„Himmel“ und „Hölle“ in Nordhausen
Mittwoch, 04. Juni 2003, 14:33 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Umgestaltung der Nordhäuser Promenade in der Innenstadt in Nachbarschaft zum Theater soll spätestens Ende Juni abgeschlossen sein. Was sich bisher verändert hat, und was noch bewegt werden soll, das können Sie mit einem Klick auf MEHR erfahren.
Es müssen noch Teile der Wege im oberen Drittel der Promenade gebaut, der Neptunbrunnen neu eingefasst, einzelne Pflanzarbeiten erledigt und Bänke, Sitzhocker und Papierkörbe aufgestellt werden, sagte Mario Manolow vom Stadtplanungsamt, der das Projekt Historischer Stadtrundgang betreut, zu dem die Promenade gehört. Darüber hinaus würden in den nächsten Wochen im oberen Promenadenteil fünf Spielstationen für Kinder gebaut.
Auf einer Länge von 300 Metern habe man die Stadtmauer entlang der Promenade saniert, erklärte Markus Jähnichen vom beauftragten Planungsbüro. Dabei haben wir die historische Nachtigallenpforte als Durchlass in Richtung Hagen wieder komplett hergestellt und neu eingefasst. Weiterhin seien ehemals vorhandene Durchblicke in der Mauer wiederhergestellt worden. Vor der Sanierung habe man die Stadtmauer allerdings erst einmal sichtbar machen müssen. Jähnichen: Die historische Stadtbefestigung war zum großen Teil zugewuchert. War haben das Grün zurückgenommen, haben hohe Sträucher ersetzt durch sogenannte Bodendecker-Pflanzen. Damit kommt die Mauer optisch zur vollen Geltung und rückt damit auch wieder in das Bewusstsein der Menschen, die auf dem neuen Hauptweg unmittelbar neben der Mauer laufen werden.
Die Promenade sei seit einigen Tagen durch eine neugepflanzte Hainbuchen-Hecke vom Theaterplatz abgegrenzt. Die sich gleich dahinter anschließende Wiese links des Hauptweges bleibt – als Aktionsfläche - praktisch unverändert. Hier ist Platz zum Spielen, Erholen und für kleine Aufführungen, erklärte Jähnichen.
Weiter in Richtung Wallrothstraße schließt sich gleich hinter der Wiese – unmittelbar an der Stadtmauer - ein arenen-artiges, teils mit Pflastersteinen teils mit Sand befestigtes großes Halbrund an, das von Sitzgelegenheit gesäumt sein wird. Das ist die 'Speakers-Corner'. Auch hier kann es kleinere Veranstaltungen, zum Beispiel kleine Musik- oder Theateraufführungen geben.
Unmittelbar hinter der Speakers-Corner wird der ehemalige Spielplatz erneuert. Der neue Sand, sei schon da, neue Spielgeräte würden folgen. Die fünf weiteren Spielstationen – ebenfalls mit Sand und Spielgeräten - die entlang der Wege aufgebaut würden, seien geeignet für Kinder ab fünf Jahren. Hier kann man beim Durchbummeln immer mal einen kleinen Halt machen.
Gleich neben dem Neptunbrunnen sind die vier sogenannten Themengärten angelegt. Sie stehen für die möglichen Stationen der menschlichen Existenz. Jähnichen: Die Bepflanzung im 'Paradies' zeichnet sich durch Üppigkeit und Ursprünglichkeit aus. Hier finden sich Farne, weißblühende Pflanzen und natürlich der unverzichtbare Apfelbaum. Im Themengarten 'Leben' dominieren leuchtende Farben, die Pflanzen haben straffe Wuchsformen, während im 'Himmel' weißer Kies auf dem Bonden und blaublühende Pflanzen dominieren. Eher dunkel und rot blühend zeige sich die Hölle, in deren Mitte der Teufelskrückstock – eine Aralien-Pflanze – wachse. Überragt werden die Themengärten von der riesigen Blutbuche. Für den benachbarten Neptun-Brunnen werde zur Zeit eine Muschelkalk-Einfassung gebaut, die auf das Material des Brunnen-Beckens abgestimmt sei. Mit dieser neuen Einfassung ist der gesamte Brunnen besser begehbar, erklärte der Planer.
Grundphilosophie der Neugestaltung der Promenade sei das Schaffen großzügiger Räume gewesen. Das sei vor allem durch die Neuordnung der Bepflanzung erreicht worden. Sieben große neuen Bäume – darunter die Sumpf-Eiche und ein Urwald-Mammut-Baum – seien neu gesetzt worden und weitere 850 Sträucher.
Autor: nnz
Es müssen noch Teile der Wege im oberen Drittel der Promenade gebaut, der Neptunbrunnen neu eingefasst, einzelne Pflanzarbeiten erledigt und Bänke, Sitzhocker und Papierkörbe aufgestellt werden, sagte Mario Manolow vom Stadtplanungsamt, der das Projekt Historischer Stadtrundgang betreut, zu dem die Promenade gehört. Darüber hinaus würden in den nächsten Wochen im oberen Promenadenteil fünf Spielstationen für Kinder gebaut. Auf einer Länge von 300 Metern habe man die Stadtmauer entlang der Promenade saniert, erklärte Markus Jähnichen vom beauftragten Planungsbüro. Dabei haben wir die historische Nachtigallenpforte als Durchlass in Richtung Hagen wieder komplett hergestellt und neu eingefasst. Weiterhin seien ehemals vorhandene Durchblicke in der Mauer wiederhergestellt worden. Vor der Sanierung habe man die Stadtmauer allerdings erst einmal sichtbar machen müssen. Jähnichen: Die historische Stadtbefestigung war zum großen Teil zugewuchert. War haben das Grün zurückgenommen, haben hohe Sträucher ersetzt durch sogenannte Bodendecker-Pflanzen. Damit kommt die Mauer optisch zur vollen Geltung und rückt damit auch wieder in das Bewusstsein der Menschen, die auf dem neuen Hauptweg unmittelbar neben der Mauer laufen werden.
Die Promenade sei seit einigen Tagen durch eine neugepflanzte Hainbuchen-Hecke vom Theaterplatz abgegrenzt. Die sich gleich dahinter anschließende Wiese links des Hauptweges bleibt – als Aktionsfläche - praktisch unverändert. Hier ist Platz zum Spielen, Erholen und für kleine Aufführungen, erklärte Jähnichen.
Weiter in Richtung Wallrothstraße schließt sich gleich hinter der Wiese – unmittelbar an der Stadtmauer - ein arenen-artiges, teils mit Pflastersteinen teils mit Sand befestigtes großes Halbrund an, das von Sitzgelegenheit gesäumt sein wird. Das ist die 'Speakers-Corner'. Auch hier kann es kleinere Veranstaltungen, zum Beispiel kleine Musik- oder Theateraufführungen geben.
Unmittelbar hinter der Speakers-Corner wird der ehemalige Spielplatz erneuert. Der neue Sand, sei schon da, neue Spielgeräte würden folgen. Die fünf weiteren Spielstationen – ebenfalls mit Sand und Spielgeräten - die entlang der Wege aufgebaut würden, seien geeignet für Kinder ab fünf Jahren. Hier kann man beim Durchbummeln immer mal einen kleinen Halt machen.Gleich neben dem Neptunbrunnen sind die vier sogenannten Themengärten angelegt. Sie stehen für die möglichen Stationen der menschlichen Existenz. Jähnichen: Die Bepflanzung im 'Paradies' zeichnet sich durch Üppigkeit und Ursprünglichkeit aus. Hier finden sich Farne, weißblühende Pflanzen und natürlich der unverzichtbare Apfelbaum. Im Themengarten 'Leben' dominieren leuchtende Farben, die Pflanzen haben straffe Wuchsformen, während im 'Himmel' weißer Kies auf dem Bonden und blaublühende Pflanzen dominieren. Eher dunkel und rot blühend zeige sich die Hölle, in deren Mitte der Teufelskrückstock – eine Aralien-Pflanze – wachse. Überragt werden die Themengärten von der riesigen Blutbuche. Für den benachbarten Neptun-Brunnen werde zur Zeit eine Muschelkalk-Einfassung gebaut, die auf das Material des Brunnen-Beckens abgestimmt sei. Mit dieser neuen Einfassung ist der gesamte Brunnen besser begehbar, erklärte der Planer.
Grundphilosophie der Neugestaltung der Promenade sei das Schaffen großzügiger Räume gewesen. Das sei vor allem durch die Neuordnung der Bepflanzung erreicht worden. Sieben große neuen Bäume – darunter die Sumpf-Eiche und ein Urwald-Mammut-Baum – seien neu gesetzt worden und weitere 850 Sträucher.
