Katastrophe am Nordhäuser Bahnhof
Freitag, 27. Juni 2003, 18:40 Uhr
Nordhausen (nnz). Schlimmer hätte es nicht kommen dürfen: Auf dem Gelände des Nordhäuser Güterbahnhofs kam es heute zu einem folgenschweren Unfall. Dabei stießen ein Kesselwagen und ein Güterwagen zusammen. Der Güterwagen fing sofort Feuer....
So stellte sich das Szenario einer Notfallübung der Nordhäuser Feuerwehren in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn AG dar. Alle Freiwilligen Feuerwehren (außer Bielen), die Berufsfeuerwehr und sogar die Kameraden in den Freischichten waren alarmiert worden.
In dieser Übung sollten die Koordination und das aufeinander abgestimmte Verhalten der Feuerwehren, Polizei, BGS und Deutscher Bahn trainiert werden. Wie sich herausstellte, war die Übung sehr nah an einer ernsthaften Situation angelehnt. Der brennende Güterwagen stellte schließlich auch eine Gefahr für den mit gefährlichen Flüssigkeiten beladenen Kesselwagen dar, der zu dem noch beschädigt war.
Bei der auslaufenden Flüssigkeit sollte es sich um Dichlordifluormethan handeln, ein Flüssigkeit, die bei Hitze leicht explodieren kann. Das Leck am Kesselwagen musste abgedichtet und der Wagen selbst mittels einer Winde aus dem Gefahrenbereich herausgezogen werden.Um eventuell verletzte Personen zu bergen und zu versorgen, wurde durch die Feuerwehren ein Rettungsstützpunkt eingerichtet. An der Übung waren neben den Feuerwehren, auch die Polizei, der BGS sowie Mitarbeiter der Deutschen Bahn beteiligt. Nach Schätzungen der nnz brauchten die Wehren von der Alarmierung um 17 Uhr bis zum Eintreffen am Brandort knappe zehn Minuten.
