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Reaktion: Unverantwortlich

Montag, 18. April 2011, 15:11 Uhr
Die nnz hatte heute über Szenarien mit dem Südharz-Krankenhaus in Nordhausen berichtet. Zu dieser Betrachtung gibt es jetzt eine Reaktion aus dem Nordhäuser Rathaus...


Entrüstet ist Nordhausens Oberbürgermeisterin Barbara Rinke über den Kommentar „Selbst in den Händen“: „Die dort ohne Quellenangabe veröffentlichten Behauptungen bzw. Pseudo-Fakten halte ich für verantwortungslos, zumal sie direkt dazu beitragen, eine wichtige Institution wie das Südharzkrankenhaus in Misskredit zu bringen und zu verunglimpfen, sowie Patienten und Mitarbeiter zu verunsichern.

Ich appelliere an all jene, die unhaltbare Gerüchte streuen bzw. die sie anschließend ungeprüft veröffentlichen, sich der Folgen bewusst zu sein, die diese Kolportage nach sich ziehen kann.

Fakt ist: Den im Kommentar angedeuteten Dissens zwischen Stadt und Landkreis mit Blick auf das Südharzkrankenhaus gibt es nicht. Ebenso gilt – trotz aller anders lautenden Unterstellungen - die von mir wiederholt getroffenen Aussage: Eine Privatisierung ist keine Zukunftsoption für das Südharzkrankenhaus. Dazu steht auch der Nordhäuser Stadtrat.

Es wäre zu begrüßen, wenn vor der Veröffentlichung von Berichten zum Thema auch jene zumindest gefragt werden, die die politische Verantwortung für das Südharzkrankenhaus zu tragen haben. Im Falle der Stadt wäre das die Aufsichtsrätin Tilly Pape oder ich als Mitglied der Gesellschafterversammlung."
Barbara Rinke, Oberbürgermeisterin Stadt Nordhausen

Anmerkung der Redaktion: Die nnz hatte in den Tagen vor der Veröffentlichung der Betrachtung bei beiden Gesellschaftern sowie beim Aufsichtsratsvorsitzenden angefragt und von allen drei Seiten die Antwort erhalten, das eine Privatisierung nicht in Frage käme. Das wurde in der Betrachtung auch so vermittelt. Daneben gibt aber auch andere Meinungen, vor allem aus den Reihen der Gesellschafter. Damit gemeint sind der Kreistag und der Stadtrat.
Autor: nnz

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