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Bilanz und Ausblick

Freitag, 13. Juni 2003, 08:57 Uhr
Nordhausen (nnz). In dieser Woche trafen sich die Vertreter der Wohnungsbaugenossenschaft Nordhausen zu ihrer Versammlung. Dabei zog der WBG-Vorstand Bilanz für das Jahr 2002. Es wurde aber auch ein Ausblick gegeben. Und dabei stand der Rückbau von Wohnungen im Mittelpunkt.


Bilanz gezogen Am Mittwoch dieser Woche fand die diesjährige ordentliche Vertreterversammlung der Wohnungsbaugenossenschaft eG Nordhausen statt. Der Einladung des Vorstandes waren 57 gewählte Vertreter gefolgt. Bei einer Quote von 92 Prozent zeigt dies das Interesse der Genossenschafter. In seinem Geschäftsbericht informierte der Vorstandsvorsitzende die Vertreter ausführlich über die zu erwartende Entwicklung auf dem Wohnungsmarkt in Nordhausen. Für eine Prognose sind sowohl die derzeitigen wirtschaftlichen Verhältnisse der Region (Abwanderung) als auch die demographische Entwicklung ausschlaggebend. Den Vertretern wurde aufgezeigt, dass sich die Bevölkerung in Nordhausen bis zum Jahr 2010 weiter verringern wird. Die WBG reagiert auf diesen Trend unter anderem mit Wohnungsrückbau.

Bis zum Jahr 2010 werden aus dem Bestand der Genossenschaft rund 680 Wohnungen verschwinden. Parallel dazu werde die Wohnungsbaugenossenschaft die Attraktivität des Wohnens in und um Nordhausen weiter deutlich erhöhen. Eingehend erläuterte Hans-Werner Grimm schließlich auch den Stand der Verhandlungen mit dem Investor für das neue Einkaufszentrum am Pferdemarkt. Er versicherte den Vertretern, dass die Genossenschaft auf jeden Fall gleichwertigen oder höherwertigen Wohnraum für die Mitglieder zur Verfügung stellen werde, die derzeit noch in der Kranichstraße 1 und 2 wohnen.

Vorstandsmitglied Harald Eisentraut erläuterte den Vertretern der WBG anschließend die Bilanz hinsichtlich der Sanierungen im vergangenen Jahr. Die Ausgaben dafür hätten sich insgesamt auf 8,5 Millionen Euro belaufen. Besondere Aufmerksamkeit schenkte die WBG der attraktiven Umgestaltung des Wohnumfeldes. Dafür wurden im Jahr 2002 insgesamt 1,5 Millionen Euro bereitgestellt.

Vorstandsmitglied Sven Dörmann stellte den Vertretern den wohnungswirtschaftlichen Teil des Geschäftsberichtes vor. Ende vergangenen Jahres hatte die WBG 5.772 Mitglieder. Erfreulich ist die Tatsache, dass im laufenden Jahr bereits 168 neue Mitglieder aufgenommen werden konnten. Die Genossenschaft hat mit ihrer neuen Philosophie „Wohnen mit Service“ erste Erfolge erzielt. Als ein modernes Dienstleistungsunternehmen will man sich auch in Zukunft präsentieren. Zu den Aktivitäten in diese Richtung zählen unter anderem die Einführung der WBG-Card, Ausbau des Wohnungswartsystems und die Einrichtung von weiteren Gästewohnungen.

Prokurist Steffen Loup erläuterte den Vertretern den Jahresabschluss 2002. Die Bilanzsumme beträgt 168,5 Millionen Euro. Abschließend informierte der Aufsichtsratsvorsitzende Reiner Hesse über die Tätigkeit des Aufsichtsrates und seiner Kommissionen des vergangenen Jahres. Alle Beschlüsse wurden durch die Vertreterversammlung einstimmig bestätigt.
Autor: nnz

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