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Dienstag, 10. Mai 2011, 13:23 Uhr
Während einer heutigen Pressekonferenz ist ein neues Produkt der Nordhäuser Energieversorgung vorgestellt. Und das, so wird es , könnte es in sich haben...


Es geht um ein neues Stromprodukt, das in seiner Erzeugung frei von Kernkraft- und Kohlendioxid ist. Es geht nicht um Strom aus österreichischem Zertifikatehandel, sondern das ist ein neuer Tarif, der vollständig aus Wasserkraft "gespeist" wird. Noch gibt es keinen feststehenden Namen für dieses Produkt, das zum 1. August auf den Markt kommen wird. Es wird ein wenig teurer sein, da die Erzeuger von alternativen Energien das Produkt teuer ins Netz einspeisen können, der Subventionen für alternative Energien sei Dank.

Der Strom wird in Nordhausen von drei Betreibern an der Zorge erzeugt und von der EVN abgekauft. Das ist die eine Facette, die andere ist das Begehren des Energieerzeugers, selbst in Wasserkraftwerke zu investieren. Entlang der Zorge gab es in der Nordhäuser Geschichte mehrere Mühlen. An einigen Standorten könnte die EVN kleine Wasserlaufkraftwerke bauen.

Wird es nun einen Run auf den ökologischen Strom geben? Die bisherigen Wechsler seien zum größten Teil zu den so genannten „Billiganbietern“ gegangen. Deren Strom könne zu deren Preisen nur mit einem großen Anteil von Kernenergie angeboten werden, sagt EVN-Chef Hans-Peter Dörflinger. Es sei nicht anzunehmen, dass die Billig-Wechsler nun plötzlich zu dem teuren Ökostrom-Tarif wechseln werden und somit ihr grünes Bewusstsein herauskehren. Erfahrungen hat die EVN hier Anfang dieses Jahrzehnts schon gesammelt – und das damalige Öko-Produkt vom Markt genommen. Es gab kaum Nachfrage.

Eine kleine Facette wurde am Rande des heutigen Pressegespräches auch deutlich. Zu den Kunden des kommunalen Unternehmens gehören zwar die meisten kommunalen Firmen oder Verwaltungen. Anders sieht das bei den Trägern der Kindertagesstätten, bei Landesimmobilien oder auch bei der Nordhäuser Fachhochschule aus. Die kaufen dort ihren Strom ein, wo er preiswerter ist. Andererseits rufen gerade auch Bildungseinrichtungen, deren Fördervereine und andere Einrichtungen immer wieder nach einem Sponsoring bei: der EVN.
Autor: nnz

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