Imker beim BUND
Mittwoch, 13. April 2011, 07:12 Uhr
Am Dientagabend hielt der Nordhäuser Imker Dr. Werner Greiner im Thomas-Mann-Haus auf Einladung der BUND-Kreisgruppe Nordhausen einen Vortrag zur Imkerei und zu deren wirtschaftlicher und ökologische Bedeutung.
Dr. Werner Greiner (2. von links) stellt einige der Honigsorten vor, die seine fleißigen Bienenvölker produziert haben.
Zunächst richtete er den Blick der Zuhörer auf die Rolle dieser Insekten im Naturhaushalt und für die Erhaltung von Artenvielfalt und hohen landwirtschaftlichen Produktionsergebnissen. Sodann gab er Einblicke in die Biologie der Bienen und in die Vielfalt der Naturstoffe, deren Quelle die Bestäubungs- bzw. Sammel- und Verarbeitungsätigkeit der Tiere ist. Honig, Propolis, Bienenwachs und mehrere andere Stoffe werden seit Jahrhunderten vom Menschen genutzt. Die unterschiedlichen Honigarten und deren Zusammensetzung in Abhängigkeit von den besuchten Blüten kam ebenso zur Sprache, wie die positiven Effekte einiger Bienenprodukte für die Gesundheit.
Dr. Greiner ging auch auf das Problem der vor dem Hintergrund großer Handels-Konzerne geringen Wirtschaftlichkeit des privaten Imkereiwesens ein und kam zu dem Schluss, dass es wieder viel mehr Bienenvölker bzw. Imker geben müsste, um beispielsweise gesundes, wohlgeratenes Obst produzieren zu können und die Biodiversität zu erhalten. Er kennzeichnete die Bienen als hochsensible Tiere, die besonders empfindlich auf die heute verbreitet in der intensiven Landwirtschaft eingesetzten Chemikalien reagieren.
Der dramatische Rückgang der Bienen sei auch eine Folge von Milben, Bakterien und Pilzen, denen sich das Immunsystem der Bienen angesichts vieler auf sie wirkenden negativen Einflüsse zunehmend nicht mehr erwehren können. Die Zuhörer diskutierten darüber, dass der Verlust von Millionen Bienenvölkern weltweit gegenwärtig zu Milliardeneinbußen in der Landwirtschaft führt. Sie interessierten sich u.a. auch für die Gefahren, die aus dem Einsatz gentechnisch veränderter Nutzpflanzen für den Bestand der Bienen und für die Pflanzenwelt drohen.
Während seines Vortrages stellte der Imker auch einige der Produkte vor, die aus der fleißigen Tätigkeit seiner Bienenvölker stammen. Viele der heute in den Märkten angebotenen Honigsorten hätten nicht all zu viel mit naturbelassenem und frischem Honig mit einem hohen Gehalt wertvoller Inhaltsstoffe zu tun. Verschiedene zertifizierte Imkereiprodukte aus eigener Quelle können bei Dr. Greiner in Nordhausen bezogen werden. Seine Bienen tummeln sich auf Blüten, die sich im Harz und am Rande des Südharzes entfalten.
Die nächste Zusammenkunft der BUND-Kreisgruppe ist für den 10. Mai (Die) um 18:30 im Thomas-Mann-Haus vorgesehen. Für den 7.5. (Sonnabend) ist ein Pflegeeinsatz im NSG Alter Stolberg geplant. Interessenten sind herzlich willkommen. (0171/6530123)
Bodo Schwarzberg
Autor: nnzDr. Werner Greiner (2. von links) stellt einige der Honigsorten vor, die seine fleißigen Bienenvölker produziert haben.
Zunächst richtete er den Blick der Zuhörer auf die Rolle dieser Insekten im Naturhaushalt und für die Erhaltung von Artenvielfalt und hohen landwirtschaftlichen Produktionsergebnissen. Sodann gab er Einblicke in die Biologie der Bienen und in die Vielfalt der Naturstoffe, deren Quelle die Bestäubungs- bzw. Sammel- und Verarbeitungsätigkeit der Tiere ist. Honig, Propolis, Bienenwachs und mehrere andere Stoffe werden seit Jahrhunderten vom Menschen genutzt. Die unterschiedlichen Honigarten und deren Zusammensetzung in Abhängigkeit von den besuchten Blüten kam ebenso zur Sprache, wie die positiven Effekte einiger Bienenprodukte für die Gesundheit.
Dr. Greiner ging auch auf das Problem der vor dem Hintergrund großer Handels-Konzerne geringen Wirtschaftlichkeit des privaten Imkereiwesens ein und kam zu dem Schluss, dass es wieder viel mehr Bienenvölker bzw. Imker geben müsste, um beispielsweise gesundes, wohlgeratenes Obst produzieren zu können und die Biodiversität zu erhalten. Er kennzeichnete die Bienen als hochsensible Tiere, die besonders empfindlich auf die heute verbreitet in der intensiven Landwirtschaft eingesetzten Chemikalien reagieren.
Der dramatische Rückgang der Bienen sei auch eine Folge von Milben, Bakterien und Pilzen, denen sich das Immunsystem der Bienen angesichts vieler auf sie wirkenden negativen Einflüsse zunehmend nicht mehr erwehren können. Die Zuhörer diskutierten darüber, dass der Verlust von Millionen Bienenvölkern weltweit gegenwärtig zu Milliardeneinbußen in der Landwirtschaft führt. Sie interessierten sich u.a. auch für die Gefahren, die aus dem Einsatz gentechnisch veränderter Nutzpflanzen für den Bestand der Bienen und für die Pflanzenwelt drohen.
Während seines Vortrages stellte der Imker auch einige der Produkte vor, die aus der fleißigen Tätigkeit seiner Bienenvölker stammen. Viele der heute in den Märkten angebotenen Honigsorten hätten nicht all zu viel mit naturbelassenem und frischem Honig mit einem hohen Gehalt wertvoller Inhaltsstoffe zu tun. Verschiedene zertifizierte Imkereiprodukte aus eigener Quelle können bei Dr. Greiner in Nordhausen bezogen werden. Seine Bienen tummeln sich auf Blüten, die sich im Harz und am Rande des Südharzes entfalten.
Die nächste Zusammenkunft der BUND-Kreisgruppe ist für den 10. Mai (Die) um 18:30 im Thomas-Mann-Haus vorgesehen. Für den 7.5. (Sonnabend) ist ein Pflegeeinsatz im NSG Alter Stolberg geplant. Interessenten sind herzlich willkommen. (0171/6530123)
Bodo Schwarzberg

