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Antwort aus Goslar

Sonntag, 15. Juni 2003, 09:09 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Initiative „Höchste Eisenbahn für den Südharz“ hatte sich vor einer Woche kritisch mit Vorgängen im Harzer Verkehrsverband (HVV) auseinander gesetzt. Jetzt erhielten Burkhardt Breme und Kollegen Antwort aus Goslar und darin kommt sogar der Landkreis Nordhausen vor.


„Sehr geehrter Herr Breme,
ich danke Ihnen für Ihr freundliches Angebot zur Einführung einer HarzEventCard, über das wir uns gern persönlich unterhalten können. Wie Sie wissen arbeitet der HVV an einer übergreifenden HarzCard, vor deren Umsetzung jedoch - so das fördernde niedersächsische Wirtschaftsministerium - die Ergebnisse des Pilotprojektes NordseeCard (Niedersachsen) abgewartet werden sollen. Das hohe sechsstellige Defizit der sonst immer als Erfolgsmodell gewerteten BodenseeCard macht jedoch auch die erheblichen wirtschaftlichen Risiken solcher Kartenmodelle deutlich. In Teilregionen des Ostharzes gibt es im übrigen bereits entsprechende Karten, die auf dem ÖPNV aufgebaut sind.

Hinsichtlich Ihrer Sorge bezüglich eines möglichen Zerfalls des HVV kann ich Sie insofern beruhigen, dass, ganz im Gegenteil, einige kommunale Mitglieder im westlichen Bereich des Harzes hinzugekommen sind und weitere den Beitritt in Erwägung ziehen. Mit den Landkreisen Wernigerode und Nordhausen finden derzeit intensive Gespräche über einen Wiedereintritt statt, so daß bei aller gebotenen Zurückhaltung vor Abschluß dieser Gespräche eine nahtlose Weiterführung der Mitgliedschaft zumindest möglich, wenn nicht sogar wahrscheinlich ist.

Dennoch herzlichen Dank für Ihre Unterstützung. Ohne einen starken Harzer Verkehrsverband als touristischer Marketingorganisation für den Gesamtharz wäre in der Tat die Sicherung des Tourismusstandortes Harz im scharfen Wettbewerb auf einem ohnehin schwierigen Touristikmarkt kaum möglich."
Michael Lücke, Harzer Verkehrsverband

P.S. Die Initiative wird das Gesprächsanngebot annehmen!
Autor: nnz

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