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Die „Längste“ in Thüringen

Donnerstag, 05. Juni 2003, 15:46 Uhr
Da! Nordhausen (nnz). Endlich ein Thüringer Rekord in Nordhausen. Der Rekord wurde vor kurzem in die Erde gesetzt und heute feierlich übergeben. Wenn sie mehr über den Thüringen-Rekord wissen wollen, dann sollten Sie jetzt ganz schnell auf den MEHR-Button klicken.


Heute übergab der Bau- und Wirtschaftsdezernent der Stadt Nordhausen, Dietrich Beyse (CDU), die mit 800 Metern längste Ulmenanpflanzung in Thüringen. Die Stadtverwaltung Nordhausen pflanzte im April 2003 an der südlichen Stadteinfahrt an der B 4 in Richtung Erfurt im Rahmen des Stadtschmuckprogramms 80 Ulmen der Sorte Resista-Ulmen „Regal“.

Auf Grund des Ulmensterbens in den 70er und 80er Jahren - durch einen Pilz verursacht und durch den Ulmensplintkäfer übertragen - seien die Ulmenbestände bundesweit extrem dezimiert worden, erläuterte der Baudezernent. Er freue sich deshalb, dass mit der Neupflanzung dieser resistenten Sorte der traditionsreiche Baum nun auch in Nordhausen wiederkehre.

Jahrelange Forschungen zur Züchtung von hochresistenten Ulmen-Sorten begannen schon 1920 nachdem man den Erreger kannte - hatten aber wenig Erfolg. Erst als 1958 Prof. E.B. Smalley von der Universität Wisconsin diese Aufnahme übernahm, kristallisierten sich schließlich hochresistente, für den Anbau in Europa geeignete Sorten heraus. Die Baumschule Appel aus Darmstadt, die die Bäume lieferte, hat die alleinigen Rechte für die Zuchtarbeit der Resista–Ulmen für Europa erworben.

Die gepflanzten Ulmen sind rund 6 Meter hoch. Sie wachsen jährlich 50 bis 60 Zentimeter und können eine durchschnittliche Höhe von 20 Metern erreichen. Die Bäume einschließlich der Gutachten, Pflege und Pflanzung kosteten insgesamt 31.000 Euro.
Autor: nnz

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