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Auf lokale Händler setzen

Dienstag, 20. Mai 2003, 14:20 Uhr
Nordhausen (nnz). Die ansässigen Einzelhändler in Nordhausen seien das „Salz in der Suppe“, deshalb sollen sie Teil des Branchen-Mix im neuen Einkaufszentrum am Pferdemarkt sein. Das meint jedenfalls Dennis Rossing, der Investor des neuen Einkaufszentrums am Pferdemarkt. Was er Händlern der Altstadt noch sagte, das erfahren Sie mit einem Klick auf MEHR.


Zugehört Der Geschäftsführer der ROSCO Planungs- und Marketinggesellschaft für Immobilienverwaltung GmbH will vor allem die ansässigen, kleinen Händler in sein Konzept einbinden, weil sie die Individualität hätten, nach der die Kunden suchten. „Deshalb setzen wir bei unserem Zentrum am Tor zur Altstadt nicht ausschließlich auf Filialisten“, sagte Rossing während eines Treffen mit den Händlern der Altstadt, zu dem Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) und Dezernent Dietrich Beyse (CDU) am Abend eingeladen hatte. Gerade die Nähe zur Altstadt gebe dem Zentrum – Arbeitstitel: „Altstadt-Arkaden“ – das besondere Profil. „Ohne die Nähe zur Altstadt würde unser Objekt leiden. Viele Leute – auch von außerhalb werden kommen – weil sie wissen, dass es in der Nähe eine sehenswerte Altstadt gibt.“

Aus den Reihen der Händler wurde die Frage gestellt, ob mit der Inbetriebnahme des Zentrums nicht eine gewisse Verödung der umliegenden Bereiche eintreten würde. Dem hielt Rossing entgegen, dass jede Innenstadt einen „Magnet“ brauche, um Kunden – und damit weitere Geschäfte – anzuziehen. Das beste Beispiel sei die Bahnhofstraße wo es anfangs – mit dem Bau der „Südharz-Galerie“ – ähnliche Befürchtungen gegeben habe. Das Gegenteil sei eingetreten.

Mit mehr als 300 Parkflächen, größeren „Magnetbetrieben“ einer ansprechende Architektur bei gleichzeitiger Integration des Baukörpers in das Umfeld erreiche man am Tor zur Altstadt diese Anziehungskraft, von der auch die umliegenden Händler profitieren würden. Die Entscheidung der Verantwortlichen, die Stadtentwicklung vor allem im Zentrum zu konzentrieren, parallel dazu und damit die Altstadt zu entwickeln und hier die Kaufkraft zu binden, sei richtig gewesen. „Ohne dieses Zentrum in der Innenstadt würde sie in Zukunft langsam ausbluten“, meinte Rossing. „Wir warten schon lange auf so ein Zentrum in der Stadtmitte und wir setzen darauf, dass es Kunden bringen wird!“, meinte eine Händlerin, die ihr Geschäft in unmittelbarer Nachbarschaft des neuen Einkaufszentrums hat.
Autor: nnz

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