Erinnerungen für die Zukunft
Dienstag, 22. März 2011, 09:16 Uhr
Wer wird in einigen Jahren noch über die Apokalypse des ehemaligen KZ Mittelbau-Dora berichten können. Wer kann seine eigenen Erlebnisse jungen Menschen weitergeben? Die Zeitzeugen werden nicht mehr da sein. Ein Projekt soll jetzt deren Erinnerungen für die Zukunft dokumentieren...
Am 12. April 2011 wird in der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora an den 66. Jahrestag der Befreiung des Lagers durch amerikanische Truppen gedacht. Auch in diesem Jahr werden ehemalige Häftlinge aus Ost- und Westeuropa, Israel und Australien anreisen, um nochmals den Ort ihrer Leiden zu besuchen. Doch die Zahl der ehemaligen Häftlinge und damit der Zeugen der nationalsozialistischen Verbrechen sinkt immer weiter. In absehbarer Zukunft wird keiner der ehemals Verfolgten mehr mit eigenen Erinnerungen zur Auseinandersetzung mit den NS-Verbrechen beitragen.
Deshalb stellt sich auch für die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora die Frage, wie man die Lebensgeschichten der Häftlinge für die Zukunft bewahren kann. Zu diesem Zweck wurden verstärkt Videointerviews geführt, um für zukünftige Generationen die Erinnerung zu erhalten. Einige dieser Videos sind bereits in der ständigen Ausstellung der KZ-Gedenkstätte zu sehen. Auch im Rahmen der diesjährigen Veranstaltungen zum Jahrestag der Befreiung werden
verschiedene ehemalige Häftlinge des KZ Mittelbau-Dora interviewt.
Hilfe bekommt die KZGedenkstätte nun durch das Göttinger Institut für Demokratieforschung der Georg-AugustUniversität Göttingen rund um seinen Leiter Prof. Dr. Franz Walter. Die Mitarbeiter des Instituts werden die Interviews aufzeichnen, um so die KZ-Gedenkstätte bei der Sicherung der Erinnerung zu unterstützen. Die Universität Göttingen und die KZ- Gedenkstätte Mittelbau-Dora setzten mit diesem Projekt eine erfolgreiche Zusammenarbeit fort, die – auch durch das Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte – nun schon seit über 15 Jahren besteht.
Autor: nnzAm 12. April 2011 wird in der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora an den 66. Jahrestag der Befreiung des Lagers durch amerikanische Truppen gedacht. Auch in diesem Jahr werden ehemalige Häftlinge aus Ost- und Westeuropa, Israel und Australien anreisen, um nochmals den Ort ihrer Leiden zu besuchen. Doch die Zahl der ehemaligen Häftlinge und damit der Zeugen der nationalsozialistischen Verbrechen sinkt immer weiter. In absehbarer Zukunft wird keiner der ehemals Verfolgten mehr mit eigenen Erinnerungen zur Auseinandersetzung mit den NS-Verbrechen beitragen.
Deshalb stellt sich auch für die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora die Frage, wie man die Lebensgeschichten der Häftlinge für die Zukunft bewahren kann. Zu diesem Zweck wurden verstärkt Videointerviews geführt, um für zukünftige Generationen die Erinnerung zu erhalten. Einige dieser Videos sind bereits in der ständigen Ausstellung der KZ-Gedenkstätte zu sehen. Auch im Rahmen der diesjährigen Veranstaltungen zum Jahrestag der Befreiung werden
verschiedene ehemalige Häftlinge des KZ Mittelbau-Dora interviewt.
Hilfe bekommt die KZGedenkstätte nun durch das Göttinger Institut für Demokratieforschung der Georg-AugustUniversität Göttingen rund um seinen Leiter Prof. Dr. Franz Walter. Die Mitarbeiter des Instituts werden die Interviews aufzeichnen, um so die KZ-Gedenkstätte bei der Sicherung der Erinnerung zu unterstützen. Die Universität Göttingen und die KZ- Gedenkstätte Mittelbau-Dora setzten mit diesem Projekt eine erfolgreiche Zusammenarbeit fort, die – auch durch das Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte – nun schon seit über 15 Jahren besteht.

