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Auf dem Sollstedter Friedhof soll gerüttelt werden

Mittwoch, 31. Januar 2001, 13:02 Uhr
Sollstedt (nnz). Nun endlich hat die Gemeinde Sollstedt eine Friedhofsgebührensatzung. Fast ein Jahr haben sich die Verwaltung und die Ausschüsse des Gemeinderates mit dieser Satzung beschäftigt. Da wurden Gespräche mit der Kommunalaufsicht des Landkreises und mit dem Thüringern Gemeinde- und Städtebund geführt. Denn bei dieser Satzung geht es um des Steuerzahlers Geld und viel Emotion.
"Ein sensibles Thema", bestätigte auch Bürgermeister Jürgen Hohberg der nnz. Schließlich muß sich die Gemeinde gegen alle Eventualitäten eines funktionierenden Friedhofs absichern. Das beginnt bereits mit der Standfestigkeit der Grabsteine. Hier seien Rüttelproben erforderlich, um deren Standhaftigkeit zu testen. Erst wenn dieser Nachweis protokolliert ist, sei die Gemeinde rechtlich abgesichert. Hohberg weiß, das da großer emotionaler Ärger der Bürger auf die Gemeindeverwaltung zukommen werde. Erfahrungen mit umgelegten Grabsteinen machte in den zurückliegenden Jahren vor allem die Stadt Nordhausen.
Die Bürger der Gemeinde Sollstedt müssen sich nun aber erst einmal mit höheren Gebühren für ihren Friedhof vertraut machen. Sie sollen, so lautet der Beschluß, um rund ein Drittel angehoben werden. Trotzdem ist die Gemeindeverwaltung von einer die Kosten deckenden Betreibung des Gottesackers weit entfernt. Den geplanten Ausgaben in diesem Jahr in Höhe von 35.000 Mark stehen Einnahmen von lediglich 10.000 Mark gegenüber.
Autor: nnz

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