Hochkarätiges Kolloquium
Mittwoch, 11. Juni 2003, 10:27 Uhr
Nordhausen (nnz). Im Rahmen des 35. Rolandsfestes veranstaltet der Nordhäuser Geschichtsverein ein Kolloquium anlässlich des 475. Geburtstages einer weit über die Grenzen der Region bekannten Nordhäuser Persönlichkeit. Einzelheiten zum Jubilar und zur Veranstaltung erhalten Sie wie immer mit einem Klick auf MEHR.
Anlässlich des 475. Geburtstags des streitbaren Theologen und großen Historikers Cyriakus Spangenberg veranstaltet der Nordhäuser Geschichts- und Altertumsverein am Sonnabend, dem 14. Juni 2003, in der Gaststätte Finkenburg, Domstraße 23, ein Kolloquium, zu dem sich namhafte Wissenschaftler angesagt haben.
Wer war Cyriakus Spangenberg?
Im Pfarrhaus St. Blasii in Nordhausen wurde am 7. Juni 1528 er als Sohn des Pfarrers Johann Spangenberg geboren. Er besuchte die Lateinschule in seiner Geburtsstadt und bezieht - gerade mal 14 Jahre alt - die Universität in Wittenberg. Johann Spangenberg brachte seinen Sohn Cyriakus zu Luther. Das persönliche Interesse Luthers und Melanchthons geleiten den jungen Mann durch seine Studienzeit. Spangenberg war ein begeisterter Schüler und blieb zeitlebens ein Bewunderer Luthers und bekannte sich auch stets dankbar zu den Anregungen, die Melanchthon seinen wissenschaftlichen Interessen gegeben hatte. Neben Theologie und Philosophie widmete er sich bereits in jungen Jahren geschichtlichen und literaturhistorischen Studien. Dies schlug sich in etwa 200 Schriften nieder, die Spangenberg verfasste.
1547 nahm er eine Lehrerstelle an der Lateinschule in Eisleben an, wo sein Vater Johann Superintendent war. 1550 wurde er Prediger an der St. Andreas-Kirche in Eisleben, drei Jahre später Stadt- und Schlossprediger und 1559 Generaldekan zu Mansfeld. Weitere Stationen seines Lebens waren Antwerpen, Sangerhausen, Leutenberg bei Saalfeld, Straßburg und Vacha an der Werra. Am 10. Februar 1602 starb Cyriakus Spangenberg in Straßburg. Mit Nordhausen hatte er stets gute Verbindungen gepflegt und dem Magistrat seiner Vaterstadt in Dankbarkeit die stattliche Folioschrift der Brautpredigen seines Ehespiegels (1561) gewidmet.
Das Kolloquium beginnt um 10 Uhr und befasst sich mit dem Leben und Wirken des berühmten Theologen und Historikers. Zum Ablauf der hochkarätigen und kostenfreien Veranstaltung:
Nach der Begrüßung um 10 Uhr durch den Vorsitzenden des Nordhäuser Geschichtsvereins, Hans-Jürgen Grönke, und dem Grußwort der Oberbürgermeisterin Barbara Rinke, wird Prof. Günter Wartenberg (Leipzig) zum Thema Nordhausen Heimat und Herkunft des Cyriakus Spangenberg referieren. Um 10.50 Uhr gibt Dr. Bernd Feike (Westerhausen) einen Einblick in die Chroniken des Hochadels aus dem 16. Jahrhundert und ihren Autor Cyriakus Spangenberg. Der Streit um die Erbsünde und das Exil in Schlitz ist Inhalt des Vortrags von Dr. Volker Jung (Lauterbach/Hessen) um 11.30 Uhr. Prof. Lemmer aus Halle/Saale spricht anschließend zum Thema Cyriakus Spangenberg und die Teufelsbücher.
Nach der Mittagspause beschließt Ulrich Hausmann (Weimar) mit seinen Anmerkungen zum Epitaph für Michael Meyenburg von Lucas Cranach d. Jüngeren Die Auferweckung des Lazarus die Vorträge. Danach (etwa um 14.30 Uhr) schließt sich eine Führung durch die Altstadt zu den Städten der Kindheit Cyriakus Spangenbergs an. Interessenten sind zu diesem Kolloquium herzlich eingeladen.
Autor: rhAnlässlich des 475. Geburtstags des streitbaren Theologen und großen Historikers Cyriakus Spangenberg veranstaltet der Nordhäuser Geschichts- und Altertumsverein am Sonnabend, dem 14. Juni 2003, in der Gaststätte Finkenburg, Domstraße 23, ein Kolloquium, zu dem sich namhafte Wissenschaftler angesagt haben.
Wer war Cyriakus Spangenberg?
Im Pfarrhaus St. Blasii in Nordhausen wurde am 7. Juni 1528 er als Sohn des Pfarrers Johann Spangenberg geboren. Er besuchte die Lateinschule in seiner Geburtsstadt und bezieht - gerade mal 14 Jahre alt - die Universität in Wittenberg. Johann Spangenberg brachte seinen Sohn Cyriakus zu Luther. Das persönliche Interesse Luthers und Melanchthons geleiten den jungen Mann durch seine Studienzeit. Spangenberg war ein begeisterter Schüler und blieb zeitlebens ein Bewunderer Luthers und bekannte sich auch stets dankbar zu den Anregungen, die Melanchthon seinen wissenschaftlichen Interessen gegeben hatte. Neben Theologie und Philosophie widmete er sich bereits in jungen Jahren geschichtlichen und literaturhistorischen Studien. Dies schlug sich in etwa 200 Schriften nieder, die Spangenberg verfasste.
1547 nahm er eine Lehrerstelle an der Lateinschule in Eisleben an, wo sein Vater Johann Superintendent war. 1550 wurde er Prediger an der St. Andreas-Kirche in Eisleben, drei Jahre später Stadt- und Schlossprediger und 1559 Generaldekan zu Mansfeld. Weitere Stationen seines Lebens waren Antwerpen, Sangerhausen, Leutenberg bei Saalfeld, Straßburg und Vacha an der Werra. Am 10. Februar 1602 starb Cyriakus Spangenberg in Straßburg. Mit Nordhausen hatte er stets gute Verbindungen gepflegt und dem Magistrat seiner Vaterstadt in Dankbarkeit die stattliche Folioschrift der Brautpredigen seines Ehespiegels (1561) gewidmet.
Das Kolloquium beginnt um 10 Uhr und befasst sich mit dem Leben und Wirken des berühmten Theologen und Historikers. Zum Ablauf der hochkarätigen und kostenfreien Veranstaltung:
Nach der Begrüßung um 10 Uhr durch den Vorsitzenden des Nordhäuser Geschichtsvereins, Hans-Jürgen Grönke, und dem Grußwort der Oberbürgermeisterin Barbara Rinke, wird Prof. Günter Wartenberg (Leipzig) zum Thema Nordhausen Heimat und Herkunft des Cyriakus Spangenberg referieren. Um 10.50 Uhr gibt Dr. Bernd Feike (Westerhausen) einen Einblick in die Chroniken des Hochadels aus dem 16. Jahrhundert und ihren Autor Cyriakus Spangenberg. Der Streit um die Erbsünde und das Exil in Schlitz ist Inhalt des Vortrags von Dr. Volker Jung (Lauterbach/Hessen) um 11.30 Uhr. Prof. Lemmer aus Halle/Saale spricht anschließend zum Thema Cyriakus Spangenberg und die Teufelsbücher.
Nach der Mittagspause beschließt Ulrich Hausmann (Weimar) mit seinen Anmerkungen zum Epitaph für Michael Meyenburg von Lucas Cranach d. Jüngeren Die Auferweckung des Lazarus die Vorträge. Danach (etwa um 14.30 Uhr) schließt sich eine Führung durch die Altstadt zu den Städten der Kindheit Cyriakus Spangenbergs an. Interessenten sind zu diesem Kolloquium herzlich eingeladen.
