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Jubiläumsspiel für Wacker

Donnerstag, 07. April 2011, 20:06 Uhr
Am 24. Spieltag der Köstritzer-Liga Thüringen treffen am Sonntag um 14.30 Uhr im Albert-Kuntz-Sportpark der FC Einheit Rudolstadt und der FSV Wacker 90 Nordhausen unter Leitung von Dirk Honnef aus Gotha aufeinander. Der Vorbericht von Klaus Verkouter in Ihrer nnz...

Trainer Jens Eisenschmidt (Foto: Klaus Verkouter) Trainer Jens Eisenschmidt (Foto: Klaus Verkouter)

Dies ist das 200. Thüringenliga-Spiel in Wackers Geschichte. Von den bisherigen 199 Partien gewann Wacker 78, spielte 51-mal unentschieden und verließ nach 70 Vergleichen als Verlierer den Platz. 343-mal konnte Wacker eigene Tore bejubeln. Zwischen den beiden Kontrahenten gab es bisher 15 Auseinandersetzungen, aber dieses hat neben dem Jubiläumscharakter in erster Linie wegweisende Bedeutung für den Saisonrest.

Wacker-Trainer Jens Eisenschmidt (Bild) trifft außerhalb des Spielfeldes auf Rudolstadts 52-jährigen Coach Jürgen Raab, der sich schon Bundesligaluft um die Nase wehen ließ. Für den Nordhäuser Trainer war neben dem überzeugenden 4:1-Auswärtssieg gegen den bis dahin zu Hause ungeschlagenen SC 1903 Weimar erfreulich, wenigsten Damian Raczka und Tino Steinberg wieder für einige Minuten einsetzen zu können und in Dominik Kohlhause eine wertvolle Unterstützung gehabt zu haben.

Dafür konnten vier andere Leistungsträger aus diesem Spiel sowie Daniel Wiegleb und Lars Pohl bis gestern nicht trainieren. René Taute muss noch ein Spiel pausieren. Da die Wackerreserve am Sonntag zeitgleich beim Tabellenvierten Dachwig/Döllstädt antritt, bleiben wenig Besetzungsalternativen, denn beide Nordhäuser Teams brauchen unbedingt die für den Klassenerhalt notwendigen Punkte.

Jens Eisenschmidt meinte zur Wichtigkeit des kommenden Verbandsligaspiels: „Wenn das Spiel gezogen werden kann, wird es uns die Richtung weisen mit dem Anschluss ans Mittelfeld, ansonsten geht es weiter nur über Einsatz, Kampf und das Wissen um die prekäre Abstiegssituation. Über Taktik brauchen wir uns dann nicht viel zu unterhalten.“

Weiter führte er aus: „Der Sieg in Weimar war ein guter Anfang in dieser Hinsicht. Ein weiterer Erfolg wäre auch für das Selbstvertrauen vor dem dann folgenden Spiel in Heiligenstadt wichtig. Aber gegen Rudolstadt wird es kein Selbstläufer, auch wenn die Fans einen Sieg erwarten. Auf jeden Fall ist die Stimmung beim Training wieder gut.“

Noch nie gab es zwischen beiden Vereinen ein torloses Unentschieden. Fallen wieder viele Tore? Im Albert-Kuntz-Sportpark ist es die achte Begegnung beider Kontrahenten seit 1958. Sechsmal siegte die Wackerelf. Nur einmal – im Nordhäuser Abstiegsjahr 2001 – konnte Rudolstadt hier die Punkte entführen. In der Hinrunde verlor Wacker in einem hochklassigen Spiel nach einer 2:1-Führung nach einem Platzverweis in Unterzahl noch 2:3.

In den Reihen der Rudolstädter Gäste steht der Ex-Wackeraner Thomas Hurt, der ebenso wie Andy Raab, Stefan Bloß (alle vom SV SCHOTT Jena), Immo Trübger (1. FC Gera 03) und Stefan Staskewitsch (VfB 09 Pößneck) zur Verstärkung der Heidecksburgstädter geholt wurden. Deshalb lautete die Zielstellung der Saison folgerichtig, den 1. bis 6. Platz zu belegen. Diesem hohen Anspruch konnten auch die Gäste bisher nicht gerecht werden.

Statt eines Spiels um vordere Plätze geht es jetzt ums Überleben in der Liga, wobei der FC Einheit seine 22 Punkte mit zwei Spielen weniger erreichte.
Klaus Verkouter
Autor: nnz

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