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Gegen Artenverlust

Sonntag, 06. Februar 2011, 10:33 Uhr
Die Kreisgruppe Nordhausen des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschlands (BUND) hat ihr Engagement auf dem Gebiet der Landschaftspflege gestern mit einem Einsatz fortgesetzt. Wo die Naturschützer werkelten, das hat die nnz erfahren...

Entfilzt (Foto: BUND) Entfilzt (Foto: BUND)

In Zusammenarbeit mit der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Nordhausen wurden 120 Quadratmeter Trockenrasen im Naturschutzgebet Alter Stolberg entfilzt. Die Arbeiten sind notwendig, um durch Schafbeweidung über Jahrhunderte entstandene traditionelle Kulturlandschaften mit ihrem Reichtum an z.T. hochgradig gefährdeten Pflanzen- und Tierarten zu erhalten.

„Weil sich die Schafhutung für die Schäfer wegen der niedrigen Vergütungen für Wolle kaum noch lohnt, droht ein massiver Verlust an artenreichen Lebensräumen“, so Bodo Schwarzberg, der Organisator des Einsatzes. Obwohl die Erhaltung derartiger Lebensräume durch die Naturschutz- und EU-Gesetzgebung dem Wortlaut entsprechend eigentlich eine Staatsaufgabe ist, bestehen in deren Umsetzung gravierende Defizite.

„Es gibt keinerlei Einheit von Wort und Tat auf diesem Gebiet. Den Verlust von Arten spürt niemand am eigenen Körper. Aber wir werden langfristig einen hohen Preis zahlen müssen, wenn wir so weiter machen, wie bisher. Denn wir sind auch nur eine Art, deren Existenz von der Existenz vieler anderer Arten abhängt“, so Schwarzberg.

In ehrenamtlicher Arbeit engagiert sich der BUND um die Minimierung dieses Missstandes zumindest in den Naturschutzgebieten. „Damit engagieren wir uns im Sinne der Beschlüsse der jüngsten UNO-Biodiversitätskonferenz , die das weltweite Artensterben bis 2020 stoppen möchte“, so Bodo Schwarzberg, Vorstandsmitglied der BUND-Kreisgruppe.

Der nächste Einsatz ist für den 26.02. geplant. Menschen, die sich aktiv en diesem oder an weiteren Pflegeeinsätzen beteiligen möchten, wenden sich bitte an Bodo Schwarzberg: bodo_schwarzberg@yahoo.de, 0171/6530123
Autor: nnz

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