Vollbracht!
Mittwoch, 04. Juni 2003, 12:57 Uhr
Sollstedt (nnz). Wieder einmal ist es in der Gemeinde Sollstedt gelungen, einen weiteren Mosaikstein zur Erneuerung der Infrastruktur hinzuzufügen – allen Problemen zum Trotz! Wenn Sie jetzt neugierig geworden sind, dann klicken Sie doch einfach auf MEHR.
Es geht um die Kirchstraße im Ortsteil Wülfingerode. Probleme gab es zuhauf! Die erste Hürde, die für die Gemeindeverwaltung Sollstedt zu nehmen war, war die Zustimmung der Thüringer Straßenbauverwaltung zu den erforderlichen Baumaßnahmen in der Kirchstraße und damit Fördermittel zu erlangen. Da die geplante Brückensanierung über den Mühlgraben zu keiner nennenswerten Erhöhung der Lasteinstufung geführt hätte, wäre die Maßnahme nicht förderfähig gewesen. Also wurde neu geplant und ein Brückenabriss mit anschließendem Neubau vorgesehen. Nachdem die Förderfähigkeit anerkannt und der 1. Spatenstich bereits terminiert worden war, traten völlig überraschend die Denkmalschützer auf den Plan.
Im Landratsamt hatte man festgestellt, dass es sich vermutlich um die älteste Brücke im Landkreis handelte – also wurde ein Abriss kurzerhand untersagt. Neuer Plan – alte Brücke als Unterbau erhalten – neue Brücke darüber bauen, also Altes erhalten, Neues gestalten. Damit waren die Denkmalschützer (leicht zähneknirschend, weil von der alten Brücke nicht mehr viel zu sehen ist) schließlich einverstanden. Dies jedoch wurde nun durch das Staatliche Umweltamt nicht ohne weiteres akzeptiert, weil es sich nämlich bei dem Baubereich um das natürliche Überschwemmungsgebiet der Wipper handelt.
Ein weiterer Kompromiss musste her, nämlich für jeden Zentimeter Erhöhung im Brückenbereich einen Zentimeter Absenkung in anderen Bereichen – bis ins Detail hydraulisch nachgewiesen und schließlich genehmigt. Ein Aufatmen war bei allen Beteiligten zu spüren, als am 18. Oktober 2002 endlich der erste Spatenstich ausgeführt werden konnte. Jetzt hätte es richtig mit Volldampf weitergehen können, hätten da nicht ein schwimmender Baugrund und Väterchen Frost den Bauleuten einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht. Um also nicht in ein paar Jahren das ganze noch einmal von vorn beginnen zu müssen, wurden die Arbeiten zwar begonnen aber in der Woche vor Weihnachten eingestellt und erst nach Ablauf der Frostperiode am 24. März 2003 wieder aufgenommen.
Nachdem in gemeinsamer Kraftanstrengung alle sich dargebotenen Schwierigkeiten ausgeräumt waren, wurde am 27. Mai 2003 (fast in aller Stille) die Endabnahme der Baumaßnahme mit dem Arbeitstitel Erneuerung der Kirchstraße und der Brücke über den Mühlgraben durchgeführt. Anschließend konnte das Bauwerk endlich seiner Bestimmung übergeben werden. Die Vertreter des Bauherren Gemeinde Sollstedt, des Ingenieurbüros Bruchwalski, der Baufirma Tief- und Meliorationsbau Worbis, des Thüringer Straßenbauamtes Leinefelde, der Unteren Wasser- sowie Naturschutzbehörde sowie des Abwasserzweckverbandes Bode-Wipper zeigten sich mit dem Ergebnis ebenso zufrieden wie der Ortsbürgermeister.
Autor: nnzEs geht um die Kirchstraße im Ortsteil Wülfingerode. Probleme gab es zuhauf! Die erste Hürde, die für die Gemeindeverwaltung Sollstedt zu nehmen war, war die Zustimmung der Thüringer Straßenbauverwaltung zu den erforderlichen Baumaßnahmen in der Kirchstraße und damit Fördermittel zu erlangen. Da die geplante Brückensanierung über den Mühlgraben zu keiner nennenswerten Erhöhung der Lasteinstufung geführt hätte, wäre die Maßnahme nicht förderfähig gewesen. Also wurde neu geplant und ein Brückenabriss mit anschließendem Neubau vorgesehen. Nachdem die Förderfähigkeit anerkannt und der 1. Spatenstich bereits terminiert worden war, traten völlig überraschend die Denkmalschützer auf den Plan.
Im Landratsamt hatte man festgestellt, dass es sich vermutlich um die älteste Brücke im Landkreis handelte – also wurde ein Abriss kurzerhand untersagt. Neuer Plan – alte Brücke als Unterbau erhalten – neue Brücke darüber bauen, also Altes erhalten, Neues gestalten. Damit waren die Denkmalschützer (leicht zähneknirschend, weil von der alten Brücke nicht mehr viel zu sehen ist) schließlich einverstanden. Dies jedoch wurde nun durch das Staatliche Umweltamt nicht ohne weiteres akzeptiert, weil es sich nämlich bei dem Baubereich um das natürliche Überschwemmungsgebiet der Wipper handelt.
Ein weiterer Kompromiss musste her, nämlich für jeden Zentimeter Erhöhung im Brückenbereich einen Zentimeter Absenkung in anderen Bereichen – bis ins Detail hydraulisch nachgewiesen und schließlich genehmigt. Ein Aufatmen war bei allen Beteiligten zu spüren, als am 18. Oktober 2002 endlich der erste Spatenstich ausgeführt werden konnte. Jetzt hätte es richtig mit Volldampf weitergehen können, hätten da nicht ein schwimmender Baugrund und Väterchen Frost den Bauleuten einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht. Um also nicht in ein paar Jahren das ganze noch einmal von vorn beginnen zu müssen, wurden die Arbeiten zwar begonnen aber in der Woche vor Weihnachten eingestellt und erst nach Ablauf der Frostperiode am 24. März 2003 wieder aufgenommen.
Nachdem in gemeinsamer Kraftanstrengung alle sich dargebotenen Schwierigkeiten ausgeräumt waren, wurde am 27. Mai 2003 (fast in aller Stille) die Endabnahme der Baumaßnahme mit dem Arbeitstitel Erneuerung der Kirchstraße und der Brücke über den Mühlgraben durchgeführt. Anschließend konnte das Bauwerk endlich seiner Bestimmung übergeben werden. Die Vertreter des Bauherren Gemeinde Sollstedt, des Ingenieurbüros Bruchwalski, der Baufirma Tief- und Meliorationsbau Worbis, des Thüringer Straßenbauamtes Leinefelde, der Unteren Wasser- sowie Naturschutzbehörde sowie des Abwasserzweckverbandes Bode-Wipper zeigten sich mit dem Ergebnis ebenso zufrieden wie der Ortsbürgermeister.
