nnz-Betrachtung: Auf ein Neues?
Sonntag, 15. Juni 2003, 18:37 Uhr
Nordhausen (nnz). Das diesjährige Rolandsfest ist Geschichte. Drei Tage lang feierten die Nordhäuser und ihre Gäste in der Innenstadt. Die Bilanz kann sich sehen lassen, gibt aber auch Muße zum Nachdenken.
Es war das richtige Wetter in diesem Jahr. Zehntausende Menschen füllten die Innenstadt, ließen sich an drei Bühnen unterhalten. Überall gab es Stände mit Eß- oder Trinkbarem. Doch wer genau hinschaute, der konnte doch eine gewisse Zurückhaltung beobachten. Das Unternehmen, dass die Bierversorgung übernommen hatte, konnte vermutlich nicht zufrieden sein. Wie dessen Geschäftsführer nnz bestätigte, werden die Kosten für die neun Stände auf dem Festareal kaum Gewinn einfahren. Mehr als 20.000 Euro musste die Wippertaler GmbH in diesem Jahr hinblättern.
Nun könnte man dem Veranstalter unterstellen, mit viel Einnahmen und möglichst wenig Ausnahmen zu agieren. Doch weit gefehlt. Auch die Agentur Media Heck muss knallhart kalkulieren. Arbeit muß bezahlt werden, am Ende soll bzw. muß etwas übrigbleiben. Und genau da wird in den kommenden Jahren der Spagat auszuüben sein. Das Festvolk will unterhalten werden, möglichst in hoher Qualität. Beim Rolandsfest gibt es aber keinen Eintritt, das ist Tradition. Woher also das Geld für Künstler, Gruppen, Attraktionen nehmen?
Gewiß - Sponsoren gibt es. Doch es sind ihrer zu wenig. Sie allein können das Fest nicht tragen. Ab dem Jahr 2005 wird vermutlich über ein neues Rolandsfest nachgedacht werden müssen. Im nächsten Jahr wird alles noch einmal normal sein. Schließlich läuft da gerade die Landesgartenschau zur Hochform auf. Und Nordhausen wird sich nicht blamieren. Ob allerdings aus der öffentlichen Hand mehr Geld fließt als in diesem Jahr, das kann jetzt noch nicht gesagt werden.
Bleibt zu hoffen, dass die globale wirtschaftliche Situation im kommenden Jahr eine bessere ist, als in diesem Jahr. Bleibt zu hoffen, dass die Menschen wieder spendabler sind und ihre derzeitigen Sorgen abgelegt oder zumindest zeitweise in den Schrank gepackt haben.
Autor: nnz
Es war das richtige Wetter in diesem Jahr. Zehntausende Menschen füllten die Innenstadt, ließen sich an drei Bühnen unterhalten. Überall gab es Stände mit Eß- oder Trinkbarem. Doch wer genau hinschaute, der konnte doch eine gewisse Zurückhaltung beobachten. Das Unternehmen, dass die Bierversorgung übernommen hatte, konnte vermutlich nicht zufrieden sein. Wie dessen Geschäftsführer nnz bestätigte, werden die Kosten für die neun Stände auf dem Festareal kaum Gewinn einfahren. Mehr als 20.000 Euro musste die Wippertaler GmbH in diesem Jahr hinblättern. Nun könnte man dem Veranstalter unterstellen, mit viel Einnahmen und möglichst wenig Ausnahmen zu agieren. Doch weit gefehlt. Auch die Agentur Media Heck muss knallhart kalkulieren. Arbeit muß bezahlt werden, am Ende soll bzw. muß etwas übrigbleiben. Und genau da wird in den kommenden Jahren der Spagat auszuüben sein. Das Festvolk will unterhalten werden, möglichst in hoher Qualität. Beim Rolandsfest gibt es aber keinen Eintritt, das ist Tradition. Woher also das Geld für Künstler, Gruppen, Attraktionen nehmen?
Gewiß - Sponsoren gibt es. Doch es sind ihrer zu wenig. Sie allein können das Fest nicht tragen. Ab dem Jahr 2005 wird vermutlich über ein neues Rolandsfest nachgedacht werden müssen. Im nächsten Jahr wird alles noch einmal normal sein. Schließlich läuft da gerade die Landesgartenschau zur Hochform auf. Und Nordhausen wird sich nicht blamieren. Ob allerdings aus der öffentlichen Hand mehr Geld fließt als in diesem Jahr, das kann jetzt noch nicht gesagt werden.
Bleibt zu hoffen, dass die globale wirtschaftliche Situation im kommenden Jahr eine bessere ist, als in diesem Jahr. Bleibt zu hoffen, dass die Menschen wieder spendabler sind und ihre derzeitigen Sorgen abgelegt oder zumindest zeitweise in den Schrank gepackt haben.
