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Vor 50 Jahren

Montag, 26. Mai 2003, 16:13 Uhr
Nordhausen (nnz). In diesem Jahr jährt sich zum 50. Mal der Volksaufstand in der ehemalgen DDR. Was an diesem Tag und an den Folgetagen in Nordhausen passierte, darüber wird der Nordhäuser Geschichts- und Heimatforscher Rainer Hellberg anlässlich des 50. Jahrestages des Volksaufstandes in der DDR berichten. Neugierige können schon jetzt einen Klick wagen.


Hellberg, der auch für die nnz schreibt, wird am 17. Juni um 19.30 Uhr im Bürgersaal im Neuen Rathaus wichtige Ergebnisse aus der 80–seitigen Arbeit „Der 17. Juni in Nordhausen“ vorstellen, die er gemeinsam mit Fritz Schmalz erstellt hat. Er wird darüber berichten, welche Ursachen und Folgen dieser Tag hatte und welche Einzelschicksale sich damit verbanden. Für die Arbeit haben Hellberg und Schmalz jahrelang in Bundes- und Staatsarchiven recherchiert. Nordhausen war 1953 eine von 12 Städten bzw. 10 Kreisen des damaligen Bezirkes Erfurt, in denen es Aufstände gab.

Am 18. Juni um 9.30 Uhr enthüllt – ebenfalls anlässlich des 50. Jahrestages – Nordhausens Bürgermeister Klaus Wahlbuhl an der Otto-Reckstat-Brücke zwischen Hallescher- und Barbarossa Straße eine Gedenktafel für Otto Reckstat – eine der Symbolfiguren des 17. Juni in Nordhausen. Reckstat war seit 1952 Gewerkschaftsgruppenorganisator im Nordhäuser VEB ABUS Maschinenbau gewesen und wurde von seinen Kollegen zum Streikführer während der Arbeitsniederlegung am 17./18. Juni gewählt. Er wurde am 17. Juli 1953 verhaftet und zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt und im Dezember 1956 entlassen. 1957 flüchtet er mit seiner Frau aus der DDR nach Westberlin.

Zu dieser Veranstaltung lädt das städtische Amt für Kultur, Bildung und Soziales herzlich ein. Der Eintritt ist frei.
Autor: nnz

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