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Verbesserung begrüßt

Mittwoch, 16. März 2011, 07:11 Uhr
Die Initiative „Höchste Eisenbahn für den Südharz“ hat die seit Montag dieser Woche verfügbaren geänderten Baufahrpläne für die Strecke Northeim – Nordhausen analysiert und einige Verbesserungen festgestellt...


Vor allem in der vorgesehenen ersten Bauphase vom 17. April bis zum 1. Mai hat es merkliche Veränderungen gegeben. So werden die Züge nun von Nordhausen bis zum Haltepunkt Bad Lauterberg-Barbis durchfahren und nicht bereits in Walkenried wenden. Der Umstieg in die Omnibusse nach Northeim erfolgt nun in Barbis. Dies erspart den Reisenden zum einen eine halbe Stunde Busfahrt und sorgt zudem dafür, dass sich in Herzberg die Anschlüsse nach und von Osterode am Harz und Braunschweig deutlich verbessern.

Von Osterode nach Northeim gibt es nun stündliche gute Übergänge in beiden Richtungen. Nach und von Walkenried gibt es in den Hauptverkehrszeiten ebenfalls stündliche schnelle Anschlüsse, ansonsten bestehen diese alle 2 Stunden. Um dies zu ermöglichen und auch in Northeim vernünftige Anschlüsse nach und von Göttingen und Hannover zu erhalten, muss während der zwei genannten Wochen vom reinen Stundentakt abgewichen werden. Züge und Busse verkehren in den geraden und ungeraden Stunden in unterschiedlichen Zeiten. In Nordhausen bleiben aber alle Anschlüsse nach und von Erfurt und Halle bestehen.

Auch die angekündigten zusätzlichen Direktbusse zwischen Herzberg und Göttingen sind im Plan enthalten und bieten Pendlern einige passable Verbindungen – auch für solche, die aus Osterode oder Walkenried in Richtung Oberzentrum wollen.

In der Phase 2 der Bauarbeiten verkehren die Züge wie vorgesehen im Stundentakt zwischen Nordhausen und Herzberg. Der Busverkehr zwischen Herzberg und Northeim erfolgt auch im Taktfahrplan, ergänzt um 4 direkte Busse zwischen Herzberg und Göttingen und zurück.

Man müsse sich wohl oder übel mit den sechswöchigen Bauarbeiten abfinden, meint Michael Reinboth von der Initiative, obgleich man dort immer noch davon überzeugt ist, dass es auch in kürzerer Zeit ginge und dass vor allem Züge auf einem Gleis verkehren könnten. Die Busfahrpläne sind nun besser, aber für bestimmte Kundengruppen gibt es dennoch schwerwiegende Einschränkungen.

Deswegen fordert man bei „Höchste Eisenbahn“ in Ergänzung zu den nachgebesserten Plänen einen erhöhten Service während der Bauphase. Zum einen sollten ausschließlich Niederflur-Omnibusse zum Einsatz kommen, um einen mit den Triebwagen vergleichbaren Ein- und Ausstieg zu ermöglichen, zum anderen möchte die Initiative in Barbis bzw. später in Herzberg einen Servicemitarbeiter der Bahn sehen, der beim Umsteigen hilft und Fahrgäste berät. Im Falle von Barbis könnte dieser Service auch von einem Zugbegleiter wahrgenommen werden, da der Triebwagen dort ohnehin wendet und in dieser Zeit ein Bus abfährt und einer ankommt.

Über der gesamten Maßnahme schwebt freilich das Damoklesschwert des unbefristeten Streiks der GDL-Lokomotivführer, der sowohl die Bauarbeiten wie auch den Ersatzfahrplan durcheinander bringen könnte. Pendler aus Herzberg hätten dann aber immerhin die Chance, mit einem SEV-Bus problemlos nach Göttingen zu kommen…
Michael Reinboth
Autor: nnz

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