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Selbsthilfegruppe der Händler

Montag, 14. März 2011, 14:21 Uhr
Was den Händlern in der Nordhäuser Altstadt gewährt wird, das sollte auch für deren "Kollegen" in der Bahnhofstraße gelten. Das ist eine der Forderungen einer neue Werbegemeinschaft, die sich vor einigen Tagen in Nordhausen gegründet hat...


Händler des City-Centers sowie der Bahnhofstraße in Nordhausen haben Anfang März eine Werbegemeinschaft gegründet. Die zehn Gründungsmitglieder wählten die Apothekerin Julie Garke als Vorsitzende. "Wir wollen künftig die Einkaufs- und Erlebniskultur in der Bahnhofstraße auf ein noch höheres Niveau haben. Die Südharz-Galerie haben wir dabei bereits als Partner gewinnen können. Eine gleiche Unterstützung erhoffen wir uns von der Nordhäuser Stadtverwaltung und vom Stadtrat", sagte Frau Garke der nnz.

Mit dem Centermanagement der Südharz-Galerie sowie deren Werbegemeinschaft sollen künftig publikumswirksame Aktionen koordiniert und abgestimmt werden. Los geht es mit dem Kindertag in der Bahnhofstraße am 28. Mai, weitere Aktionen sollen folgen. Die Gründungsmitglieder wollen nicht etwa eine handelspolitische Mitsprache in dieser Stadt, sie wollen einfach was machen. Und sie haben Forderungen:

Die Stadtverwaltung müsse diesen Bereich von Nordhausen mehr und effektiver unterstützen. So sollten die Händler am Bahnhof, einem wichtigen Tor zur Stadt schlechthin, mit den Händlern in der Altstadt gleichgestellt werden. Vor allem in punkto der Sondernutzungsgebühren. "Warum muss ein Eis-Café in der Bahnhofstraße für jeden Tisch, für den Straßenverkauf, für die Markise Gebühren zahlen, während diese Gelder von den Händlern in der Altstadt nicht eingefordert werden", fragen sich die Macher der neuen Werbegemeinschaft.

Jetzt soll ein Termin im Nordhäuser Rathaus erfragt werden, einladen wollen die Händler dazu auch die Vorsitzenden der Stadtratsfraktionen. Themen werden neben den unterschiedlichen Gebühren auch die Fragen nach einer Entwicklungskonzeption für diesen Stadtbereich sein. Nur Bäume zu pflanzen reiche nicht, warum können hier keine Blumenkübel aufgestellt werden, ohne dass die Händler dafür berappen müssen. Auch erhofft sich die neue Gemeinschaft Unterstützung bei der Suche nach Investoren für nicht genutzte Immobilen. Warum können zur Weihnachtszeit keine Buden in der Bahnhofstraße aufgebaut werden, statt dessen drängeln sich Tausende über drei Wochen zwischen zwei Rathäusern hindurch?

Wenn es in Nordhausen schon eine Bipolarität der Zentren gebe, dann dürfe eines davon nicht stiefmütterlich behandelt, dem anderen aber komplette integrierte Stadtentwicklungskonzepte gewidmet werden. Hier müsse es eine Gleichbehandlung geben, fordern die Mitglieder der neuen Werbegemeinschaft, die sich nicht als Konkurrenz zum Nordhäuser Gewerbeverein versteht.
Autor: nnz

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