DRK–Soforthilfe für 2500 Opfer
Montag, 12. Mai 2003, 15:57 Uhr
Nordhausen (nnz). Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) engagiert sich nicht nur in Deutschland. Es ist auch zur Stelle wenn es darum geht, in anderen Ländern zu helfen. Der Nordhäuser Kreisverband bat jetzt die nnz um Hilfe.
Der Kreisverband informierte die nnz über die Auswirkungen der Flutkatastrophe in Argentinien. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) engagiert sich dort mit einem Hilfsprogramm für Flutopfer. 2500 Personen sind unmittelbar von der Flut betroffen, die nach ungewöhnlich starken Regenfällen die Provinz Santa Fe überschwemmte. Jetzt werden Hygienesets, Matratzen und Bettdecken verteilt. Der langsam sinkende Wasserspiegel gibt den Blick frei auf das ganze Ausmaß der Zerstörungen. Die Überschwemmungen haben 75 Prozent der Fläche der Provinz Santa Fe in Mitleidenschaft gezogen.
Allein im April hatte die Niederschlagsmenge das Doppelte des normalen Jahresdurchschnittes erreicht. Am 28. April war der Rio Salado mit zeitweise zwei Zentimeter pro Stunde auf seinen Höchststand von 7,55 Meter (normal: 2,50 Meter) gestiegen. Als Folge der Überschwemmungen wurden Dämme unterspült und brachen. Die Provinzhauptstadt Santa Fe war am stärksten betroffen: etwa 35 Prozent der Stadt wurde völlig zerstört, Krankenhäuser mußten geräumt werden, in weiten Teilen der Stadt gibt es keine Elektrizitätsversorgung mehr.
Den vorerst 23 Toten stehen über 900 vermisste Personen gegenüber, sodass sich die Zahl der Opfer noch wesentlich erhöhen kann. Mehr als 100.000 Menschen mussten ihre überschwemmten Häuser verlassen und befinden sich in provisorisch eingerichteten Auffanglagern. Viele Personen weigern sich jedoch aus Angst vor Plünderungen ihre gefluteten Häuser zu verlassen und haben in den oberen Stockwerken oder auf den Dächern Zuflucht gesucht. Auch diese Menschen müssen versorgt werden. Das Argentinische Rote Kreuz ist bereits seit Beginn der Katastrophe vor Ort und engagiert sich bei der Rettung und in der medizinischen Notfallversorgung der Betroffenen.
Das DRK beteiligt sich in Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt daran, den betroffenen Familien so schnell wie möglich wieder ein normales Leben zu ermöglichen. Zunächst soll versucht werden, durch Notversorgungsmaßnahmen die Situation der betroffenen Personen zu verbessern und der Ausbreitung von Krankheiten entgegen zu wirken. Dazu gehört u.a. die Verteilung von Hygienesets, Matratzen, Bettdecken und Bettwäsche an 500 unmittelbar betroffene Familien (2500 Personen).
Um die Hilfe in Argentinien auf längere Sicht garantieren zu können, bittet das DRK um Spenden:
Deutsches Rotes Kreuz
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ 370 205 00
Konto 414141
Stichwort Argentinien
Autor: nnzDer Kreisverband informierte die nnz über die Auswirkungen der Flutkatastrophe in Argentinien. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) engagiert sich dort mit einem Hilfsprogramm für Flutopfer. 2500 Personen sind unmittelbar von der Flut betroffen, die nach ungewöhnlich starken Regenfällen die Provinz Santa Fe überschwemmte. Jetzt werden Hygienesets, Matratzen und Bettdecken verteilt. Der langsam sinkende Wasserspiegel gibt den Blick frei auf das ganze Ausmaß der Zerstörungen. Die Überschwemmungen haben 75 Prozent der Fläche der Provinz Santa Fe in Mitleidenschaft gezogen.
Allein im April hatte die Niederschlagsmenge das Doppelte des normalen Jahresdurchschnittes erreicht. Am 28. April war der Rio Salado mit zeitweise zwei Zentimeter pro Stunde auf seinen Höchststand von 7,55 Meter (normal: 2,50 Meter) gestiegen. Als Folge der Überschwemmungen wurden Dämme unterspült und brachen. Die Provinzhauptstadt Santa Fe war am stärksten betroffen: etwa 35 Prozent der Stadt wurde völlig zerstört, Krankenhäuser mußten geräumt werden, in weiten Teilen der Stadt gibt es keine Elektrizitätsversorgung mehr.
Den vorerst 23 Toten stehen über 900 vermisste Personen gegenüber, sodass sich die Zahl der Opfer noch wesentlich erhöhen kann. Mehr als 100.000 Menschen mussten ihre überschwemmten Häuser verlassen und befinden sich in provisorisch eingerichteten Auffanglagern. Viele Personen weigern sich jedoch aus Angst vor Plünderungen ihre gefluteten Häuser zu verlassen und haben in den oberen Stockwerken oder auf den Dächern Zuflucht gesucht. Auch diese Menschen müssen versorgt werden. Das Argentinische Rote Kreuz ist bereits seit Beginn der Katastrophe vor Ort und engagiert sich bei der Rettung und in der medizinischen Notfallversorgung der Betroffenen.
Das DRK beteiligt sich in Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt daran, den betroffenen Familien so schnell wie möglich wieder ein normales Leben zu ermöglichen. Zunächst soll versucht werden, durch Notversorgungsmaßnahmen die Situation der betroffenen Personen zu verbessern und der Ausbreitung von Krankheiten entgegen zu wirken. Dazu gehört u.a. die Verteilung von Hygienesets, Matratzen, Bettdecken und Bettwäsche an 500 unmittelbar betroffene Familien (2500 Personen).
Um die Hilfe in Argentinien auf längere Sicht garantieren zu können, bittet das DRK um Spenden:
Deutsches Rotes Kreuz
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ 370 205 00
Konto 414141
Stichwort Argentinien
