Das Land soll Farbe bekennen
Donnerstag, 19. Juni 2003, 16:36 Uhr
Nordhausen (nnz). Der BUND-Kreisverband verlangt jetzt eine eindeutige Positionierung der Landesregierung in Sachen Naturschutz. Diskussionen über unterschiedliche wirtschaftliche Nutzungen des Gipskarstgürtel sind Umwelt- und Naturschützer der falsche Weg! Mehr dazu mit einem Klick.
Als besonders gefährlich für den bedrohten Nordthüringer Gipskarstgürtel stuft der BUND-Kreisverband die zur Zeit geführte Diskussion um den Antrag der Gipsindustrie, Bereiche des Günzdorfer Gipskarstgebietes als Abbaufeld zu erschließen, ein. Nachdem Ruhe’ um den Winkelberg eingekehrt ist, die sich als trügerisch erweisen kann, werden nun wieder andere Gebiete beansprucht. Der BUND-Kreisverband sowie der Thüringer Landesverband verlangen, das diese weltweit fast einmalige Landschaft um ihrer selbst Willen geschützt werden muß.
Der BUND Kreisverband lehnt daher die Abwägung zwischen wirtschaftlichen Interessen strikt ab. Sicherlich haben die angrenzenden Gemeinden gute Argumente, dieses Gebiet für die touristische Entwicklung einzusetzen, es darf allerdings nicht dazu führen, das der Naturschutzgedanke ins Hintertreffen gerät und eine Abwägung von wirtschaftlichen Entwicklungen in den Vordergrund tritt. Der Nordhäuser Kreisverband des BUND fordert daher die Thüringer Landesregierung auf, sich umgehend für die Ausweitung der FFH-Gebiete in dieser Region und die Ausweisung des Biospährenreservates Südharz auszusprechen und dem Begehren der Gipsindustrie eine eindeutige Absage zu erteilen.
Nur mit dieser eindeutigen Absage zur Erschließung neuer Abbaugebiet kann der Gipsindustrie signalisiert werden, das es für deren wirtschaftliche Entwicklung langfristig notwendig wird, sich auf Alternativen zu verlagern. Der seitens der Landesregierung seit Jahren der Öffentlichkeit vorgegaukelte Abwägungsprozess muß jetzt einem entschlossenen Handeln weichen. Gefordert sind daher auch die Landtagsabgeordneten dieser Region den Druck auf die Landesregierung deutlich zu erhöhen. Der BUND fordert hier zukünftig eindeutig mehr als bisher von den Vertretern der Regierungspartei getan wurde. Da dem BUND Kreisverband Informationen vorliegen, das die Gipsindustrie nicht nur für das Gebiet Günzdorf, sondern auch für Gebiete am Rüsselsee Abbauanträge gestellt hat, reichen Willensbekundungen von wandernden Politiker bei weitem nicht mehr aus.
Der BUND Kreisverband wird sich jetzt massiv für den Erhalt dieser Gebiete stark machen. Verschiedenste Aktionen sind in Vorbreitung, so der stellvertretende Kreisvorsitzenden des BUND, Klaus-Dieter Korb. Der bevorstehende Landtagswahlkampf bietet den am Naturschutz interessierten Bürgern ganz eindeutig die Möglichkeit, die Parteien zu bevorzugen, die den Erhalt dieser Landschaft sichern wollen und dies auch umgehend umsetzen werden. Die ist Ergebnis der letzten Sitzung des BUND Anfang Juni. Auf der nächsten Sitzung soll das Aktionsprogramm konkret vorgestellt werden.
Autor: nnzAls besonders gefährlich für den bedrohten Nordthüringer Gipskarstgürtel stuft der BUND-Kreisverband die zur Zeit geführte Diskussion um den Antrag der Gipsindustrie, Bereiche des Günzdorfer Gipskarstgebietes als Abbaufeld zu erschließen, ein. Nachdem Ruhe’ um den Winkelberg eingekehrt ist, die sich als trügerisch erweisen kann, werden nun wieder andere Gebiete beansprucht. Der BUND-Kreisverband sowie der Thüringer Landesverband verlangen, das diese weltweit fast einmalige Landschaft um ihrer selbst Willen geschützt werden muß.
Der BUND Kreisverband lehnt daher die Abwägung zwischen wirtschaftlichen Interessen strikt ab. Sicherlich haben die angrenzenden Gemeinden gute Argumente, dieses Gebiet für die touristische Entwicklung einzusetzen, es darf allerdings nicht dazu führen, das der Naturschutzgedanke ins Hintertreffen gerät und eine Abwägung von wirtschaftlichen Entwicklungen in den Vordergrund tritt. Der Nordhäuser Kreisverband des BUND fordert daher die Thüringer Landesregierung auf, sich umgehend für die Ausweitung der FFH-Gebiete in dieser Region und die Ausweisung des Biospährenreservates Südharz auszusprechen und dem Begehren der Gipsindustrie eine eindeutige Absage zu erteilen.
Nur mit dieser eindeutigen Absage zur Erschließung neuer Abbaugebiet kann der Gipsindustrie signalisiert werden, das es für deren wirtschaftliche Entwicklung langfristig notwendig wird, sich auf Alternativen zu verlagern. Der seitens der Landesregierung seit Jahren der Öffentlichkeit vorgegaukelte Abwägungsprozess muß jetzt einem entschlossenen Handeln weichen. Gefordert sind daher auch die Landtagsabgeordneten dieser Region den Druck auf die Landesregierung deutlich zu erhöhen. Der BUND fordert hier zukünftig eindeutig mehr als bisher von den Vertretern der Regierungspartei getan wurde. Da dem BUND Kreisverband Informationen vorliegen, das die Gipsindustrie nicht nur für das Gebiet Günzdorf, sondern auch für Gebiete am Rüsselsee Abbauanträge gestellt hat, reichen Willensbekundungen von wandernden Politiker bei weitem nicht mehr aus.
Der BUND Kreisverband wird sich jetzt massiv für den Erhalt dieser Gebiete stark machen. Verschiedenste Aktionen sind in Vorbreitung, so der stellvertretende Kreisvorsitzenden des BUND, Klaus-Dieter Korb. Der bevorstehende Landtagswahlkampf bietet den am Naturschutz interessierten Bürgern ganz eindeutig die Möglichkeit, die Parteien zu bevorzugen, die den Erhalt dieser Landschaft sichern wollen und dies auch umgehend umsetzen werden. Die ist Ergebnis der letzten Sitzung des BUND Anfang Juni. Auf der nächsten Sitzung soll das Aktionsprogramm konkret vorgestellt werden.
