehen war die Gründung eines weiteren Programms dieses Agenda-Prozesses unter dem Arbeitstitel Soziales. Die Eröffnung durch Landrat Joachim Claus ließ viel erwarten. In seiner Begrüßungsansprache umriss er den Grundgedanken der Agenda 21, der anschließend durch die Umwelt-Amtsleiterin im Landratsamt, Gisela Hartmann, in seinen Inhalten und Zielen weiter ausgeführt wurde. Dabei erläuterte sie den derzeit im Landkreis erreichten Stand, die eingeleiteten und in der Fortführung begriffenen Programme, zu denen nun der Bereich Soziales kommen sollte. Das Teilnehmerfeld war dem Anliegen der Organisatoren angemessen, wie sich bei der persönlichen Vorstellung ergab: Vertreter aus dem kommunalen Sozialbereich, von karitativen und Wohlfahrtsverbänden, aus Jugendorganisationen, Kirchengemeinden und Studenten der Fachhochschule (Sozialmanagement)...ausführlich im nnz-Archiv
Das Rad eines Krankenbettes
Im Nordhäuser Südharz-Krankenhaus arbeitet das Tumorzentrum Südharz e.V. Dort werden Krebspatienten betreut, auch Loni Grünwald. Was die PDS-Kommunalpolitikerin mit dem Rad eines Krankenbettes zu tun hat, das hat die nnz erfahren.
Loni Grünwald ist – statistisch gesehen – eine von neun Frauen in Deutschland, die an Brustkrebs erkrankt sind. Das Schlimmste hat die 2. Beigeordnete der Kreisverwaltung überstanden. Noch immer aber bedarf die Krankheit in ihrem Körper einer Nachbehandlung. Loni Grünwald ist Betroffene. Das klingt hart, hat ihren Blick auf die Krankheit aber geschärft und geweitet. Sie geht offen damit um, der beste Weg um als Sieger aus diesem biologischen Kampf herauszukommen. Als sie vor Wochen mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde, wollte Grünwald keine Blumen und Geschenke, sie wollte Geld. Das sammelte sie von den zahlreichen Gratulanten ein. Eine unrunde Summe kam zusammen, Loni Grünwald rundete auf und übergab heute dem Tumorzentrum Südharz e.V. einen symbolischen Scheck in Höhe von 500 Euro. Ich wollte, dass das Geld hier im Territorium bleibt. Es soll vielleicht auch ein kleiner Ausdruck für all die Fürsorge, Zuwendung und Liebe sein, die ich während meiner Behandlung im Krankenhaus erhalten habe. Dafür bin ich den Mitarbeitern der Einrichtung unendlich dankbar, so Grünwald gegenüber nnz.
Prozeß: Pleiten, Pech & Pannen
Mehr als acht Jahre brauchte die Thüringer Justiz für einen normalen Prozeß wegen Hehlerei. Heute wurde er eingestellt. Damit geht ein juristischer Rekordversuch mit Pleiten, Pech und Pannen zu Ende. Ohne die Aussage des wichtigsten Belastungszeugen könne kein Urteil in dem Berufungsverfahren gefällt werden. Der Zeuge sei zu allen drei Prozessterminen seit Dezember 2001 nicht erschienen. Die Mühlhäuser Staatsanwaltschaft hatte den heute 39-jährigen gebürtigen Bleicheröder erst fünf Jahre nach der Tat wegen Hehlerei in drei Fällen angeklagt. Insgesamt sechs Staatsanwälte befaßten sich mit dem Fall. Der Angeklagte soll drei Computeranlagen, die 1994 aus einer Firma in Bleicherode entwendet wurden, preisgünstig weiterverkauft haben, steht in der Anklageschrift geschrieben. Dafür wurde der gelernte Schlosser vom Nordhäuser Amtsgericht im Juni 1999 zu einer Bewährungsstrafe von fünf Monaten verurteilt...ausführlich im nnz-Archiv
Autor: nnzAnhörung, Grünwald und Prozeßpleite
Anhörung statt Gründung?
Erfreulich viele Teilnehmer hatten bei Beginn der gestrigen Agenda 21-Veranstaltung im großen Plenarsaal des Landratsamtes Platz genommen. Vorgesehen war die Gründung eines weiteren Programms dieses Agenda-Prozesses unter dem Arbeitstitel Soziales. Die Eröffnung durch Landrat Joachim Claus ließ viel erwarten. In seiner Begrüßungsansprache umriss er den Grundgedanken der Agenda 21, der anschließend durch die Umwelt-Amtsleiterin im Landratsamt, Gisela Hartmann, in seinen Inhalten und Zielen weiter ausgeführt wurde. Dabei erläuterte sie den derzeit im Landkreis erreichten Stand, die eingeleiteten und in der Fortführung begriffenen Programme, zu denen nun der Bereich Soziales kommen sollte. Das Teilnehmerfeld war dem Anliegen der Organisatoren angemessen, wie sich bei der persönlichen Vorstellung ergab: Vertreter aus dem kommunalen Sozialbereich, von karitativen und Wohlfahrtsverbänden, aus Jugendorganisationen, Kirchengemeinden und Studenten der Fachhochschule (Sozialmanagement)...ausführlich im nnz-Archiv
Das Rad eines Krankenbettes
Im Nordhäuser Südharz-Krankenhaus arbeitet das Tumorzentrum Südharz e.V. Dort werden Krebspatienten betreut, auch Loni Grünwald. Was die PDS-Kommunalpolitikerin mit dem Rad eines Krankenbettes zu tun hat, das hat die nnz erfahren.
Loni Grünwald ist – statistisch gesehen – eine von neun Frauen in Deutschland, die an Brustkrebs erkrankt sind. Das Schlimmste hat die 2. Beigeordnete der Kreisverwaltung überstanden. Noch immer aber bedarf die Krankheit in ihrem Körper einer Nachbehandlung. Loni Grünwald ist Betroffene. Das klingt hart, hat ihren Blick auf die Krankheit aber geschärft und geweitet. Sie geht offen damit um, der beste Weg um als Sieger aus diesem biologischen Kampf herauszukommen. Als sie vor Wochen mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde, wollte Grünwald keine Blumen und Geschenke, sie wollte Geld. Das sammelte sie von den zahlreichen Gratulanten ein. Eine unrunde Summe kam zusammen, Loni Grünwald rundete auf und übergab heute dem Tumorzentrum Südharz e.V. einen symbolischen Scheck in Höhe von 500 Euro. Ich wollte, dass das Geld hier im Territorium bleibt. Es soll vielleicht auch ein kleiner Ausdruck für all die Fürsorge, Zuwendung und Liebe sein, die ich während meiner Behandlung im Krankenhaus erhalten habe. Dafür bin ich den Mitarbeitern der Einrichtung unendlich dankbar, so Grünwald gegenüber nnz.Prozeß: Pleiten, Pech & Pannen
Mehr als acht Jahre brauchte die Thüringer Justiz für einen normalen Prozeß wegen Hehlerei. Heute wurde er eingestellt. Damit geht ein juristischer Rekordversuch mit Pleiten, Pech und Pannen zu Ende. Ohne die Aussage des wichtigsten Belastungszeugen könne kein Urteil in dem Berufungsverfahren gefällt werden. Der Zeuge sei zu allen drei Prozessterminen seit Dezember 2001 nicht erschienen. Die Mühlhäuser Staatsanwaltschaft hatte den heute 39-jährigen gebürtigen Bleicheröder erst fünf Jahre nach der Tat wegen Hehlerei in drei Fällen angeklagt. Insgesamt sechs Staatsanwälte befaßten sich mit dem Fall. Der Angeklagte soll drei Computeranlagen, die 1994 aus einer Firma in Bleicherode entwendet wurden, preisgünstig weiterverkauft haben, steht in der Anklageschrift geschrieben. Dafür wurde der gelernte Schlosser vom Nordhäuser Amtsgericht im Juni 1999 zu einer Bewährungsstrafe von fünf Monaten verurteilt...ausführlich im nnz-Archiv
