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Sehr übersichtlich

Montag, 14. März 2011, 15:47 Uhr
Der Nordhäuser Kreisausschuss musste sich heute mit einer recht übersichtlichen Tagesordnung beschäftigen. Dabei ging es auch um eine Art der „Vergangenheitsbewältigung“...


Mit Vergangenheit ist die Entscheidung der Thüringer Landesregierung gemeint, den Landkreis Nordhausen nicht in die Riege der Optionskommunen aufzunehmen (nnz berichtete). Doch dazu später. Zuerst einmal war „Japan“ das Thema. Man hoffe, dass dort alles noch gut abgehe und den Menschen kein Schaden entstehe, so Vizelandrätin Jutta Krauth (SPD). Das war es zur Katastrophe.

Danach die Ausgaben jenseits von 10.000 Euro. Insgesamt wurden drei Vorlagen beraten. Das betrifft die Reparatur einer Treppe der Berufsschule in der Straße der Genossenschaften (14.000 Euro), die Komplettsanierung der Dachhaut des Förderzentrums Bleicherode (73.000 Euro) und einen Zuschuss zur Schwimmhalle Sollstedt in Höhe von 50.000 Euro. Letztlich wurden die Ausgaben genehmigt, gegen die Einwände von Matthias Jendricke und Jens Schlichting (beide SPD).

Was ist angemessen für die Kosten der Unterkunft für bedürftige Menschen im Landkreis Nordhausen? Seitens des Jobcenters werden aktuell die Kosten überprüft und neu berechnet. Ergebnis soll ein schlüssiges Konzept sein, das es bisher so noch nicht gegeben hat. Erste Details wurden heute dem Kreisausschuss vorgestellt.

So sei eine Arbeitsgruppe zwischen Mitarbeitern der Kreisverwaltung und des Jobcenters gegründet worden. Die Frage, die beantwortet werden soll, lautet ganz einfach: Was ist angemessen? Welche Größe der Wohnung, welcher Standard, welcher Preis? All das, was heute vorgestellt wurde ist das Erstellen eines schlüssigen Konzeptes zur Erstellung der Angemessenheit der Kosten der Unterkunft. Die nnz hat dazu eine Dokumentation zusammengestellt.

Noch Fragen aus der Runde der Kreisausschussmitglieder? Franka Hitzing wollte wissen, ob eine Wohnung mit Kohlenheizung unter dem Standard liege? Ja, so die Antwort. Matthias Jendricke war neugierig, ob denn 4,20 Euro für den Quadratmeter immer noch angemessen seien, wo es in vergleichbaren Städten 4,50 oder 4,60 Euro seien und wann es zu einer Beschlussfassung komme. Darauf Jutta Krauth: In einem der nächsten Kreistage, nach ausgiebiger Diskussion in den zuständigen Ausschüssen.

Zur realen Vergangenheitsbewältigung kommen wir in einem weiteren Beitrag
Autor: nnz

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