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Landratsamt unterstützt ehemalige Zwangsarbeiter

Montag, 29. Januar 2001, 09:05 Uhr
Nordhausen (nnz). Nicht nur Unternehmen des Landkreises Nordhausen wie die "Schmidt, Kranz & Co. Gruppe" beteiligen sich an der Unterstützung für ehemalige NS-Zwangsarbeiter (nnz berichtete), auch das Landratsamt Nordhausen unterstützt Zwangsarbeiter. Hier vor allem bei der Benutzung des kreislichen Archivs. So wurde ein sogenanntes Findbuch erstellt, welches alle in den Beständen des Archivs vorhandenen Akten, in denen Unterlagen über Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene enthalten sind, zusammengefaßt und nach Gemeinden geordnet wiedergibt. Dadurch war und ist eine sehr kurzfristige Bearbeitung der eingehenden Anfragen möglich. Bislang gab es 101 solcher Anfragen.
Weiterhin ist das Kreisarchiv dem Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes bei der Erarbeitung verschiedener Schriften behilflich. Gemeinsam soll ein "Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933 - 1945 in Thüringen" erstellt werden. Der Mitarbeiter des Verbandes wird durch die Bereitstellung von umfangreichen Aktenmaterial und die Anfertigung von relevanten Archivgutkopien intensiv unterstützt. Der Bundesverband für NS-Verfolgte hat ein „Verzeichnis der Nachweise für NS-Zwangsarbeiter bei Archiven und anderen Institutionen in Deutschland“ herausgegeben. In diesem Verzeichnis ist auch das Kreisarchiv Nordhausen vertreten.
Autor: nnz

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