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Einigkeit im ZAN

Dienstag, 17. Juni 2003, 10:26 Uhr
Nordhausen/Mühlhausen (nnz). Nach den Differenzen um die Vergabeentscheidung zur Restabfallbehandlung in Nordthüringen herrscht jetzt wieder Einigkeit im Zweckverband. Gestern waren noch mal einige Nachträge zum Vertrag mit dem künftigen Entsorger beschlossen worden...


In einigen Punkten konnte sich der „widerspenstige“ Landkreis Nordhausen wohl nun durchsetzen. So sollen nach nnz-Informationen bereits vor einige Zeit die Mautkosten als Bestandteil der künftigen Kalkulationen in die Berechnungen aufgenommen worden sein. So wolle man nachher keine böse Überraschung erleben.

Aus Kreisen des Zweckverbandes Abfallwirtschaft Nordthüringen war zu hören, dass es grünes Licht für den Bau einer Vorsortieranlage am Standort Nentzelsrode gebe, hier sollen 14 Arbeitsplätze geschaffen werden. Vermutlich stolz sind die ZAN-Mitglieder, dass sie nun die Planungs- und Investitionssicherheit für das Jahr 2005 gefunden hätten. Das sieht nicht überall in Thüringen und Deutschland so aus. Bis zum 30. Juni in zwei Jahren kann noch so entsorgt werden wie bisher, dann gelten andere, schärfere Vorschriften. Und eine Ausnahmegenehmigung sei laut Bundesumweltministerium bislang noch nicht erteilt worden.

Beraten wurde den Angaben nach auch über die Höhe der Honorarkosten für das beratende Büro während der Vergabeprozedur. Hier soll nach Informationen der nnz genau die Summe gezahlt werden, die vor Beginn der Verhandlungen vereinbart worden war. In den zurückliegenden Monaten war in verschiedenen Berichten laut geworden, dass es seitens des Büro höhere Forderungen gegeben haben soll. Im Gespräch sei sogar das Doppelte der vertraglich gebundenen Summe gewesen. „Das ist jetzt vom Tisch“, so ein Verbandsrat.
Autor: nnz

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