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WBG bereitet 100. Geburtstag mit Festschrift vor

Freitag, 02. Februar 2001, 10:40 Uhr
Nordhausen (nnz). In diesem Jahr kann in Nordhausen auf 100 Jahre genossenschaftliches Bauen und Wohnen zurückgeblickt werden. Am 5. Juli 1901 wurde die "Nordhäuser Spar- und Bauverein eGmbH" beim "Königlichen Amtsgericht zu Nordhausen" eingetragen. Damit schlug die Geburtsstunde der ersten Nordhäuser Wohnungsbaugenossenschaft. Hintergrund dieses Schrittes war die Verbesserung der Wohnsituation der arbeitenden Menschen. Mehrfach wurde um die Jahrhundertwende die katastrophale Wohnungssituation der Menschen mit niedrigem und mittlerem Einkommen kritisiert. Mit dem "Nordhäuser Spar- und Bauverein" sollten diese Verhältnisse verändert werden. Das Konzept erwies sich als Erfolg, so daß im Jahr 1909 der "Beamtenwohnungsverein" und 1921 die "Siedlungs- und Baugenossenschaft für Nordhausen" gegründet wurden.
Aus diesen drei Vereinen mit genossenschaftlichem Charakter ging 1954 die "Nordhäuser Baugenossenschaft eGmbH" hervor, der unmittelbare Vorläufer der heutigen Wohnungsbaugenossenschaft Nordhausen (WBG). Im Vorstand an der Bochumer Straße haben bereits jetzt die Vorbereitungen auf den "100." begonnen. Noch im vergangenen Jahr hatte sich die WBG an die Nordhäuser Bürger mit der Bitte gewandt, alte Dokumente, Papiere oder Fotos zur Verfügung zu stellen. "Diese große Resonanz hätten wir nicht erwartet", freut sich der WBG-Vorstand. Mietverträge, Statuten, Quittungsbücher, sogar die protokollierte Erfassung von freiwilligen Arbeitsstunden wurden der WBG zur Verfügung gestellt. Das Material wird zur Zeit gesichtet und bearbeitet, die wichtigsten und interessantesten Dokumente sollen in eine Festschrift einfließen, die zum 100. Geburtstag herausgegeben wird. "Der geschichtliche Abriß des genossenschaftlichen Wohnens soll sich als ein Teil Nordhäuser Stadtgeschichte verstehen. Das genossenschaftliche Wohnen in der Rolandstadt hat wesentlichen Anteil an der Veränderung des Stadtbildes. Ganze Straßenzüge kamen durch das genossenschaftliche Bauen in Nordhausen hinzu", so der Vorstand.
Die WBG als größte Genossenschaft Nordthüringens ist sich dieser Tradition bewußt. Nach 1990 lief ein einmaliges Investitions- und Sanierungsprogramm an, das auch in diesem Jahr nicht an Tempo verlieren wird. Denn auch nach 100 Jahren gilt: Die Wohnungsbaugenossenschaft garantiert für ihre Mitglieder sicheren, komfortablen und anspruchsvollen Wohnraum zu erschwinglichen Preisen.
Autor: nnz

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