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Fliegende Kühe

Sonntag, 10. April 2011, 09:38 Uhr
Naturdefizite und fliegende Kühe, Beginn der Serie über das Klöppeln, eine literarische Betrachtung des Bodetals und Gedanken zum Internationalen Jahr der Wälder - all das findet der interessierte Leser in der April-Ausgabe von „UNSER HARZ“. Wir haben schon mal darin geblättert...


In diesem Heft stellt sich das HöhlenErlebnisZentrum Iberger Tropfsteinhöhle vor. Durch die Erweiterung der früheren Tropfsteinhöhle werden Besonderheiten der geologischen Formationen sichtbar gemacht, die vor vielen Jahrmillionen in einem warmen Meer in der Gegend des heutigen Madagaskar entstanden sind, bevor dieses Riff durch die Kontinentalverschiebung hier im Harz gelandet ist. Chemische Prozesse haben zur Bildung von Höhlen und Bodenschätzen geführt und der älteste Stammbaum der Welt mit noch heute in der Gegend lebenden Nachfahren konnte hier nachgewiesen werden.

Dr. Gerhard Trommers Artikel über Naturdefizite – „Last child in the woods“ und fliegende Kühe – führt uns schließlich wieder zurück in den Harz, auf eine Oberharzer Bergwiese, und zeigt uns eindringlich, dass wir sehr achtsam mit unserer schönen Natur und Landschaft umgehen sollten, damit sie nicht zur ausgebeuteten touristischen Brache verkommt, sondern ihre Weite, Stille und Fülle an unberührter Schönheit und Wildheit, auch ihre überwucherte Geschichte, ihre Geheimnisse und ihre Einsamkeit behalten darf.

Die Serie über die Geschichte des Klöppelns beginnt in diesem Heft mit einem Blick darauf, wo die Ursprünge dieser Kunstfertigkeit zu sehen sind und wie es dazu kam, dass sie schließlich Einzug in das Bergbaustädtchen Annaberg im Erzgebirge gehalten und dort große Verbreitung gefunden hat.

Bodetal (Foto: privat) Bodetal (Foto: privat)

In literarischen Zitaten über das Bodetal (Bild) erfahren wir u. a., dass auch dort schon vor 150 Jahren der touristische Rummel beklagt wurde, aber auch, welche Wildheit und Schönheit dieser Ort in sich birgt, mit denen er seine Besucher schon seit Jahrhunderten in seinen Bann geschlagen hat.

Ein Forstmann macht sich anlässlich des Internationalen Jahres der Wälder Gedanken zum Wald, zu Aspekten seiner Entwicklung, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit. Das Nationalpark-Forum ruft dazu auf, sich am Fotowettbewerb des Nationalparks in Zusammenarbeit mit der Jungfer-Druckerei in Herzberg unter der Schirmherrschaft des bekannten Tierfilmers und -fotografen Andreas Kieling zu beteiligen.

Wanderungen im Nationalpark und auf dem Karstwanderweg, Lautenthaler Montanistisches Kolloquium, Teleskoptreffen, Nacht der Offenen Pforte in Walkenried, Oster- und Walpurgisfeiern und Sportevents wie der Harzer Mountainbike Cup 2011 und der erste Globetrotter Harz Triathlon werden angekündigt und verschiedene Buchrezensionen erzählen von Geschichte und Zukunft deutscher Wälder, von Burgen und Schlössern im Harz und von den Lebenswelten der Oberharzer Bevölkerung, die mit ihrer Genügsamkeit
Landesreichtum geschaffen und die Grundlage gebildet hat für all die herausragenden Erfindungen, die hier gemacht werden konnten, wie die Fahrkunst, das Drahtseil, die bakteriologische Forschung des Robert Koch und selbst das Dynamit, das von dem Vater Robert Kochs zusammen mit Alfred Nobel aus dem mit Pochsand vermischten Sprengöl weiterentwickelt
wurde.

„UNSER HARZ“ ist zu beziehen über die Oberharzer Druckerei in Clausthal-Zellerfeld, Tel. 05323 2533, Fax 2534, Email fischerthielbar.clausthal@t-online.de und ist auch in diversen Buchläden, Museen und Touristinformationen erhältlich. Einzelheft 2,10 €, Abopreis (12 Hefte) 27,- € inkl. USt. u. Versandkosten.
Autor: nnz

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