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Gewerkschaft gegen Abbau von Ausbildungsplätzen

Dienstag, 06. Februar 2001, 18:01 Uhr
Nordhausen (nnz). Auf großes Unverständnis stoßen die Vorschläge des Thüringer Kultusministeriums, die Grundstufenausbildung im Baugewerbe zu zentralisieren. Dies sei schon deshalb nicht nachvollziehbar, da in den zurückliegenden Jahren beträchtliche Mittel der Öffentlichen Hand in Gebäude und Unterrichtsmaterialien investiert worden seien, so DGB-Bildungsreferent Peters gegenüber nnz. Eine Zentralisierung des Baubereiches an einer Berufsschule erfordere erneut einen entsprechenden finanziellen Rahmen. Hier eine Vereinbarkeit zum stets angeführten Konsolidierungskurs im Landhaushalt zu finden, wäre einfach unmöglich, kritisiert ein Kollege von der IG Bau. Nicht nur die Berufsschulen seien direkt betroffen, auch für die Ausbildungsbetriebe ist die Nähe zu ihren Azubis und der "direkte Draht zu Berufsschulen" ein wesentlicher Vorteil.
Durch die Neuregelungen wären die Auszubildenden jedoch am härtesten betroffen. Ihre Wege zur Schule verlängern sich wesentlich. Wer sich mit den Fahrplänen von Bussen und Bahnen beschäftigt hat, kann sich denken, was auf die Jugendlichen zukommt. Die Vorschläge aus dem Kultusministerium seien nach Auffassung der Gewerkschafter nicht legitim, da selbst CDU-Landtagsfraktionschef Althaus darauf hingewiesen habe, dass die Planungshoheit für das Berufsschulnetz bei den Schulträgern in den Landkreisen liege. Aus diesen Gründen fordern die Gewerkschaften die sofortige Rücknahme dieser Pläne durch das Thüringer Kultusministerium.
Autor: nnz

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