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Schindhelm erwägt rechtliche Schritte gegen Wahlbuhl

Freitag, 02. Februar 2001, 14:05 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Lesung von Michael Schindhelm am Sonntag im Nordhäuser Theater wird verschoben. Darauf haben sich nach nnz-Informationen Schindhelm und Theater-Intendantin Monika Pirklbauer verständigt.
Schindhelm wollte im Nordhäuser Theater aus seinem Buch "Roberts Reise" lesen und mit den Zuhörern diskutieren. Da der einstige Geschäftsführer der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH vor kurzem seine inoffizielle Mitarbeiter bei der Stasi zugegeben hatte, wurde er vom Aufsichtsrat der GmbH ausgeladen. In einem vom Aufsichtsratsvorsitzenden Klaus Wahlbuhl verfaßten Brief an Schindhelm heißt es: "Sie haben hier in Nordhausen eine Karriere begonnen, die auf Verheimlichungen und Unwahrheiten beruht." Wegen dieser Passage will Michael Schindhelm rechtliche Schritte gegen Wahlbuhl erwägen, berichtet dpa. Schindhelm wird in dem Brief vorgeworfen, seine Stasi-Mitarbeit bei seiner Einstellung am Nordhäuser Theater verschwiegen zu haben. Nach seinen Angaben war dies bei der Einstellung gar kein Thema. "Wer mich der Lüge bezichtigt, muß auch den Beweis dafür erbringen", sagte Schindhelm der Agentur. Die Tageszeitung "Die Welt" berichtete im vergangenen Monat, daß Schindhelm während seiner IM-Tätigkeit niemanden denunziert hätte. Das hätte die Einsicht der Akten ergeben, so die Zeitung. Wenn sie eine Meinung zu Schindhelm, seiner IM-Tätigkeit, seiner Arbeit in Nordhausen und seiner Ausladung haben, dann schicken eine Mail an: redaktion@nnz-online.de.
Autor: nnz

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