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Die Zecken sind wieder aktiv

Montag, 18. April 2011, 08:24 Uhr
Obwohl Zecken keine forstliche Bedeutung haben, ist man als Förster gut beraten, sich mit den Besonderheiten dieser Tierchen zu befassen. Deren Arbeit führt uns direkt in den Lebensraum. Damit sind auch die Südharzer Förster an vorderster Front betroffen und können auf das Aktivwerden der Plagegeister aufmerksam machen.


Die Zecken, Spinnentiere welche zu den Milben gehören leben bevorzugt im Unterholz, Gestrüpp oder hohen Gräsern. Dort warten sie auf ihre Wirtstiere und lassen sich darauf fallen, um dann an einer geeigneten Stelle Blut zu saugen.

Bis die Zecke eine geeignete Hautstelle gefunden hat, krabbelt sie einige Zeit an ihrem Opfer herum. Aus diesem Grund macht es Sinn, Mensch und Haustier nach einem Waldaufenthalt abzusuchen und die Zecken abzulesen bevor sie sich festbeißen.

Durch die parasitische Lebensweise und ihre besondere Biologie ist die Zecke ein gefährlicher Überträger von Krankheitserregern. Die für den Mensch am wichtigsten sind sicher die FSME (Frühsommer- Meningoenzephalitis) und die Borreliose.

Ist es nicht gelungen, die Tiere durch geeignete Kleidung, Abwehrmittel oder andere Maßnahmen vom Festbeißen abzuhalten, ist eine zügige Entfernung der Zecke vorzunehmen. Dabei sollte sie so schnell und einfach wie möglich aus der Haut entfernt werden. Auf Hilfsmittel wie Öl oder Klebstoff ist dabei unbedingt zu verzichten, weil die Zecke sich dadurch entleert und ihren Keimbelasteten Inhalt in die Blutbahn des Opfers abgibt.

Ausführliche Auskunft über Zecken, Risikogebiete und Verhaltensweisen gibt das Internet. Einfach „Zecken“ in die Suchmaschine eingeben.
M. Auer
Autor: nnz

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