Vögel und Kupferbergbau
Freitag, 20. Mai 2011, 12:49 Uhr
Gleich zwei Sonntagswanderungen empfiehlt der Förderverein Karstwanderweg an diesem Wochenende. Und wir haben eine kurze Streckenbeschreibung für Sie entdeckt...
Wilfried Bertram vom NABU leitet eine Vogelstimmenwanderung in der Karstlandschaft des Pöhlder Beckens vom Klärwerk Scharzfeld über den Pöhlder Wald und den Radweg Pöhlde nach Herzberg zurück. In diesem Bereich gibt es ornithologische Besonderheiten wie den Wachtelkönig, Schwarz- und Braunkehlchen sowie den Wendehals und im Kiesteich den Zwergtaucher zu beobachten.
Man benötigt neben einem Fernglas allerdings auch ein wenig Glück um diese recht seltenen Vogelarten zu entdecken. Treff ist um 7 Uhr am Klärwerk Scharzfeld, westlich vom Ort an der K9. Die Tour dauert etwa drei Stunden und führt entlang bequemer Wege. Bitte festes Schuhwerk, warme Kleidung und möglichst ein Fernglas mitbringen.
Nachmittags um 14 Uhr startet die Sonntagswadnerung mit Michael Brust, Andreas Elste, Bernd Friedrich und Jürgen Graf vom Förderverein Mansfeld-Museum Hettstedt. Die Frühsommerwanderung führt ins Mansfelder Land rund um Wimmelburg. Das Mansfelder Land ist berühmt geworden durch über 800 Jahre währenden Bergbau auf Kupferschiefer. Nach seiner Einstellung 1969 zeugen neben vielfältigen kulturellen Hinterlassenschaften vor allem die zahleichen Abraum- und Schlackenhalden von einer Epoche, die strukturbestimmend und identitätsstiftend für eine ganze Region war.
Der historische, nahe der Oberfläche umgehende Bergbau hat in der Zeit von etwa 1550 bis gegen 1900 rund 100 größere Höhlen im Anhydrit über dem Kupferschiefer angetroffen. Sie wurden von den Bergleuten als Mansfeldische Kalkschlotten bezeichnet: spektakuläre, untertägige Gipskarsterscheinungen oder natürlich entstandene Höhlen ohne Eingang. Auf die Bedeutung der Schlotten hat zuerst der berühmte Johann Carl Freiesleben hingewiesen, der sich auch nachdrücklich für ihre Erhaltung einsetzte.
Das Gebiet um Wimmelburg, westlich von Eisleben, gehört zu jenen intensiv verkarsteten, aber auf den ersten Blick nicht als Karstlandschaft anzusprechenden Arealen. Die etwa dreistündige Wanderung vermittelt dazu einen Überblick. Treff ist um 14 Uhr am Parkplatz des Norma-Marktes in Wimmelburg an der B 80. Weitere Angaben zum Exkursionsthema finden sich unter www.kalkschlotten.de (Kontakt: Michael Brust, Roßschau 114, 06567 Steinthaleben / E-Mail: kalkschlotten@online).
Autor: nnzWilfried Bertram vom NABU leitet eine Vogelstimmenwanderung in der Karstlandschaft des Pöhlder Beckens vom Klärwerk Scharzfeld über den Pöhlder Wald und den Radweg Pöhlde nach Herzberg zurück. In diesem Bereich gibt es ornithologische Besonderheiten wie den Wachtelkönig, Schwarz- und Braunkehlchen sowie den Wendehals und im Kiesteich den Zwergtaucher zu beobachten.
Man benötigt neben einem Fernglas allerdings auch ein wenig Glück um diese recht seltenen Vogelarten zu entdecken. Treff ist um 7 Uhr am Klärwerk Scharzfeld, westlich vom Ort an der K9. Die Tour dauert etwa drei Stunden und führt entlang bequemer Wege. Bitte festes Schuhwerk, warme Kleidung und möglichst ein Fernglas mitbringen.
Nachmittags um 14 Uhr startet die Sonntagswadnerung mit Michael Brust, Andreas Elste, Bernd Friedrich und Jürgen Graf vom Förderverein Mansfeld-Museum Hettstedt. Die Frühsommerwanderung führt ins Mansfelder Land rund um Wimmelburg. Das Mansfelder Land ist berühmt geworden durch über 800 Jahre währenden Bergbau auf Kupferschiefer. Nach seiner Einstellung 1969 zeugen neben vielfältigen kulturellen Hinterlassenschaften vor allem die zahleichen Abraum- und Schlackenhalden von einer Epoche, die strukturbestimmend und identitätsstiftend für eine ganze Region war.
Der historische, nahe der Oberfläche umgehende Bergbau hat in der Zeit von etwa 1550 bis gegen 1900 rund 100 größere Höhlen im Anhydrit über dem Kupferschiefer angetroffen. Sie wurden von den Bergleuten als Mansfeldische Kalkschlotten bezeichnet: spektakuläre, untertägige Gipskarsterscheinungen oder natürlich entstandene Höhlen ohne Eingang. Auf die Bedeutung der Schlotten hat zuerst der berühmte Johann Carl Freiesleben hingewiesen, der sich auch nachdrücklich für ihre Erhaltung einsetzte.
Das Gebiet um Wimmelburg, westlich von Eisleben, gehört zu jenen intensiv verkarsteten, aber auf den ersten Blick nicht als Karstlandschaft anzusprechenden Arealen. Die etwa dreistündige Wanderung vermittelt dazu einen Überblick. Treff ist um 14 Uhr am Parkplatz des Norma-Marktes in Wimmelburg an der B 80. Weitere Angaben zum Exkursionsthema finden sich unter www.kalkschlotten.de (Kontakt: Michael Brust, Roßschau 114, 06567 Steinthaleben / E-Mail: kalkschlotten@online).
