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Zoff um Schließung

Donnerstag, 03. Juli 2003, 09:06 Uhr
Nordhausen (nnz). In vielen Verwaltungen des Landkreises Nordhausen werden Personalkosten gespart. Das geht mitunter zu Lasten der Dienstleistungen. In einem Fall sprechen Unternehmen gar von Geschäftsschädigung...


Stellen Sie sich vor, Sie kaufen sich ein neues oder gebrauchtes Auto an einem Dienstagnachmittag im Landkreis Nordhausen. Der Kauf ist perfekt, der Händler bietet als Service an, das Fahrzeug für den Kunden zuzulassen. Wer nun als Kunde denkt, dass er mit dem „Neuen“ am Mittwoch schon losdüsen kann, der hat sich getäuscht. Eine Zulassung ist am Mittwoch nicht mehr möglich. Seit dem 1. Juli hat die Zulassungsstelle bei Bielen ihre Pforten geschlossen.

Für die Kfz-Innung und für die gesamte Kreishandwerkerschaft Nordthüringens ist dieser „Service“ nicht hinnehmbar. Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Senft sprach gegenüber nnz sogar von einem geschäftsschädigenden Verhalten der Behörden. Dr. Senft fordert für die Automobilverkäufer an diesem Mittwoch Sonderzeiten für die An- oder Abmeldung der Händler. Der Kunde würde die jetzige Regelung und ihre Auswirkungen sowieso nur schwer verstehen.

Für Montag wurde beim Landrat ein Gespräch anberaumt, hier erhofft sich Dr. Senft eine schnelle und unbürokratische Klärung des jetzigen Problems. Einen Trost gibt es für die Nordhäuser Händler: Auch im Landkreis Eichsfeld wurde derart wirtschaftsfeindlich gespart. Dort will man bereits von Seiten der Handwerker am Freitag ein Klärung herbeiführen.
Autor: nnz

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