nnz-online

Klaus Zeh: Raumordnungsverfahren für Kuhberg läuft

Dienstag, 30. Januar 2001, 16:06 Uhr
Nordhausen/Erfurt (nnz). Der Landkreis Nordhausen und die Landes- und Regionalplanung standen am Freitag im Mittelpunkt einer Debatte im Thüringer Landtag. Für die Landesregierung nannte Minister Jürgen Gnauck (CDU) Entwicklungsziele wie die A38, die Fachhochschule und die Landesgartenschau. "Diese Projekte", so versicherte der Minister, "werden durch das Land zielgerichtet fortgeführt". Gnauck lobte ausdrücklich die Regionalplanung. Diese wurde durch die regionale Planungsgemeinschaft Nordthüringen erarbeitet und fließt ein in die Landesplanung. Mit der Ausweisung von Vorranggebieten für Natur und Landschaft, Landwirtschaft und Rohstoffe hat die Planungsgemeinschaft Vorsorge für die Zukunft getroffen - sowohl für den Fremdenverkehr als auch für die Wirtschaft.
Soweit Flächen unbeplant blieben - sogenannte weiße Flecken - müssen künftige Nutzungen oder Vorhaben durch Raumordnungsverfahren und Bauleitplanungen im Einzelfall geklärt werden. In diesem Zusammenhang ging der Minister auch auf den Gipsabbau im Südharz und auf das Industriegebiet in der Goldenen Aue ein. Die Konflikte dort könnten nur durch eine faire Abwägung der unterschiedlichen Entwicklungsziele aller unmittelbar Beteiligten gelöst werden. Dazu müssten alle Akteure in der Region beitragen. So werden zum Beispiel Fragen zum Gipsabbau am Kuhberg gegenwärtig in einem Raumordnungsverfahren geklärt. Auf dieses Verfahren dürfe die Landesregierung im Interesse der Sache keinen Einfluss ausüben, erläuert der CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Klaus Zeh (CDU). Minister Gnauck schätzte ein, dass die Belange des Naturschutzes in dieser Region sehr hohe Priorität haben. Die Bauleitplanung in der Goldenen Aue sei ausschließlich eine Angelegenheit der Region.
In einem intensiven Meinungsaustausch sprachen die Abgeordneten Dr. Klaus Zeh und Egon Primas (beide CDU) mit dem Arbeitskreis "Gipskarst Südharz" und mit der Bürgerinitiative zur "Rettung der Goldenen Aue". Es wurden weitere Gespräche vereinbart. Am Rande des Plenums übergab auf Vermittlung von Klaus Zeh die Bürgerinitiative "Rettung der Goldenen Aue" Unterschriften an Gnauck.
Autor: nnz

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de