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Notizen aus dem Stadtrat (1)

Mittwoch, 04. Juni 2003, 18:13 Uhr
Nordhausen (nnz). Zum 34. Mal trafen sich in dieser Legislaturperiode die Mitglieder des Nordhäuser Stadtrates. Bevor es jedoch an die ersten Beschlüsse ging, wurde debattiert, geplauscht, sich geärgert und gelacht....


Fragen der Bürger
Nach langer, langer Zeit stand wieder mal ein Nordhäuser unter 25 Jahren vorm Mikrofon während der Bürger-Fragestunde. Und es ging um Jugendthemen, genauer gesagt, um die Gründung eines Jugendbeirates. Den wollen die Nutzer des Jugendverbandshauses in der Halleschen Straße. Auch die nnz-Leser hatten sich mehrheitlich dafür ausgesprochen. Im Sozialausschuß, so sagte Marcel Hardrath von den JuLis, habe man die Meinung geäußert, dass es momentan Wichtigeres gebe. Bürgermeister Klaus Wahlbuhl (SPD) regte indes an, dass sich solch ein Beirat (ähnlich dem Seniorenbeirat) doch selbst konstituieren könne. Dieses Gremium würde dann vor den entsprechenden Beschlüssen in der Diskussion mit herangezogen. Gegenüber nnz kündigte Hardrath schließlich an, dass sich dieser Beirat am 11. Juni konstituieren werde.


Abriß vielleicht noch in diesem Jahr?
Das alte Industriegebäude entlang der Zillestraße (ehemals Fernmeldewerk) könne eventuell noch in diesem Jahr abgerissen werden. Diese Hoffnung äußerte Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD). Mit dem Besitzer des Gebäudes und dem Arbeitsamt werde derzeit eine Finanzierungsvariante diskutiert. Alle bisherigen Versuche, die Altlast einer Nutzung zuzuführen, seien letztlich gescheitert. Rinke sagte auch, die FMN Communication GmbH habe nach dem Abriß Interesse am Erwerb des Grundstückes.


Theater erhitzte Gemüter
Das Theater Nordhausen hatte in den zurückliegenden Tagen wieder für Wirbel in der politischen Landschaft der Rolandstadt gesorgt (siehe nnz-Archiv). Und so wollte der 2. ehrenamtliche Beigeordnete, Dr. Klaus Gebhardt (SPD), denn auch wissen, was es mit der Einladung für die OB zur Podiumsdiskussion auf sich gehabt habe. Rinke sagte, dass sie der kurzfristige Einladung nicht folgen konnte durch Verpflichtungen beim Kirchentag. Weder der Aufsichtsratsvorsitzende der GmbH noch die Gesellschafter hätten eine schriftliche Einladung erhalten. Im Streit um den Ausschreibungstext für die neue Chefstelle am Theater verwies Barbara Rinke auf Passagen im Gesellschaftervertrag. So soll dort geschrieben stehen, dass einer der Geschäftsführer die Bezeichnung „Intendant“ tragen kann.

Den Konfrontationskurs, welchen die Theaterleitung derzeit fahre, den bezeichnete Tilly Pape (CDU) als unfair und unter der Gürtellinie.
Autor: nnz

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