Jahrzehnte gesammelt
Montag, 19. Mai 2003, 10:43 Uhr
Nordhausen (nnz). DEFA-Filmplakate aus den 70er und 80er Jahren zeigt der Nordhäuser Sammler Herbert Gerhardt im Nordhäuser Museum Tabakspeicher in der Bäckerstraße. Wem Gerhardt die Sammlung eigentlich zu verdanken hat, das erfahren Sie mit einem Klick auf MEHR.
Die Plakate verdanke ich eigentlich Wolfgang Knabe, der jahrelang Filmvorführer im Kino Neue Zeit war und mir die Plakate immer heimlich überlassen hat, sagte Gerhardt am Sonntag zur Eröffnung seiner Ausstellung durch Dr. Manfred Schröter. Er habe – seit der Weimarer Republik - aus sieben Gesellschaftsordnungen, in denen er gelebt habe, alles an Papier gesammelt, was zu bekommen war.
Wenn man über diesen langen Zeitraum sammelt, kann man recht gut den jeweiligen Charakter nachzeichnen, sagte der 73-jährige. Was hier zu sehen ist, ist nur die Spitze eine Eisbergs, sagte Gerhardt angesichts der rund 60 Plakate zu DDR-Filmklassikern wie Sieben Sommersprossen. Die Vielfalt der Plakate ist meine Freude, so der Sammler, der auch alle Filme gesehen hat, da er - unter anderem für kirchliche Zeitungen - Rezensionen geschrieben hatte.
Dr. Schröter bezeichnete die Sammlung als guten Rückblick auf Zeit- und Kulturgeschichte der DDR. Die DDR-Filmproduktion war aufgrund der ideologischen Zwänge selektiv, sie hat aber auch mit einigen Werken ihren Beitrag zur Filmkunstklassik geleistet. Die Ausstellung ist einen Monat lang in der Nordhäuser Altstadt zu sehen. Der Tabakspeicher ist von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet.
Autor: nnz
Die Plakate verdanke ich eigentlich Wolfgang Knabe, der jahrelang Filmvorführer im Kino Neue Zeit war und mir die Plakate immer heimlich überlassen hat, sagte Gerhardt am Sonntag zur Eröffnung seiner Ausstellung durch Dr. Manfred Schröter. Er habe – seit der Weimarer Republik - aus sieben Gesellschaftsordnungen, in denen er gelebt habe, alles an Papier gesammelt, was zu bekommen war. Wenn man über diesen langen Zeitraum sammelt, kann man recht gut den jeweiligen Charakter nachzeichnen, sagte der 73-jährige. Was hier zu sehen ist, ist nur die Spitze eine Eisbergs, sagte Gerhardt angesichts der rund 60 Plakate zu DDR-Filmklassikern wie Sieben Sommersprossen. Die Vielfalt der Plakate ist meine Freude, so der Sammler, der auch alle Filme gesehen hat, da er - unter anderem für kirchliche Zeitungen - Rezensionen geschrieben hatte.
Dr. Schröter bezeichnete die Sammlung als guten Rückblick auf Zeit- und Kulturgeschichte der DDR. Die DDR-Filmproduktion war aufgrund der ideologischen Zwänge selektiv, sie hat aber auch mit einigen Werken ihren Beitrag zur Filmkunstklassik geleistet. Die Ausstellung ist einen Monat lang in der Nordhäuser Altstadt zu sehen. Der Tabakspeicher ist von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet.
