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Die Frau in der Kunst

Montag, 28. Februar 2011, 11:48 Uhr
Unter dem Thema „Die Frau in der Grafik“ werden noch bis zum 27. März im Kunsthaus Meyenburg internationale kleine druckgrafische Kunstwerke aus 26 Ländern präsentiert. Morgen gibt es eine Führung durch die „weibliche“ Ausstellung...


Am Dienstag, den 1. März, um 19.00 Uhr, führt Kunsthistorikerin Susanne Hinsching durch die Ausstellung. Die Darstellung der Frau spielt trotz der jeweiligen gesellschaftlichen Verhältnisse in der Kunstentwicklung immer eine besondere Rolle.

Die Art, sie wiederzugeben, dem jeweiligen Zeitideal entsprechend schön oder hässlich, idealisiert oder moralisiert, sachlich und in der Würde ihrer Individualität, wandelte sich in engem Zusammenhang mit den realen gesellschaftlichen Gegebenheiten und der daraus resultierenden gesellschaftlichen Stellung der Frau. Diese bestimmten auch immer die Motive der Frauendarstellungen in den vergangenen Jahrhunderten. Der Eintritt kostet 5 Euro.

Die zum Teil auf der Grafikbiennale in Ostrów-Wielkopolski prämierten Grafiken werden erstmals in Deutschland gezeigt. Die Grafiken haben als Gemeinsamkeit das Motiv „Frau“. Sie zeigen Frauenporträts, manchmal im Profil, manchmal frontal, mal mit landestypischer Tracht. Frauen in allen Lebenslagen, selbstbewusst oder verletzbar, bekleidet oder unbekleidet, mystisch oder traumhaft. Als Mutter, als Kriegerin, als Verführerin und Geliebte, als Göttin oder Sinnbild der Versuchung.

In mythologisch-antikem Kontext wie „Leda und der Schwan“, als Fruchtbarkeitsgöttin mit Fruchtkorb, mit Delfin, Fisch oder Rabe. Besonders der weibliche Akt bietet großes Potential der unterschiedlichsten Darstellungsmöglichkeiten: als Venus á la Botticelli, lasziv posierend oder nachdenklich sitzend, als Torso oder bis zur Unkenntlichkeit zerstückelt und wird im Kunsthaus auf mehr als 100 Werken dargestellt.
Autor: nnz

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