600 Jahre gotischer Umbau
Montag, 02. Mai 2011, 12:11 Uhr
Anno dm. MCCCCXI quinta ydus maii incepta est hec structura mod opvs …” - so steht es in steinerner Minuskelinschrift (lateinische Kleinbuchstabenschrift) neben dem Eingangsportal der St. Marienkirche zu Bleicherode. Interessant die Übersetzung: Im Jahre des Herrn 1411 am 11. Mai ist dieser Bau begonnen worden …
St. Marien (Foto: privat)
Also vor 600 Jahren begann ein für uns heute kaum vorstellbarer riesiger Umbau von St. Marien Bleicherode in gotischem Stil. Doch noch heute zeugen deutliche Bauspuren im Turm von der jahrhundertealten Vorgeschichte dieses Sakralbaus. So befindet sich im unteren Turmabschnitt die romanische St. Wolfgangs-Kapelle aus dem Ende des 12. Jahrhunderts und ist damit der älteste erhaltene überirdische Gebäudeteil der Stadt.
Im Laufe der Jahrhunderte wuchs die sich regional bedeutsam entwickelnde Stadt heran und mit ihr durch immer wiederkehrende Erweiterungsbauten auch die St. Marien-Kirche. Im 15. Jahrhundert nutzte offenbar alles Anbauen nicht mehr. Ein grundlegender Umbau begann. Der Turm wurde in seiner Gesamthöhe etwa verdoppelt, das Geläut erweitert, das Kirchenschiff wesentlich vergrößert und später eine Turmuhr installiert.
So bot die Kirche von nun an den immer steigenden Einwohner- und damit Kirchengemeindeglieder-Zahlen den ausreichenden Raum und St. Marien entwickelte sich zur Hauptkirche des mittleren Bode- und Wippertals der Grafschaft Hohnstein. Bis heute ist sie ein kulturelles und geistiges Zentrum der Stadt und zeugt von der Verbundenheit der Menschen zu ihrer Kirche.
Im Rahmen der Veranstaltungen zu den Nordthüringer Kulturtagen am 14. Mai kann St. Marien nicht nur besichtigt werden: Filme, Vorträge, Kirchenführung und Orgelführung werden anläßlich des Jubiläums von der wechselvollen Geschichte und Einzigartigkeit dieser Kirche zeugen.
Dr. Ch. Maletz
Autor: nnz
St. Marien (Foto: privat)
Also vor 600 Jahren begann ein für uns heute kaum vorstellbarer riesiger Umbau von St. Marien Bleicherode in gotischem Stil. Doch noch heute zeugen deutliche Bauspuren im Turm von der jahrhundertealten Vorgeschichte dieses Sakralbaus. So befindet sich im unteren Turmabschnitt die romanische St. Wolfgangs-Kapelle aus dem Ende des 12. Jahrhunderts und ist damit der älteste erhaltene überirdische Gebäudeteil der Stadt.Im Laufe der Jahrhunderte wuchs die sich regional bedeutsam entwickelnde Stadt heran und mit ihr durch immer wiederkehrende Erweiterungsbauten auch die St. Marien-Kirche. Im 15. Jahrhundert nutzte offenbar alles Anbauen nicht mehr. Ein grundlegender Umbau begann. Der Turm wurde in seiner Gesamthöhe etwa verdoppelt, das Geläut erweitert, das Kirchenschiff wesentlich vergrößert und später eine Turmuhr installiert.
So bot die Kirche von nun an den immer steigenden Einwohner- und damit Kirchengemeindeglieder-Zahlen den ausreichenden Raum und St. Marien entwickelte sich zur Hauptkirche des mittleren Bode- und Wippertals der Grafschaft Hohnstein. Bis heute ist sie ein kulturelles und geistiges Zentrum der Stadt und zeugt von der Verbundenheit der Menschen zu ihrer Kirche.
Im Rahmen der Veranstaltungen zu den Nordthüringer Kulturtagen am 14. Mai kann St. Marien nicht nur besichtigt werden: Filme, Vorträge, Kirchenführung und Orgelführung werden anläßlich des Jubiläums von der wechselvollen Geschichte und Einzigartigkeit dieser Kirche zeugen.
Dr. Ch. Maletz
