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Dr. Zeh: Kritik nicht überhören

Montag, 18. April 2011, 17:57 Uhr
Dringenden Gesprächsbedarf sieht der Nordhäuser CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Klaus Zeh mit Blick auf die Debatte um die geplante Novellierung der Schulordnung. „Angesichts der angedachten, tiefgreifenden Neuerungen in der Schulordnung muss sie mit Lehrern und Eltern intensiver als bisher diskutiert werden“, zeigt sich Dr. Zeh überzeugt...


Bereits mehrfach wurden Stimmen aus CDU-Fraktion im Thüringer Landtag laut, die sich gegen die geplanten Neuerungen richteten. So gebe es bisher keinen Beleg dafür, dass jahrgangsübergreifender Unterricht in den ersten Schuljahren zu mehr Lernerfolg führe, weshalb eine verbindliche Einführung dieses Modells einhellig abgelehnt werde. Besonders stark auf Ablehnung stoßen die beabsichtigte Aufhebung der Versetzungsentscheidungen in den Doppeljahrgangsstufen sowie die Ergänzung und teilweise Abschaffung der Notengebung.

„Verbale Leistungsbewertungen führen zu einem extremen bürokratischen Mehraufwand bei den Lehrern und gehen damit zulasten der Qualität des Unterrichts und der Betreuung durch die Lehrer“, so Dr. Zeh wörtlich. Für die CDU stelle die Notengebung daher auch weiterhin ein unverzichtbares Instrument der Thüringer Schule dar.

Auch von Lehrer- und Elternverbänden wurde am Entwurf der Schulordnung scharfe Kritik geübt und vor den nachteilhaften Folgen gewarnt. In nationalen und internationalen Vergleichstests belegt das Thüringer Schulsystem jeweils beste Plätze. „Wir können es uns daher gerade auch im Interesse der Kinder nicht leisten,
ein funktionierendes und nachweislich bewährtes Schulsystems auf’s Spiel zu setzen“, so Dr. Zeh.

„Ich werde daher Anfang Mai zu einem Gespräch mit Lehrern und Elternvertretern aus der Region einladen“, kündigte Dr. Zeh abschließend an.
Autor: nnz

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