nnz-online

Alles klar im Klassenzimmer?

Montag, 04. April 2011, 16:02 Uhr
Können Sie etwas mit der Heterogenität im Klassenzimmer anfangen? Nein? Ist nicht schlimm. Dafür gibt es Experten, die sich fast ein ganzes Wochenende damit beschäftigen. Zum Beispiel jetzt in Nordhausen.


Die von Stadtverwaltung Nordhausen und Schulamt Worbis am Wochenende organisierte Fachtagung „Förderung von Heterogenität im Klassenzimmer – Belastung oder Chance?“ war ein großer Erfolg, was auch sonst. Das sagte Stephanie Knoche, Bildungsreferentin im Nordhäuser Amt für Kultur, Soziales und Bildung. „Das Angebot war für alle Lehrer des Schulamtsbezirkes, für Kindergärtnerinnen und pädagogisches Personal offen; 180 Teilnehmer waren nach Nordhausen gekommen“, so Frau Knoche weiter zu Tagung, die in der Berufsbildenden Schule für Gesundheit, Soziales und Wirtschaft an der Morgenröte stattfand.

„Es gab hochkarätig besetzte Referenten: Spannende und kritische Auseinandersetzung mit der Frage der Inklusion im gemeinsamen Unterricht, den Forderungen der UN- Behindertenrechtskonvention, den Veränderungen in der Thüringer Schullandschaft ermöglichten die Vorträge von Professor Hans Wocken und Frau Professor Monika Vernooij sowie dem Staatsekretär Roland Merten“, sagte Frau Knoche.

„Professor Gerald Hüther als Neurobiologe und begleitender Wissenschaftler des Thüringer Bildungsmodells 'neue Lernkultur in Kommunen' begeisterte mit seinem Vortrag 'Stell Dir vor, es ist Schule und alle wollen hin'. Dabei forderte er intensiv auf, Lernvermittlung neu zu denken und die Grundlage jeden Lernens – emotionale Begeisterung – zu nutzen“, so Frau Knoche.

Der Samstag habe im Zeichen der Beschäftigung mit einzelnen Bereichen der Förderung gestanden. „Die Teilnehmer setzten sich individuell in Workshops und Seminaren mit Fragen zu differenziertem Unterricht, notwendigen Grundlagen und Veränderungen, didaktischem Material etc. zur bestmöglichen Förderung von Kindern in heterogenen Klassen und Lerngruppen auseinander. Bei allen Angeboten wurde die Möglichkeit zu kritischer Auseinandersetzung mit den Themen genutzt. Die vielfältigen Diskussionen waren nach Aussagen der Teilnehmer anregend, aufschlussreich und zielführend. Die häufig geäußerte Bitte nach einer Weiterführung dieser Veranstaltung zeigt dass große Interesse an dieser Thematik.“

Nun kann ja nur noch alles gut werden - in den Schulen in Nordhausen und dem "Rest" der weiten Thüringer Schullandschaft.
Autor: nnz

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de