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Rinke: Andere Meinungen zulassen

Donnerstag, 03. Februar 2011, 14:41 Uhr
nnz hatte bereits ausführlich über die Sitzung des Ortsteilrates in Sundhausen berichtet. Jetzt gibt es ein offizielles Statement dazu aus dem Nordhäuser Rathaus...


Nordhausens Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) hat beim Streit um den geplanten Autohof-Standort in Nordhausens Ortsteil Sundhausen aufgerufen, „gute zwischenmenschliche und demokratische Gepflogenheiten zu wahren. Dazu gehört die Tolerierung anderer Meinungen und das Unterlassen von persönlichen Angriffen.“ Das sagte Frau Rinke gestern Abend bei einer öffentlichen Sitzung des Sundhäuser Ortsteilrat.

Anlass der Mahnung war die Äußerung eines Mitglieds der Bürgerinitiative: Dieser hatte einen gewählten Vertreter des Ortsteilrats zum Rücktritt aufgefordert u.a. mit Verweis auf dessen Krankheit. Die BI hatte den Ortsteilrat kritisiert, weil sich dieser nicht sofort gegen den Bau des Autohofs ausgesprochen habe.

Mit der Entscheidung des Ortschaftsrates, dem Nordhäuser Stadtrat zu empfehlen, gegen die Fortsetzungen der Planungen für einen Autohof zu votieren, hätten die gewählten Mitglieder des Ortschaftsrates ein wichtiges positives Signal ausgesendet. Persönliche Angriffe gegen Ortschaftsratsmitglieder seien nicht hilfreich, so Frau Rinke. Wichtig sei, so Frau Rinke, dass trotz aller Auseinandersetzungen der Friede im Ort wieder hergestellt werden könne.

Bei der Sitzung des Ortsteilrats hatte Frau Rinke gesagt, dass bis zur anstehenden Entscheidung des Stadtrats, ob das Verfahren für die Errichtung des Autohofs weitergeführt wird, keine Verfahrensschritte unternommen werden. Sämtliche knapp 400 Einwendungen von Sundhäusern Bürgern gegen das Planverfahren seien inzwischen gesichtet und in rund 40 Themenkomplexe gebündelt wurden.
Autor: nnz

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