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Neues aus dem Stadtrat

Donnerstag, 26. Juni 2003, 08:12 Uhr
Nordhausen (nnz). Eine lange Tagesordnung beschäftigte gestern die Nordhäuser Stadträte. nnz hat einige kurze Nachrichten für Sie zusammengefasst. Dabei geht es ums Theater, die Jugend und vieles mehr.


Fragen gestellt
Der Jugendbeirat mischt die Stadtratssitzung erfrischend auf. Die Jugendlichen bestimmten die Fragestunde und stellten dabei gleichzeitig ihr erstes Projekt vor. Ein Stadtführer für Jugendliche soll herausgegeben werden. Voll gestylt auf junge Menschen, soll das Büchlein unter anderem einen Stadtplan, gute Adressen für preiswerten Einkauf, für Fun und vieles andere mehr haben. Unbürokratische Unterstützung von der Stadtverwaltung erhofft man sich, das Geld soll über Sponsoren reingeholt werden.

Als berufene Bürger oder Sachverständige wollen die Beiratsmitglieder zu Sitzungen des Kultur- und Sozialausschusses eingeladen werden. Das geht bislang nicht, denn dieser Ausschuß tagt unter Ausschluß der Öffentlichkeit. Das will der Thüringer Gesetzgeber so. Möglich wäre allerdings, so die CDU-Fraktion, diesen Ausschuß in den Status eines „beschließenden Ausschusses“ zu erheben. Dann ist er auf jeden Fall öffentlich. Nach nnz-Erfahrungen sollte dann aber mit der Tagesordnung nicht so umgegangen werden wie etwa im Finanzausschuß. Der ist auch öffentlich, doch außer Begrüßung, Feststellen der Beschlussfähigkeit und Sonstiges findet sich nicht viel mehr in der Tagesordnung des öffentlichen Teils.


Grünes Licht für Kinderhospiz
Der Nordhäuser Stadtrat hat der Errichtung eines Kinderhospiz in Krimderode zugestimmt (siehe im nnz-Archiv). Es wurde allerdings eine Änderung in die Vorlage eingearbeitet. Die soll die Übertragung des Gebäudes der Grundschule durch einen Erbbaupachtvertrag oder mittels eines Kaufvertrages an den neuen Eigentümer garantieren.


Theater, Theater, Theater
Die Eintrittspreise für das Nordhäuser Theater erhöhen sich ab der kommenden Spielzeit um rund acht Prozent. Das segnete der Nordhäuser Stadtrat gestern ab. Eigentlich etwas zu spät, denn die neuen Preise stehen schon im Spielplanheft.

Fast zu spät war es auch für die Zustimmung zum Kooperationsvertrag der Theater in Nordhausen und Rudolstadt. Der Vertrag war in der vergangenen Woche von den beiden Intendanten unterschrieben worden. Jetzt stimmten – nachträglich – die Stadträte zu.

Zustimmung gab es auch für die Sanierung der Fassade und des Daches. Damit soll sich das Theater in die Gesamtgestaltung der Promenade würdig einfügen. Fast 500.000 Euro sind dafür eingeplant. Der überwiegende Teil des Geldes kommt vom Land Thüringen, die Differenz von 83.000 Euro will die Stadt durch Grundstücksverkäufe aufbringen. Den Zuschlag für die Arbeiten erhielten Firmen aus Sondershausen, Nordhausen, Weißensee, Küllstedt und Uftrungen.


Dr. Zeh bleibt Stadtrat erhalten
Der neue Sozialminister Dr. Klaus Zeh wird auch weiterhin Mitglied im Nordhäuser Stadtrat bleiben. Darauf hätte sich die CDU-Fraktion verständigt, wurde gestern mitgeteilt. Trotz großer dienstlicher Belastungen habe Zeh versichert, sich auch weiterhin aktiv in die kommunale Politik einzubringen, außerdem habe er zur letzten Kommunalwahl nach Barbara Rinke die meisten Stimmen der Nordhäuser erhalten. Und sollte Zeh verhindert sein (wie gestern), dann sei die CDU-Fraktion stark genug diese Lücke auszufüllen.
Autor: nnz

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