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nnz-Doku: Der Arbeitsmarkt im April

Mittwoch, 07. Mai 2003, 10:42 Uhr
Nordhausen (nnz). Auch für den Monat April stellt Ihnen die nnz den kompletten Arbeitsmarktbericht des Arbeitsamtes Nordhausen zur Verfügung. Mit einem Klick auf MEHR sind Sie also umfassend informiert.


Seit Jahresbeginn ist die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt in Nordthüringen angespannter als im Vorjahr. Insgesamt mussten sich mehr Frauen und Männer arbeitslos melden als in den ersten Monaten 2002. Dagegen konnten zwar mehr Personen die Arbeitslosigkeit beenden, aber nicht in dem gleichen Maße wie die Neumeldungen anstiegen. 18.485 Arbeitslosmeldungen wurden seit Januar dieses Jahres entgegen genommen, 2.234 mehr als von Januar bis April 2002. Dagegen meldeten sich 16.554 Personen in den ersten vier Monaten aus der Arbeitslosigkeit ab, das waren 619 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Diese Entwicklung begründet das hohe Niveau der Arbeitslosigkeit Ende April.

Noch fast 30.500 Arbeitslose

Die Arbeitslosenzahl ist im Berichtsmonat um 962 zurück gegangen und betrug am Monatsende 30.453. Im März wurde allerdings mit 1.250 gegenüber Februar ein höherer Rückgang der Arbeitslosigkeit festgestellt. Die saisonabhängigen Wirtschaftsbetriebe stellten im April wieder verstärkt männliche Arbeitskräfte ein. Damit wurden seit März genau so viele Männer wie in den zwei Vergleichsmonaten des Vorjahres in Beschäftigung gebracht. Da aber über die Wintermonate mehr Arbeitnehmer ihren Arbeitsplatz verloren haben, als im vergangenen Jahr, liegt die Männerarbeitslosigkeit noch beachtlich über dem Niveau des Vorjahres.

Insgesamt ist die Zahl der arbeitslosen Männer um 1.122 gegenüber März auf 15.122 Ende April zurück gegangen. Zur Vorjahresfrist bedeutet das aber einen Anstieg um fast 1.100. Allerdings liegt der Anteil der arbeitslosen Männer erstmals in diesem Jahr wieder unter dem der Frauen.

Ende April waren 15.331 Frauen von der Arbeitslosigkeit betroffen, 160 mehr als im März und über 380 mehr als im Februar. Im Vergleich zum April des Vorjahres ist die Arbeitslosenzahl der Frauen um 383 angestiegen. Damit ist erstmals seit einem Jahr die rückläufige Tendenz der Frauenarbeitslosigkeit unterbrochen.

Die Arbeitslosenquote auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen ist um 0,6 Prozentpunkte gegenüber dem Vormonat auf 19,5 Prozent Ende des Berichtsmonats zurück gegangen. Bezogen auf die abhängigen zivilen Erwerbspersonen errechnet sich diese Quote Ende April in Höhe von 21,1 Prozent. Darunter ergibt sich eine Arbeitslosenquote für die Männer in Höhe von 20,1 Prozent, 1,4 Prozentpunkte niedriger als im März. Die Quote für die Frauen betrug 22,3 Prozent gegenüber 22 Prozent im Vormonat. Um einen Prozentpunkt auf 14,6 Prozent veränderte sich die Arbeitslosenquote für jüngere Frauen und Männer unter 25 Jahren.

Nochmals hohe Zugänge

Während des Monats wurden in den Dienststellen des Arbeitsamtes Nordhausen 3.883 Arbeitslosmeldungen entgegen genommen, 52 mehr als im März und über 620 mehr als im April des Vorjahres. Vor ihrer Arbeitslosmeldung befanden sich 2.151 Frauen und Männer in einem Arbeitsverhältnis, im Vormonat meldeten sich dagegen nur 1.696 Arbeitnehmer aus einer Beschäftigung. Auch gegenüber dem Vergleichsmonat 2002 verloren über 370 Beschäftigte mehr ihren Job im ersten und zweiten Arbeitsmarkt.

Aus einer Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt meldeten sich 1.539 Arbeitnehmer, 213 mehr als im März. Nach beendeten Maßnahmen im zweiten Arbeitsmarkt mussten sich wieder 442 Teilnehmer arbeitslos melden, 177 mehr als vor vier Wochen.

Aus der Bauwirtschaft wurden 367 Meldungen entgegen genommen, über 60 weniger als im März und sogar über 100 weniger als im April des Vorjahres. Die Entlassungen im verarbeitenden Gewerbe sind mit 288 um fast 60 zum März und fast 70 gegenüber dem Vorjahresmonat angestiegen. Auch der Handel setzte 236 Arbeitskräfte frei, auch mehr als im Vormonat. Auf gleichem Niveau wie im März fielen im April die Arbeitslosmeldungen aus Betrieben, die Dienstleistungen für Unternehmen erbringen, aus.

Aus einer selbständigen Tätigkeit mussten sich im April 41 Frauen und Männer arbeitslos melden, 10 weniger als im Vormonat. Aus dem Wehr- und Zivildienst kamen 129 junge Männer, im März wurden hier nur 54 Meldungen erfasst. 408 Personen mussten erst einmal nach einer Ausbildung in die Arbeitslosigkeit gehen, leicht weniger als im Vormonat. Von diesen Absolventen beendeten 367 schulische Ausbildungen oder ein Studium. Aus betrieblichen und außerbetrieblichen Ausbildungen kamen 41 junge Leute, nur knapp halb so viel wie noch im März. Allerdings haben 20 Auszubildende ihr Berufsziel nicht erreicht.

Keiner Erwerbstätigkeit vor der Arbeitslosmeldung gingen 1.324 Personen nach, über 700 davon stellten sich nach einer Arbeitsunfähigkeit wieder der Arbeitsvermittlung zur Verfügung. 96 Frauen und Männer wurden nach Meldeversäumnissen und über 400 nach Erziehungs- und Pflegezeiten sowie nach Umzug erneut in das Vermittlungsgeschehen einbezogen.

1.267 Stellenangebote

Während des Monats wurden von den Vermittlungsfachkräften 1.267 Stellen registriert, 157 weniger als im März und 369 weniger als im Vorjahresmonat. Von den eingegangenen Arbeitsangeboten kamen 799 aus dem ersten Arbeitsmarkt, wobei 14 davon Angebote für geringfügige versicherungsfreie Beschäftigungen waren. Im März gab es aus den Wirtschaftsunternehmen 110 Angebote mehr, im April des Vorjahres wurden 35 Stellen mehr gemeldet.

Aus dem Baugewerbe kamen 183 Angebote, 64 weniger als im Vormonat und 138 weniger als im Vergleichsmonat 2002. Im verarbeitenden Gewerbe wurden 117 Arbeitskräfte gesucht, 20 weniger als vor vier Wochen und auch über 30 weniger als vor einem Jahr. Ebenfalls leicht rückläufig gegenüber dem Vormonat und dem Vorjahr sind die zu besetzenden Arbeitsplätze in Betrieben, die Dienstleistungen für Unternehmen erbringen. Insgesamt 136 Stellen wurden aus dieser Wirtschaftsabteilung gemeldet. Auch der Handel suchte wieder über 100 Arbeitnehmer, hier ist nach wie vor eine hohe Fluktuation zu verzeichnen. Die Nachfrage aus der Land- und Forstwirtschaft hat sich im April gegenüber März halbiert und ist mit 45 Arbeitsangeboten annähernd genau so hoch wie vor einem Jahr.

Im Monatsverlauf wurden für Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen 403 Stellen bewilligt, nur 13 weniger als im März, aber 150 weniger als vor einem Jahr. Weiterhin konnten in traditionellen Strukturanpassungsmaßnahmen 65 Arbeitsplätze anerkannt werden, das war ein Drittel weniger als im März und bedeutet gegenüber dem April des Vorjahres sogar ein Rückgang um drei Viertel.

Über 3.200 Abmeldungen in eine Erwerbstätigkeit

Im April meldeten sich insgesamt 4.845 Frauen und Männer aus der Arbeitslosigkeit ab, insgesamt 236 weniger als im März, auch über 100 weniger als im April 2002. Allerdings hat sich die Zahl der Abgänge in eine Erwerbstätigkeit im April gegenüber März erhöht, rückläufig sind die Abmeldungen wegen Arbeitsunfähigkeit und sonstiger Gründe.

3.210 Frauen und Männer nahmen im April eine Erwerbstätigkeit im ersten und zweiten Arbeitsmarkt auf, 254 mehr als im März. Von diesen Personen haben 1.490 nach Vermittlung oder durch Eigenbemühungen eine Arbeit ohne finanzielle Unterstützung des Arbeitsamtes aufgenommen, 85 weniger als im März.

Mit Eingliederungszuschüssen oder sonstigen Hilfen bei Neugründung konnten 284 Arbeitnehmer eine Beschäftigung beginnen, 43 mehr als im Vormonat. Von ihrem vorherigen Arbeitgeber wurden mit 772 genau so viele wieder eingestellt wie im März vorher. Im zweiten Arbeitsmarkt erhielten 420 Arbeitslose eine neue Chance, vor einem Monat waren das 188 weniger. In den Wehr- und Zivildienst meldeten sich 146 junge Männer ab, das Fünffache der Abmeldungen des Monats März.

Wegen Arbeitsunfähigkeit mussten im Monatsverlauf 820 aus dem Vermittlungsgeschehen heraus genommen werden, im März waren das noch 270 betroffene Personen mehr.
Für 148 Arbeitslose begannen berufliche Weiterbildungsmaßnahmen, rund 100 mehr gingen im Monat vorher in eine Qualifizierung. Weitere 58, vorwiegend junge Arbeitslose, nahmen eine betriebliche Ausbildung oder eine weiterbildende Schule bzw. ein Studium auf, genau so viele wie im Vormonat. In Maßnahmen zur beruflichen Eingliederung mündeten 21 behinderte Menschen ein, halb so viel wie im März.

270 Arbeitslose, die keine Leistungen vom Arbeitsamt erhalten, haben nach Aufforderung kein erneutes Arbeitsgesuch abgegeben und werden nicht mehr in die Vermittlungsaktivitäten einbezogen. Wegen Ausscheiden aus dem Erwerbsleben, Wohnortwechsel oder sonstiger Gründe sind über 300 Personen nicht mehr als Bewerber im Arbeitsamtsbezirk Nordhausen registriert.

Aktive Förderleistungen zur Integration in den Arbeitsprozess

Mit den verschiedenen Förderinstrumenten des Arbeitsamtes konnte im April die Beschäftigung von 2.748 Personen unterstützt werden, 78 weniger als vor einem Monat, aber 324 mehr als vor einem Jahr. Unternehmen der Region erhielten für die Neueinstellung von 158 Arbeitnehmern Eingliederungszuschüsse, in 53 Fällen für eine Einarbeitungszeit und in 100 Fällen für die Beschäftigung von Langzeitarbeitslosen und älteren Arbeitnehmern. Am Monatsende gewährte das Arbeitsamt 1.329 Arbeitnehmern Eingliederungszuschüsse in Wirtschaftsunternehmen.

In Strukturanpassungsmaßnahmen Ost für Wirtschaftsunternehmen befanden sich Ende April noch 347 Frauen und Männer, und weitere 418 wurden über Beschäftigungshilfen direkt gefördert. Diese zwei Förderarten werden seit Jahresanfang 2003 nicht mehr eingesetzt, allerdings sind Mittel bis zu den bewilligten Förderzeiträumen bereit gestellt.

Fast 70 Arbeitslose wagten im Berichtsmonat den Schritt in die Selbständigkeit mit der Zusage für Überbrückungsgeld. Ende April ist die Zahl der Existenzgründer mit Überbrückungsgeld um 21 gegenüber März auf 455 angestiegen. Vor einem Jahr erhielten 174 Personen weniger diese Leistung. Die Möglichkeit, einen Existenzgründerzuschuss über drei Jahre für die Ich-AG in Anspruch zu nehmen, nutzten bereits im März erstmals 24 Frauen und Männer, im April wagten nochmals 23 Arbeitslose mit dieser Förderung den Aufbau einer beruflichen Existenz.

Beschäftigung schaffende Maßnahmen

In Beschäftigung schaffenden Maßnahmen gab es Ende April 2.748 Arbeitnehmer, 399 weniger als vor einem Jahr. Von den Beschäftigten waren 1.735 in Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen tätig, so viele wie vor einem Jahr, aber 113 weniger als Ende März. In traditionellen Strukturanpassungsmaßnahmen hatten 1.013 Frauen und Männer einen befristeten Job, 23 mehr als im März, aber 420 weniger als vor einem Jahr. Die Teilnehmer in Beschäftigung schaffenden Infrastrukturmaßnahmen sind direkt im ersten Arbeitsmarkt integriert. 69 Männer haben über diese Förderart einen befristeten Arbeitsplatz.

Berufliche Weiterbildung

Im April begannen in 8 beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen 111 Arbeitslose. Im gleichen Zeitraum konnten über 350 Teilnehmer ihre Qualifizierung beenden, damit förderte das Arbeitsamt Ende April noch 2.651 Frauen und Männer in Maßnahmen. Vor einem Monat qualifizierten sich noch 263 Personen mehr in vom Arbeitsamt geförderten beruflichen Bildungsmaßnahmen.

Freie Förderung

Die Freie Förderung sichert nach wie vor berufliche Ausbildung oder Eingliederung für den Personenkreis, der nicht aus den üblichen Programmen Hilfe erhalten kann. Im April wurde die Beschäftigung von 156 Frauen und Männern über Lohnkostenzuschüsse gesichert, weitere 131 junge Arbeitslose erhalten über diese Förderart eine berufliche Ausbildung.
Existenzgründerhilfen werden notwendig, wenn eine solide Existenzgründung durch spezifische Lehrgänge und individuelle Betreuung auch langfristig erfolgen soll. 497 Existenzgründer erhielten im April die verschiedensten Unterstützungen.

Kurzarbeit

Im Monat April zeigten 72 Unternehmen für 730 Beschäftige Kurzarbeit an. Damit hat sich die Zahl der betroffenen Arbeitnehmer gegenüber dem Vormonat um 96 und gegenüber dem Vorjahresmonat um 107 verringert. Der Rückgang resultiert zum einen aus weniger Kurzarbeit im verarbeitenden Gewerbe und zum anderen aus dem Baugewerbe. Vor einem Jahr gab es sowohl im Baugewerbe als auch im verarbeitenden Gewerbe rund 200 Kurzarbeiter mehr, damals waren dagegen in Dienstleistungsunternehmen weniger Beschäftigte in Kurzarbeit als im Berichtszeitraum. 392 der gemeldeten Personen (45 Prozent) hatten nur zu einem Viertel der regulären betriebsüblichen Arbeitszeit Ausfälle. Allerdings arbeiteten 71 Arbeitnehmer im Berichtszeitraum nicht. Diesen Frauen und Männern wird Kurzarbeit zu 100 Prozent gewährt.

Entwicklung in einzelnen Berufsgruppen

Durch die Frühjahrsnachfrage hat sich im April die Zahl der Arbeitslosen mit Berufen des Bauhauptgewerbes um fast 580 verringert und liegt sogar unter dem Wert des Vorjahres. Berufe des Ausbau- und Bauhilfsgewerbes waren im Monatsverlauf wieder gefragt, im Vergleich zum Vorjahr haben noch nicht wieder so viele Arbeitnehmer eine Anstellung gefunden. Insgesamt waren Ende April 5.470 Arbeitslose mit Bauberufen noch ohne Job, 18 Prozent aller Arbeitslosen. Arbeitnehmer mit Berufen der Metallbe- und verarbeitung, Schlosser, Mechaniker und Montierer sowie Arbeitnehmer mit dazu gehörenden Berufen hatten im April mehr Angebote als in den Vormonaten, im Vergleich zum Vorjahr bedeuten die 2.890 betroffenen Arbeitslosen eine Zunahme um 300.

Rund 13 Prozent aller Arbeitslosen verfügen über eine Ausbildung in Organisations-, Verwaltungs- und Büroberufen. Insgesamt 4.057 Frauen und Männer suchten Ende April hier einen Arbeitsplatz, 126 mehr als vor vier Wochen und 330 mehr als vor einem Jahr. Auch für Arbeitnehmer, die eine Beschäftigung in Ordnungs- und Sicherheitsberufen anstreben, ist die Situation gegenüber dem Vorjahr schwieriger. 1.436 Personen dieser Berufsgruppe standen Ende des Monats zur Vermittlung an, 54 mehr als Ende März und über 200 mehr als vor Jahresfrist.

Die monatlichen Auswertungen zeigen seit den letzten Jahren die ständigen hohen Bewegungen im Handel. Jeden Monat werden starke Entlassungen und gleichzeitig viele Einstellungen registriert. Insgesamt wirkt sich die Fluktuation in dieser Wirtschaftsabteilung auf die Höhe der Arbeitslosenzahl nicht spürbar aus. 2.773 arbeitslose Warenkaufleute bedeuteten Ende April nur 39 mehr als vor einem Jahr und 130 mehr als Ende April 2001.

Die regionale Entwicklung des Arbeitsmarktes

In allen Landkreisen ist die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Vormonat zurück gegangen, der größte Rückgang ist im Landkreis Eichsfeld erfolgt. Im Landkreis Nordhausen waren am Monatsende 117 Personen weniger arbeitslos als vor einem Monat. Die 10.033 arbeitslosen Frauen und Männer begründen für den Landkreis eine Arbeitslosenquote auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen in Höhe von 20,2 Prozent, 0,2 Prozentpunkte weniger als im Vormonat, aber 0,7 Prozentpunkte mehr als vor einem Jahr.

Im Monat gingen 1.162 Arbeitslosmeldungen im Hauptamt Nordhausen ein, 273 mehr als im März und über 300 mehr als im April des Vorjahres. Zwei Drittel der Arbeitslosen hatten vorher eine Beschäftigung im ersten oder zweiten Arbeitsmarkt, damit verloren hier über 240 Frauen und Männer mehr ihren Job als im Monat vorher. Auch aus betrieblichen oder schulischen Ausbildungen meldeten sich mit 405 Personen über 100 mehr arbeitslos als noch im März. 1.279 Frauen und Männer konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden, gegenüber März waren das 55 und gegenüber dem Vorjahresmonat sogar 230 weniger.

Allerdings meldeten sich im Vergleich zum Vormonat mehr in eine Erwerbstätigkeit ab, während aus sonstigen Gründen insgesamt ein Rückgang zu verzeichnen ist. Ohne finanzielle Hilfen nahmen 412 Arbeitslose nach Vermittlung oder Selbstsuche eine Tätigkeit auf, und 230 wurden von ihrem vorherigen Arbeitgeber wieder eingestellt. Mit Hilfe von Eingliederungszuschüssen unterstützte das Arbeitsamt die Arbeitsaufnahme für 90 Personen. Weitere 94 Arbeitslose erhielten eine Beschäftigungsmöglichkeit in Maßnahmen des zweiten Arbeitsmarktes.

Ende des Berichtsmonats wurden 1.309 Frauen und Männer im Landkreis direkt in Wirtschaftsunternehmen gefördert. Weitere 809 Personen arbeiteten in Beschäftigung schaffenden Maßnahmen. In berufliche Weiterbildungen gingen im April 148 Arbeitslose, fast 100 weniger als im März. Am Monatsende gab es 1.020 Arbeitsuchende in vom Arbeitsamt geförderten Ausbildungen.

Im Kyffhäuserkreis, der die Geschäftsstellen Artern und Sondershausen umfasst, ist die Zahl der Arbeitslosen um 279 gegenüber dem März zurückgegangen. Ende April waren 11.079 Frauen und Männer des Landkreises arbeitslos. Gegenüber dem Vorjahr ist die Arbeitslosenzahl um 224 angestiegen. Dieser Anstieg ist allerdings innerhalb der Landkreise Nordthüringens am niedrigsten ausgefallen.

In der Region der Geschäftsstelle Artern gab es am Monatsende 46 weniger registrierte Arbeitslose. Hier ist die Arbeitslosenzahl deutlich weniger zurückgegangen als in den anderen Regionen des Arbeitsamtsbezirkes und liegt damit bei 5.849. Die Arbeitslosenquote auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen beträgt 25,5 Prozent gegenüber 25,7 Prozent Ende März. Vor einem Jahr war diese Quote um 0,4 Prozentpunkte niedriger. Aus der Region Artern meldeten sich 749 Arbeitnehmer im Berichtsmonat arbeitslos, so viele wie im Vormonat, aber 175 mehr als im April des Vorjahres. Im Monatsverlauf akquirierten die Vermittlungsfachkräfte 282 Stellen, 124 im ersten Arbeitsmarkt. Im Monat vorher stellte die Wirtschaft noch 20 Stellen mehr zur Verfügung. Ein Ausgleich erfolgte durch 158 bewilligte Stellen in Beschäftigung schaffenden Maßnahmen, im März konnten nur 91 dieser Stellen eingerichtet werden. 795 Frauen und Männer beendeten im April ihre Arbeitslosigkeit, fast so viele wie im März und sogar 42 mehr als im Vergleichsmonat 2002. Von den abgemeldeten Personen begründeten 172 nach Vermittlung oder erfolgreicher Selbstsuche ein neues Arbeitsverhältnis, und weitere 145 wurden davon wieder vom letzten Arbeitgeber eingestellt. In den zweiten Arbeitsmarkt mündeten 68 Arbeitslose ein. Ende April beschäftigten Träger von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen 537 Frauen und Männer, leicht weniger als im März, aber 190 mehr als vor einem Jahr. Die Beschäftigtenzahl in traditionellen Strukturanpassungsmaßnahmen ist allerdings gegenüber dem Vorjahr um 117 auf 119 Ende April zurückgegangen. Auch in beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen befanden sich mit 473 Teilnehmern 158 weniger als vor einem Jahr.

In der Geschäftsstelle Sondershausen meldeten sich im April 674 Personen arbeitslos, fast 50 weniger als im März, aber immer noch mehr als im Februar. Gleichzeitig konnten im Monatsverlauf 907 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beendeten. Damit gab es im Bezirk der Geschäftsstelle Sondershausen 5.230 Arbeitslose, 233 weniger als einen Monat vorher und 81 mehr als vor Jahresfrist. Die Arbeitslosenquote auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen verringerte sich um 0,9 Prozentpunkte auf 21,5 Prozent. 907 Personen, rund 20 mehr als im März, haben im April eine Arbeit aufgenommen, 719 davon im ersten Arbeitsmarkt. In den zweiten Arbeitsmarkt erfolgten 188 Vermittlungen, dadurch stieg hier die Zahl der Beschäftigten zum Vormonat um 70 an. Zum Vorjahr ist diese Zahl um 100 niedriger. Ende April gab es 270 Beschäftigte in Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen und weitere 396 in Strukturanpassungsmaßnahmen.

Im Landkreis Eichsfeld, mit den Geschäftstellen Heiligenstadt und Leinefelde, ist die Arbeitslosenzahl im Vergleich zum März um 566 auf 9.341 zurück gegangen. Dieser Rückgang ist fast doppelt so hoch wie im Kyffhäuserkreis und fünfmal höher als im Landkreis Nordhausen. Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen verringerte sich im Landkreis Eichsfeld um einen Prozentpunkt und beträgt 15,8 Prozent. Vor einem Jahr wurde noch eine Quote von 14,4 Prozent ausgewiesen, damals gab es 928 Arbeitslose weniger.

In der Geschäftsstelle Heiligenstadt standen Ende April 3.082 Frauen und Männer zur Vermittlung an, 196 weniger als vor vier Wochen, aber 310 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote ist mit 14,2 Prozent um 0,9 Prozentpunkte niedriger ausgefallen als im Vormonat, im Vergleich zum April 2002 jedoch 1,4 Prozentpunkte höher. Im Monat gingen 417 Arbeitslosmeldungen ein, 72 weniger als im März, aber 44 mehr als im April 2002. 613 Frauen und Männer beendeten im Monatsverlauf ihre Arbeitslosigkeit, über 120 weniger als noch im März, aber genau so viele wie im Vorjahresmonat. Mit Hilfe des Arbeitsamtes und durch Eigenbemühungen mündeten 433 Personen davon in eine Erwerbstätigkeit ein, im Vormonat waren das noch 500. In den ersten Arbeitsmarkt konnten insgesamt 402 Beschäftigungsverhältnisse begründet werden, vor vier Wochen hatten hier noch 60 mehr eine Chance. 30 Vermittlungen in den zweiten Arbeitsmarkt konnten die Austritte aus beendeten Maßnahmen nicht ausgleichen, so dass die Teilnehmerzahl um 40 gegenüber März zurückging. Insgesamt gab es 253 Arbeitnehmer in Beschäftigung schaffenden Maßnahmen, 85 weniger als vor einem Jahr.

Ende April wird für den Geschäftsstellenbezirk Leinefelde eine um 370 verringerte Arbeitslosenzahl ausgewiesen. In keiner anderen Region Nordthüringens wurde ein so hoher Rückgang ausgewiesen. 6.259 Arbeitslose waren insgesamt registriert, allerdings waren das 618 mehr als vor einem Jahr. Dieser Anstieg ist in keiner anderen Geschäftsstelle des Arbeitsamtes Nordhausen so hoch. Die Arbeitslosenquote errechnet sich in Höhe von 16,9 Prozent und ist um 0,9 Prozentpunkte niedriger als vor vier Wochen. Ende April 2002 wurde diese Quote noch in Höhe von 15,4 Prozent festgestellt. Die Zahl der Arbeitslosmeldungen ist im April fast genau so hoch wie vor einem Jahr und um 100 niedriger als im Vormonat. 881 Personen wurden neu oder wieder arbeitslos. Dagegen beendeten 1.251 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit, 847 davon gingen in eine Erwerbstätigkeit. 40 Eintritte erfolgten davon in den zweiten Arbeitsmarkt, wodurch die Beschäftigtenzahl auf dem Niveau des Vormonats verblieb. In Unternehmen des ersten Arbeitsmarktes begannen im April über 20 Arbeitnehmer aus der Region Leinefelde mehr eine Beschäftigung.
Autor: nnz

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